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Königsblau-Töpferei hat neue Basis bezogen

Schmerwitz Königsblau-Töpferei hat neue Basis bezogen

Die Königsblau-Töpferei in Schmerwitz hat sich in ihrem neuen Zuhause eingerichtet. Dieser Tage hat die Werkstatt ihre Tore für die Besucher geöffnet. Während die Handwerker jetzt gute Arbeitsbedingungen vorfinden probieren sie noch an Farben und Formen, denn die Brenntechnik hat sich geändert.

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Hell und geräumig: die neue Werkstatt der Königsblau Töpferei Schmerwitz.

Quelle: Annett Mohr

Schmerwitz. Die Kenner haben es gewiss schon im Blick. Das typische Königsblau hat sich teilweise verändert – aber nur ganz wenig. Denn mit dem Neuaufbau der Töpferei geht – technologiebedingt – eine Umgestaltung des Angebotes an Keramikwaren einher. Neben der altbewährten Glasur wurden neue Rezepte entwickelt und neue Formen ins Programm aufgenommen. Das ist eine Folge der Umstellung von Gas- auf Elektroöfen. So wird viel Neues hinsichtlich Glasur und Formen ausprobiert, um die verschiedenen Geschmäcker der Kundschaft befriedigen zu können.

„Dabei werden natürliche Rohstoffe wie Gesteinsmehle verwendet, die für die Lebendigkeit der Oberfläche sorgen“, sagt Thomas Rottenbücher. Da sich die Zusammensetzung dieser Rohstoffe aus der Natur stets ein wenig ändere, so der Töpferemister, seien auch Überraschungen ohnehin nach dem Glasurbrand möglich und erwünscht.

Suchthilfe seit 2004

Derzeit sind in der Töpferei unter der Leitung von Thomas Rottenbücher als Meister ein Geselle und ein Auszubildender beschäftigt. Sieben Bewohner und drei ambulant betreute Mitglieder des Suchthilfevereins gehen dort wieder einer geregelten Tätigkeit nach und finden somit wieder in ein strukturiertes Leben zurück.

Daneben gibt es das Töpfer-Café – derzeit in der Kirche einquartiert –, den Biogarten sowie den Haus- und Hofservice als Zweckbetriebe.

Der Verein Scarabäus „Hoher Fläming“ ist im Jahr 2000 gegründet worden, Er hat die von Synanon einst begonnene Suchthilfe übernommen.

 

Das haben nicht minder die zahlreichen Besucher erfahren, die am vergangenen Wochenende zum alljährlichen Töpfereifest mit Billigem Jakob, einem Sonderverkauf gepilgert waren. Dort herrschte Trubel nicht zuletzt dank des musikalischen Begleitprogramms sowie der Kreativangebote zum Bemalen von Tassen und Tellern. Erstmals haben die Leute bei dem Anlass die Werkstatt in der sanierten Feldsteinscheune auf dem Gutshof in Augenschein nehmen können. Neben dem Brennraum sind zwei über 70 Quadratmeter große Ateliers und der Sozialtrakt entstanden. Da können die Handwerker ebenso produktiv wie kreativ tätig werden, wie sie allemal bestätigt haben.

Selber gestalten beim Töpferfest

Selber gestalten beim Töpferfest

Quelle: Annett Mohr

Die Kunden aus nah und fern nehmen regen Anteil an der Entwicklung – vor allem seit das ursprüngliche Domizil der Töpferei vor zwei Jahren ein Raub der Flammen geworden war. Nach dem Provisorium in der kleinen Scheune auf dem Gutshof haben die Töpfer nun also ein zeitgemäßes Quartier auf dem Gutshof von Gerrit von Schonhoven bezogen.

Natürlich interessiert sich das Publikum nicht minder für das Angebot an neuer und schon bekannter Keramik. So kommen Angelika Friese und Elvira Wohlers aus Berlin-Tempelhof regelmäßig zu den großen Veranstaltungen wie Töpferfest und Landpartie nach Schmerwitz, um ihre über die Jahre gekaufte Grundausstattung an Gebrauchskeramik weiter zu vervollständigen und waren inzwischen schon sechs mal hier. Die beiden Freundinnen können und wollen ihre Vorliebe für die Glasur „Spanish Blue“ pflegen und finden es äußerst angenehm, außerhalb des üblichen Rummels nette Gespräche in einer gemütlichen, gelassenen Atmosphäre führen zu können.

Werbung aus eigener Produktion

Werbung aus eigener Produktion.

Quelle: Annett Mohr

Elke und Martin Gronwald aus Bad Belzig als regelmäßige Kunden der Töpferei und des Cafés in Schmerwitz sind ebenfalls Freunde des entspannten Einkaufs. Nicht zuletzt, weil es ihrer Meinung nach schöne Geschenke für Freunde und Bekannte sind. Stets Unikate wobei er der Königsblauglasur weiterhin den Vorzug geben will und sie – selbst Kunsthandwerkerin in Sachen Patchwork – die Vielfalt bevorzugt.

Von Annett Mohr

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