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Kommune will Teile der S-Bahntrasse kaufen

Deutsche Bahn gibt Flächen frei Kommune will Teile der S-Bahntrasse kaufen

Die Kommunen der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sind ihrem Ziel, eines Tages den kompletten S-Bahn-Ringschluss herzustellen, einen kleinen Schritt näher gekommen. Wie Kleinmachnows Bürgermeister mitteilte, ist die Deutsche Bahn bereit, Teile der früheren S-Bahntrasse an die Kommunen zu verkaufen.

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Derzeit hat in der boomenden TKS-Region nur Teltow einen S-Bahnanschluss.

Quelle: Dietmar Horn

Kleinmachnow. – Den vollständigen S-Bahn-Ringschluss hat die Region TKS (Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf) neben der Bemühungen um eine Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf nie ganz aufgegeben – und mit der neuesten Entwicklung sind die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden ihrem Ziel auch ein kleines Stück näher gekommen. Um sicher zu stellen, dass die noch bestehende Bahntrasse der ehemaligen „Friedhofsbahn“ von Wannsee über Dreilinden nach Stahnsdorf nicht bebaut oder anders genutzt wird, wurde der Deutschen Bahn (DB) ein Kaufangebot für die Strecke unterbreitet: Einen Euro pro Quadratmeter waren Kleinmachnow und Stahnsdorf bereit zu zahlen – aber nur, wenn die Bahn sich selber um die Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal kümmern würde, deren Instandshaltungskosten mehr als eine halbe Million Euro gekostet hätten.

Nun konnte Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) seinen Gemeindevertretern verkünden, dass die Deutsche Bahn sich tatsächlich dazu bereit erklärt habe, die Flächen zum vorgeschlagenen Preis zu verkaufen und die Brücke selbst abzureißen, was der Bahn Kosten in Höhe von rund 400 000 Euro verursachen würde. Grubert erklärte dazu: „Selbst wenn die Bahn wieder ausgebaut werden könnte, wäre die Brücke jetzt für die Schifffahrt auf dem Teltowkanal zu niedrig.“ Der nächste Schritt besteht nun darin, dass die Deutsche Bahn die entsprechenden Verträge für den Verkauf der Strecke aufsetzt.

Friedhofsbahn

Die „Friedhofsbahn“ wurde am 2. Juni 1913 eröffnet und führte eingleisig vom Bahnhof Berlin-Wannsee durch die Parforceheide, hatte bei Dreilinden ihren einzigen Zwischenhalt, um schließlich in Stahnsdorf zu enden. So wurde – auf Kosten der Kirche – der Südwestfriedhof in Stahnsdorf an Berlin angebunden, Trauergäste, Güter und auch Särge mit Verstorbenen konnten transportiert werden.

Ab Juli 1928, nachdem die Strecke elektrifiziert worden war, fuhren hier auch normale S-Bahnen. Mit dem Bau der Berliner Mauer wurde der S-Bahnverkehr am 13. August 1961 eingestellt. Obwohl der deutsch-deutsche Einigungsvertrag vorsieht, dass „Bahnstrecken, die durch den Mauerbau unterbrochen wurden, wieder hergestellt werden“, gibt es für die Wiedereröffnung der Friedhofsbahn bisher keine konkreten Pläne.

Der Kleinmachnower Bürgermeister ist glücklich, dass seine Gemeinde demnächst im Besitz über 26 900 Quadratmeter ehemaliger S-Bahn-Trasse sein wird: „Wir sind sehr froh, dass wir die Zukunftsvision, Kleinmachnow an die S-Bahn anzuschließen, am Leben erhalten haben.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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