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Potsdam-Mittelmark Kluger Narr und Liebesschwüre
Lokales Potsdam-Mittelmark Kluger Narr und Liebesschwüre
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00:29 31.05.2015
Narr und Bäuerin beim süßen Schäferstündchen. Quelle: U. Klemens
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Wiesenburg

Seit Pfingstmontag wird am Rhodedendronweg, dem Ort der Aufführung, geprobt. Die Naturbühne in der lauschigen Senke scheint wie geschaffen für das bereits vor 400 Jahre ersonnene Stück. Denn genau dort, im Wald, lässt William Shakespeare seine Figuren nach dem suchen, was man ihnen bislang verwehrt. Ob Freiheit, brüderliche Zuneigung oder die ganz große Liebe – fündig, so viel sei vorab verraten, werden sie am Ende alle.

Auch wenn es der dreistündigen Inszenierung unter der Leitung von Regisseurin Julia Strehler nicht an Dramatik fehlt, überwiegen die humorvollen Momente bei weitem. Auch bei den Proben wird deshalb ausgiebig gekichert, was gut zum Gezwitscher der Vögel passt. Darsteller und Regisseurin im improvisierten Probenlager genießen so vorab schon mal das, worüber sich das Publikum in den insgesamt acht Aufführungen sicher ebenso amüsieren wird.

„’Was ihr wollt’ ist Shakespeares menschlichstes Stück, ein Stück über die Liebe, über all die Männer und Frauen in ihrem unglaublich närrisch-schönem, tief traurigen und verletzlich-zartem Spiel miteinander. Und das Faszinierende ist dabei, dass diese Figuren nichts an ihrer Aktualität eingebüßt haben“, sagt Strehler, die ihr mit Laien besetztes Ensemble bereits zum vierten Mal für eine Open-Air-Inszenierung zusammen getrommelt hat.

Termine

Aufführungen: Freitag, 29. Mai, 18 Uhr (Premiere); 30.5., 17 Uhr; 31.5., 16 Uhr; 5.6., 18 Uhr; 6.6., 17 Uhr; 7.6., 16 Uhr; 27.6., 17 Uhr und 28.6., 16 Uhr.
Der Weg vom Bahnhof und vom Parkplatz Grundschule ist ausgeschildert. 15 Minuten Fußweg einplanen.
Karten vor Ort oder im Vorverkauf in den Touristinfos Bad Belzig und Wiesenburg. Zuschauer bis 14 Jahren sind kostenfrei. Für Kinder unter zehn Jahren ist das Stück nicht geeignet.

Der Reigen der Charaktere ist dabei so vielfältig, wie das Leben. Scharfsinniger Denker und eitler Macho, schlichter Geist und Pragmatiker, schmachtend Liebender, hoffnungslos Ahnungsloser und stolze Jungfrau könnten unterschiedlicher nicht sein und tanzen am Ende doch alle gemeinsam den großen Reigen.

Daniel Pillon, der bisher bei jeder Inszenierung mit dabei war und diesmal voller Wortwitz den geistreichen Narren mimt, gesteht: „Was ich am Theaterspielen so liebe ist, dass ich Seiten ausleben kann, die mir eigentlich fremd sind. Sich in erlaubter Weise einmal so richtig daneben benehmen zu können, ist herrlich, auch wenn ich sonst eher zurückhaltend bin.“

Von Uwe Klemens

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