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Kommunalwahl 2014 Schwarz gewinnt in Potsdam-Mittelmark
Lokales Potsdam-Mittelmark Kommunalwahl 2014 Schwarz gewinnt in Potsdam-Mittelmark
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16:31 26.05.2014
Wahlkabine in Kleinmachnow. Quelle: dpa
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Potsdam-Mittelmark

Die SPD, die mit Wolfgang Blasig den Landrat stellt – er stand nicht zur Wahl –, verbessert ihr Ergebnis leicht um rund ein Prozent. Schlimm erwischt hat es auch die FDP, die in Mittelmark traditionell stark war. Sie erlitt einen Verlust von vier Prozent und rutschte auf nur noch 4,2 Prozent ab. Die europakritische Alternative für Deutschland (AfD) schaffte auf Anhieb 4,6 Prozent, blieb aber damit deutlich hinter ihrem Europawahl-Ergebnis zurück.

» Das vorläufige Endergebnis

Für Ludwig Burkardt (CDU) aus Kleinmachnow hat seine Partei schon vorher erfolgreich in der großen Koalition mit SPD, FDP und Freie Bürger und Bauern zusammengearbeitet. „Wichtige Entscheidungen des Kreistages, wie beispielsweise im Bildungsbereich, tragen die starke Handschrift der CDU“, sagte er. Dies sei besonders an den Beispielen des neuen Gymnasiums in Stahnsdorf, beim Ausbau des Weinberg-Gymnasiums in Kleinmachnow sowie in der Wirtschaftsförderung zu erkennen. CDU und SPD würden keinen ideologischen Kampf gegeneinander führen. Solch eine Wahl ist immer auch eine Personenwahl, so Burkardt.

Der Teltower SPD-Politiker Sören Kosanke sieht nach zwei Dritteln der Stimmenauszählung noch einiges Potenzial für CDU und SPD  in Werder und in Teltow. „Werder wählt erfahrungsgemäß schwarz. Hier in Teltow, wo die SPD sehr stark ist, sind noch nicht alle Stimmen ausgezählt. Aber wir haben keinen Wahlkampf  gegeneinander geführt. Dennoch möchten wir gern stärkste Partei werden. Bei der Kreistagswahl zeigte sich erneut, welcher Beliebtheit sich der scheidende Werderaner Bürgermeister Werner Große (CDU) erfreut. Auf der Liste der Bewerber hatte er mit über 12 Prozent Anteil die anderen 76 Kandidaten weit hinter sich gelassen. Zum CDU-Wahlergebnis von 28,3 Prozent sagte Große: „Das hört sich doch gut an. Wird Zeit, dass mal frischer Wind rein kommt.  Viele Bürger haben offenbar gemerkt, dass der Kreis nicht mehr für sie da ist, sondern sein Ding macht. Er hat sich von den Bürgern entfernt. Ich werde mich bemühen, dass künftig auch Ermessensspielräume bei Entscheidungen mehr ausgenutzt werden. Wir feiern aber erst, wenn das Ding wirklich im Sack ist, denn die ersten Pflaumen sind immer madig.“ Den deutlichen Stimmenzugewinn der CDU für den Kreistag sieht Große aber „noch nicht als Vorzeichen“ für die Änderung der Machtverhältnisse ab September im Brandenburger Landtag.

Klaus-Jürgen Warnick von den Linken, der den Wahlabend bei einem Konzert in der Berliner Waldbühne verbrachte, sagte der MAZ: „Sollte sich das Ergebnis nach der kompletten Stimmenauszählung bewahrheiten, wäre das ein herber Schlag für die Linken.“ Er könne sich vorstellen, dass der Negativ-Trend mit der Arbeit der rot-roten brandenburgischen Landesregierung zusammenhänge, sagte Warnick und nannte dazu die Stichworte Flughafen und Braunkohlenpolitik.

Die erste Kommune, in der die Stimmen für die Gemeindevertretung fertig ausgezählt wurden, ist Groß Kreutz (Havel). Auch dort gewinnt die CDU mit einem Wähleranteil von 46,2 Prozent, fast 20 Prozent mehr als 2008. Auf Platz zwei landete die SPD mit 21,8 Prozent, die Linke verbuchte einen Stimmenanteil von 11,5 Prozent.

König regiert in Bensdorf weiter, Bensdorf– In Bensdorf ist der alte Bürgermeister der neue: Bernd König ließ mit 347 Stimmen die jungen Gegenkandidaten Mike Petzold (92) und André Wlodarski (88) hinter sich. „Ich denke, dass unser eingeschlagene geradlinige Weg der richtige ist“, so König. Im Gemeinderat sind die von ihm angeführten Bürger und Bauern (FBB) mit fünf Sitzen nun stärkste Kraft. Nach König (393) holten Ekhard Wolter (172), Thomas Kinsky (62), Katrin Menke (52) und Bernd Xenodochius 51 Stimmen. Die Linke ist durch Bärbel Merx (122) vertreten, „Für Bensdorf“ mit Petzold (136) und Fred Bärmann (73), die neue Unabhängige Wählergruppe Bensdorf mit Herbert Rost (64) und Wlodarski (61). 

Rosenauer wollen Geelhaar nicht, Der Mehrheit der Rosenauer Wähler will Rolf Geelhaar nicht länger als Bürgermeister. Während er 226 Ja-Stimmen bekam, gab es 231 Nein. Vor allem in Rogäsen und Viesen. „Ein kleiner Schock und für mich unverständlich, denn ich habe viel Zeit investiert und Fortschritte erreicht“, so Geelhaar, der den Eindruck habe, dass gegen seine Person gearbeitet worden sei. Den Bürgermeister wählt nun der Gemeinderat: Hans-Joachim Probst (164) für die CDU; Mathias Busse (100), Silvio Mehlhaase (91) und Petra Schulze (65) FBB; Geelhaar (124), Horst Oltmanns (83), Simone Müller (55) „Wir“; Stefan Krauße (89), Alfred Knoblauch (78) Feuerwehr und Christina Wartenberg (164). na

HH/CK/KW/stl/jst/na

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