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Luther in der Kulturscheune

Kähnsdorf Luther in der Kulturscheune

Mit zwei Ausstellungen zum Thema Reformation geht die Kulturscheune und Heimatstube in Kähnsdorf am 13. Mai in ihre 16. Saison. In der Scheune sind Bilder und Collagen von „Luther zwischen Himmel und Hölle“ zu sehen. Auf dem Freigelände wird der „Kähnsdorfer Klostergarten“ mit Kulissen sowie Heilpflanzen- und Kräuterbeeten eröffnet.

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Mit ziegeltonroter Farbe bemalen die Wildenbrucher Grundschüler die Klosterkulissen, die von Ann Kampe und anderen Mitgliedern der Künstlergruppe „Kunst am See“ zuvor aus Grobspanplatten zurecht gesägt wurden.

Quelle: H. Helwig

Kähnsdorf. Im Verhältnis zum Luther-Jubiläum ist die Kulturscheune und Heimatstube in Kähnsdorf mit ihren 16 Jahren sozusagen gerade erst geboren worden. Aber auch sie kommt in diesem Jahr nicht am gefeierten Kirchenreformator vorbei. So empfängt sie ihre Besucher zur neuen Saison, die am 13. Mai mit einer zünftigen Geburtstagsparty eröffnet wird, mit zwei Ausstellungen im Haus sowie auf dem Freigelände zum Thema Reformation.

Auf der Freifläche neben der Scheune lassen die Künstlergruppe „Kunst am See“ und Schüler der fünften und sechsten Klasse der Grundschule „Am Kiefernwald“ in Wildenbruch in diesen Tagen einen „Klostergarten“ entstehen. Aus großen Grobspanplatten bauen sie ein Klosterportal und einen Kreuzgang nach. Nachdem die Schüler die Kulissen zu Wochenbeginn mit ziegeltonroter Farbe bemalt hatten, wollen die Künstler die Teile bis zum Saisonauftakt mit Einschlaghülsen in der Erde befestigen. Außerdem werden sieben verschieden aussehende Mönche aus den selben Holzplatten diesen Klostergarten „behüten“. Zwischen den Kulissen sollen mehrstöckige Blumen- und Kräuterbeete mit heimischen Kräutern aufgestellt werden, die von den Schülern aus ausgedienten Holzpaletten gebastelt und dann mit Petersilie, Lavendel oder Thymian bepflanzt wurden. Für die Gestaltung des Einganges zum „Klostergarten“ hat die Künstlergruppe Matten aus Naturmaterialien gewebt.

Mit dem „Klostergarten“ beschäftigen sich die Künstlergruppe und die Kinder schon seit Herbst des vergangenen Jahres. „Die Vorlagen für die Kulissen habe ich aus Büchern entnommen und mir bei einem Besuch des Klosters Lehnin angeschaut“, sagt Lehrerin Ann Kampe, die auch der Künstlergruppe angehört. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Heike Maron von der Neigungsgruppe Kunst und Dinah Fischer von der Neigungsgruppe Schulgarten der Schule hat sie die Kinder bereits mit eigenen Projekten in der Schule an die Reformation herangeführt.

Die Neigungsgruppe Kunst malte Kirchenfenster, eine Klostertür, die Silhouette der Lutherstadt Wittenberg, ein Porträt des Reformators oder auch eine Auswahl seiner Sprüche auf große Transparente, die in die Ausstellung in der Kulturscheune einfließen sollen. „Wir haben über die Reformation, über die Ursachen der Spaltung der Kirche gesprochen, und die Kinder gefragt, was sie wohl wie damals Luther an die Kirchentür anbringen würden“, sagt Maron. Auf den Zetteln der Schüler standen unter anderem den Weltfrieden herstellen, mehr Spielflächen für Kinder schaffen, die Eltern zu mehr Zeit für ihre Kinder verpflichten und schulische Themen. Die Meinungen sollen wie die berühmten Thesen an der Kulisse einer Kirchentür befestigt werden. Die Kinder sind von diesem Projekt begeistert. „Mir gefällt das außerordentlich gut. Wir schreiben uns den Unterrichtsstoff nicht einfach nur auf, sondern lernen ihn auch in der Praxis. Außerdem sind wir an der frischen Luft“, schwärmt beispielsweise die elfjährige Marie.

Mit der Grundschule in Wildenbruch arbeitet die Künstlergruppe schon seit mehr als fünf Jahren zusammen. Der Kontakt soll über die Enkelin der Kulturkoordinatorin Marianne Herrmann entstanden sein. Einmal im Jahr wird ein gemeinsames Projekt zu einem bestimmten Thema erarbeitet. In den vergangenen Jahren gab es schon den Sommernachtstraum, den Fischer vom Seddiner See oder die Laubenpieper-Puppenparty.

In der anderen Ausstellung in der Kulturscheune zeigt die Künstlerin Oda Schielicke aus Werder mit ihren Schülern aus den Malkursen, wie sie „Luther zwischen Himmel und Hölle“ sehen. Mit Bildern und Collagen nähern sich ihre Hobbymaler phantasievoll dem Wirken und Schaffen Martin Luthers.

Klosterkulissen müssen bis zum Ende der Saison durchhalten

Die diesjährige Saison wird am 13. Mai um 11 Uhr eröffnet. Bis zu den Eröffnungen der Ausstellung „Luther zwischen Himmel und Hölle“ um 13 Uhr und des „Klostergartens“ um 13.30 Uhr stimmt Helmut Lippold die Gäste musikalisch auf die Veranstaltung ein.

Die Ausstellung „Luther zwischen Himmel und Hölle“ in der Scheune ist bis zum
9. Juli zu den Öffnungszeiten mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 11 Uhr bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung unter der Rufnummer 033205/6 41 04 zu sehen.

Die Klosterkulissen müssen bis zum Saisonende am 29. Oktober durchhalten. Sie werden deshalb wetterfest beschichtet und im Boden verankert.

Von Heinz Helwig

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