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Körperkunst aus dem „Reich der Mitte“

In Teltow soll eine Artistenschule entstehen Körperkunst aus dem „Reich der Mitte“

Das Teltower Unternehmens „The International Culture & Media Center of Germany“ und der SC Potsdam kooperieren mit einer chinesischen Artistenschule aus Nantong. Das Programm wird demnächst im Berliner Admiralspalast zu sehen sein. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass Teltow Sitz einer eigenen Artistenschule werden könnte.

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Mitglieder der Artistenschule Nantong in Aktion. Im Oktober sind sie in Berlin auf der Bühne zu erleben.
 

Quelle: Nicole Dau

Teltow.  Mit dem bunten Bühnenstück „Der Garten Eden – vom Schatten ins Licht“ wird eine ganz besondere Kooperation gefeiert, die in Teltow ihren Ausgangspunkt genommen hat: Astrid Judith, Chefin des Teltower Unternehmens „The International Culture & Media Center of Germany“, hat den SC Potsdam und eine chinesische Artistenschule aus Nantong, ein paar hundert Kilometer von Shanghai entfernt, zusammengebracht, woraus eine gemeinsame Produktion entstanden ist, die im Oktober im Berliner Admiralspalast in mehreren Aufführungen auf die Bühne gebracht wird. Erste Ausschnitte waren bereits beim Sport- und Kulturfest von Porta und dem SC Potsdam zu sehen.

Das Stück war für depressive Kinder geschrieben worden und ist eine wahre Geschichte über eine Schülerin jener chinesischen Artistenschule, die es auch aufführt. Durch einen Schicksalsschlag verlor das Kind seinen Lebensmut, fand aber mit der Hilfe seiner Freunde zurück ins Leben. Das Mädchen, jetzt eine junge Frau, ist auch bei der Aufführung mit dabei – als Zauberin.

Das Originalstück wurde von den chinesischen Artisten bereits auf großen Bühnen in Amerika, Russland und Frankreich aufgeführt, in Deutschland gibt es jedoch eine abgewandelte Version zu sehen, da auch vier Szenen mit rund 30 überwiegend jungen Sportlern und Sportlerinnen des SC Potsdam aus den Bereichen der rhythmischen Sportgymnastik und des Bodenturnens mit eingebunden wurden.

Artisten aus China mit Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke)

Artisten aus China mit Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke). Derzeit besteht eine Kooperation mit Teltow und dem SC Potsdam.

Quelle: Nicole Dau

Ein gutes halbes Jahr wurde in China und Deutschland dafür geprobt, immer wieder abgestimmt und choreographiert, und nun landen am 7. Oktober die rund 50 chinesischen Artisten in Deutschland. Schon am Tag danach gibt es die erste große gemeinsame Probe, bei der das ganze Stück zwei Mal komplett durchgespielt wird, am 10. Oktober dann die Generalprobe im Admiralspalast. Mit den Aufführungen vor dem hoffentlich großen und begeisterten Publikum geht es am 11. Oktober los. Zumindest der Kartenverkauf lief gut an, gibt sich Judith optimistisch.

Dabei geht es gar nicht ums Geld. „Finanziert wird das Projekt komplett aus China, weil das Land an einem nachhaltigen kulturellen Austausch interessiert ist und sich auch öffnen möchte“, sagt Judith, die mit Kooperationen mit dem „Land der Mitte“ bereits Erfahrungen hat. Auch hier ist an eine Weiterführung der Zusammenarbeit gedacht, etwa an den Aufbau einer Teltower Artistenschule gemeinsam mit dem SC Potsdam. „Die Chinesen möchten mit den Einnahmen Förderschulen hier bei uns unterstützen“, erzählt Astrid Judith.

Im Admiralspalast

Aufführungen des Stückes finden im Berliner Admiralspalast am 11., 12. und 13. Oktober um 18.30 Uhr, sowie am 14. und 15. Oktober um 14 und 18.30 Uhr statt.

Karten gibt es in der Geschäftsstelle des SC Potsdam, im Teltower Restaurant Shi Shan China in der Potsdamer Straße 10 (mit 25 Prozent Ermäßigung für Kunden) oder unter
www.ticketmaster.de.

Erwachsene zahlen 25 bis 55 Euro, Kinder 50 Prozent ermäßigt.

Die chinesischen Darsteller selbst leben in ihrer Heimatstadt in einer Artistenschule, weiß sie. Dabei handelt es sich dort um ein Internat, in dem auch oft sozial schwache Kinder aufgefangen werden, auch Waisenkinder von der Straße. Wenn diese dann nicht mehr selbst aktiv sein können, würden sie in der Schule als Trainer weiterarbeiten, erzählt sie. Die Kinder würden oft wie Geschwister aufwachsen, die Schule sei ihre Familie. Und dass den Veranstaltern Kinder wichtig sind, zeigen sie auch bei der ersten Aufführung: Die Kinder (und Lehrer) der unterstützten Förderschulen sind zur ersten Aufführung alle eingeladen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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