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Kommunen fordern bessere Bahn-Anbindung

RE 7 und RB 33 Kommunen fordern bessere Bahn-Anbindung

Zu den Stoßzeiten morgens und abends muss der Regionalexpress 7 im 30- statt 60-Minuten-Takt fahren. Das fordern sieben Kommunen zwischen Nuthetal und dem Hohen Fläming. Deren Verwaltungschefs unterzeichnen das Positionspapier am Wochenende am Rande einer exklusiven Veranstaltung in Borkheide.

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Einsatz für bessere Zugverbindungen. Tobias Paul (CDU) aus Bad Belzig gab den Anstoß für die interkommunale Zusammenarbeit gegenüber des Landesregierung Brandenburg.

Quelle: René Gaffron

Borkheide. Von Nuthetal bis in den Hohen Fläming besteht Einigkeit. Die Angebote des öffentlichen Schienennahverkehrs müssen dringend verbessert werden. Taktverdichtungen zu den Stoßzeiten und die Umsetzung weiterer Vorschläge für Linien- und Fahrpläne sind das gemeinsame Anliegen von nicht weniger als sieben Amtsdirektoren und Bürgermeistern aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Ein entsprechendes Positionspapier werden Roland Leisegang (parteilos), Bürgermeister in Bad Belzig; Lars Nissen, amtierender Verwaltungschef des Amtes Brück; Reinhard Mirbach (CDU), Bürgermeister von Michendorf, Thomas Hemmerling, Amtsdirektor in Niemegk; Ute Hustig (die Linke), Bürgermeisterin der Gemeinde Nuthetal; Michael Knape, (parteilos), Bürgermeister von Treuenbrietzen und Marco Beckendorf (die Linke) als Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark am Sonnabend Vormittag unterzeichnen. Die passende Kulisse wird die anlässlich der 80-Jahr-Feier in Borkheide geplante Taufe eines Talentzuges auf eben den Namen des Ortes allemal bieten.

Vorausgegangen sind langwierige Abstimmungen unter den Rathauschefs. Den eigentlichen Impuls hat indes Tobias Paul (CDU) gegeben und einen großen Teil der interkommunalen Abstimmung koordiniert. Der 26-Jährige ist hauptberuflich Lehramtsstudent in Potsdam und pendelt regelmäßig zwischen Studienort sowie Heimat . „Ärger von Reisenden über überfüllte Züge oder von Touristen, die nicht hinreichend Fahrräder mitnehmen können. kenne ich gut“, sagt er.

Als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Bad Belzig hat er bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass die Bevölkerungsentwicklung weniger negativ als prognostiziert verläuft und gemahnt, dass die Angebote der beiden Bahnlinien, mit denen der Südwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark erschlossen wird, nicht mehr dem Bedarf entsprechen. Dieser sollte zuerst einmal ehrlich ermittelt werden, wie es im Forderungskatalog heißt.

Zuwachs dank Zuverlässigkeit

Die Regionalexpresslinie 7 verkehrt derzeit werktags stündlich von 3.45 bis Mitternacht zwischen Bad Belzig und Berlin, dazu gibt es einen Entlastungszug 6.18 Uhr in die Hauptstadt. Die Regionalbahnlinie 33 verkehrt werktags von 6 bis 21 Uhr von Jüterbog via Treuenbbrietzen/Beelitz-Stadt nach Berlin-Wannsee.

Binnen fünf Jahren hat sich die Zahl der Einstige am Fläming-Bahnhof Bad Belzig von 1000 auf 1300 pro Tag erhöht.

Die Attraktivität der RE-7, die es binnen einer Stunde von der Kur- und Kreisstadt zum Berliner Hauptbahnhof schafft, wächst. Denn eine 95-prozentige Einhaltung des Fahrplans bedeutet Zuverlässigkeit für die Berufspendler

Vor allem geht es um den Ausbau der derzeit stündlichen Taktfrequenz zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr zum 30-Minuten-Takt ab Bad Belzig und zurück. Davon würden mithin die Kommunen mit erhöhtem Beförderungsbedarf ab Michendorf profitieren. Des weiteren wird auf die Einführung des Halbstundentakts zu Stoßzeiten an Wochenenden, insbesondere sonntags, 16 bis 19 Uhr, nach Berlin, gedrungen. Weiter geht es um den Erhalt des stündlichen Takts ab Wiesenburg und Medewitz in beide Richtungen sowie die effektivere Verzahnung mit den Regionalexpresslinien von Dessau nach Leipzig und Magdeburg.

Für die Regionalbahn 33 wird die Umleitung von Beelitz-Stadt über Ferch-Lienewitz und Caputh-Schwielowsee nach Potsdam-Hauptbahnof und Berlin-Wannsee vorgeschlagen. Die dann nicht bedienten Halte Michendorf, Wilhelmshorst, Potsdam-Rehbrücke und Medienstadt Babelsberg würden vom verdichteten RE-7-Angebot profitieren. Nicht zuletzt ist es der Wunsch rund um Treuenbrietzen, dass der Freitag- und Samstag-Fahrplan über 23 Uhr hinaus ausgedehnt werden sollte.

Dazu kommt eine Reihe von alternativen und ergänzenden Überlegungen, die bedacht werden sollten. „Mit der Einführung des Plus-Busses zwischen Bad Belzig und Treuenbrietzen ist das Amt Niemegk so dicht an die Bahnhöfe dort herangerückt, dass es ebenfalls als Anrainer-Kommune zu zählen ist“, schätzt Tobias Paul ein.

Das Positionspapier wird nun an die Landesregierung Brandenburg weite gereicht. Gleichwohl es zunächst aus Forderungen besteht, sei schon in Abstimmung mit Sachverständigen entstanden und könne nicht schlicht vom Tisch gewischt werden, sind sich die Verfasser sicher. Dieser Tage beginnt ohnehin die Auslegung des märkischen Nahverkehrsplanes für 2018 bis 2022. Die Belange der Kommunen entlang der RE-/- und RB-33-Linie liegen damit schon einmal auf der Hand.

Von René Gaffron

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