Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Königsblau-Töpferei hat neue Basis bezogen
Lokales Potsdam-Mittelmark Königsblau-Töpferei hat neue Basis bezogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 11.05.2017
Hell und geräumig: die neue Werkstatt der Königsblau Töpferei Schmerwitz. Quelle: Annett Mohr
Anzeige
Schmerwitz

Die Kenner haben es gewiss schon im Blick. Das typische Königsblau hat sich teilweise verändert – aber nur ganz wenig. Denn mit dem Neuaufbau der Töpferei geht – technologiebedingt – eine Umgestaltung des Angebotes an Keramikwaren einher. Neben der altbewährten Glasur wurden neue Rezepte entwickelt und neue Formen ins Programm aufgenommen. Das ist eine Folge der Umstellung von Gas- auf Elektroöfen. So wird viel Neues hinsichtlich Glasur und Formen ausprobiert, um die verschiedenen Geschmäcker der Kundschaft befriedigen zu können.

„Dabei werden natürliche Rohstoffe wie Gesteinsmehle verwendet, die für die Lebendigkeit der Oberfläche sorgen“, sagt Thomas Rottenbücher. Da sich die Zusammensetzung dieser Rohstoffe aus der Natur stets ein wenig ändere, so der Töpferemister, seien auch Überraschungen ohnehin nach dem Glasurbrand möglich und erwünscht.

Suchthilfe seit 2004

Derzeit sind in der Töpferei unter der Leitung von Thomas Rottenbücher als Meister ein Geselle und ein Auszubildender beschäftigt. Sieben Bewohner und drei ambulant betreute Mitglieder des Suchthilfevereins gehen dort wieder einer geregelten Tätigkeit nach und finden somit wieder in ein strukturiertes Leben zurück.

Daneben gibt es das Töpfer-Café – derzeit in der Kirche einquartiert –, den Biogarten sowie den Haus- und Hofservice als Zweckbetriebe.

Der Verein Scarabäus „Hoher Fläming“ ist im Jahr 2000 gegründet worden, Er hat die von Synanon einst begonnene Suchthilfe übernommen.

Das haben nicht minder die zahlreichen Besucher erfahren, die am vergangenen Wochenende zum alljährlichen Töpfereifest mit Billigem Jakob, einem Sonderverkauf gepilgert waren. Dort herrschte Trubel nicht zuletzt dank des musikalischen Begleitprogramms sowie der Kreativangebote zum Bemalen von Tassen und Tellern. Erstmals haben die Leute bei dem Anlass die Werkstatt in der sanierten Feldsteinscheune auf dem Gutshof in Augenschein nehmen können. Neben dem Brennraum sind zwei über 70 Quadratmeter große Ateliers und der Sozialtrakt entstanden. Da können die Handwerker ebenso produktiv wie kreativ tätig werden, wie sie allemal bestätigt haben.

Selber gestalten beim Töpferfest Quelle: Annett Mohr

Die Kunden aus nah und fern nehmen regen Anteil an der Entwicklung – vor allem seit das ursprüngliche Domizil der Töpferei vor zwei Jahren ein Raub der Flammen geworden war. Nach dem Provisorium in der kleinen Scheune auf dem Gutshof haben die Töpfer nun also ein zeitgemäßes Quartier auf dem Gutshof von Gerrit von Schonhoven bezogen.

Natürlich interessiert sich das Publikum nicht minder für das Angebot an neuer und schon bekannter Keramik. So kommen Angelika Friese und Elvira Wohlers aus Berlin-Tempelhof regelmäßig zu den großen Veranstaltungen wie Töpferfest und Landpartie nach Schmerwitz, um ihre über die Jahre gekaufte Grundausstattung an Gebrauchskeramik weiter zu vervollständigen und waren inzwischen schon sechs mal hier. Die beiden Freundinnen können und wollen ihre Vorliebe für die Glasur „Spanish Blue“ pflegen und finden es äußerst angenehm, außerhalb des üblichen Rummels nette Gespräche in einer gemütlichen, gelassenen Atmosphäre führen zu können.

Werbung aus eigener Produktion. Quelle: Annett Mohr

Elke und Martin Gronwald aus Bad Belzig als regelmäßige Kunden der Töpferei und des Cafés in Schmerwitz sind ebenfalls Freunde des entspannten Einkaufs. Nicht zuletzt, weil es ihrer Meinung nach schöne Geschenke für Freunde und Bekannte sind. Stets Unikate wobei er der Königsblauglasur weiterhin den Vorzug geben will und sie – selbst Kunsthandwerkerin in Sachen Patchwork – die Vielfalt bevorzugt.

Von Annett Mohr

Am Wochenende startet der 6. Aktionswandertag mit Waldfest in Bliesendorf. Diese Veranstaltung markiert mittlerweile das Highlight des Jahres in dem Werderaner Ortsteil. Hobbywanderer und Wald-Liebhaber können sich auf eine zwei Stunden dauernde Wanderung mit Aufenthalt und eine anschließende Verköstigung durch die Bliesendorfer Landfrauen freuen.

11.05.2017

Die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark soll – wie viele andere Kommunen – ein Bekenntnis für den Frieden beschließen. Das hoffen die Linken. Geht es nach Bürgermeister Marco Beckendorf, sollte dann auch Flagge gezeigt werden. Sich zum kernwaffenfreien Ort zu erklären, hat schon etwas Tradition.

08.05.2017

Sie steht kurz bevor – die Gründung der Christian-Morgenstern-Gesellschaft in Werder. Am 20. Mai findet dazu die Gründungskonferenz statt. Verwirklicht hat diese Idee der Leiter des Morgenstern-Literaturmuseums, Jürgen Raßbach. Sein Vorgänger hat es initiiert, allerdings fehlten damals noch Geld und Kraft für die Umsetzung.

22.04.2018
Anzeige