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Kompromiss zur Neuen Hakeburg

Kleinmachnow Kompromiss zur Neuen Hakeburg

Vor der politischen Sommerpause hat sich der Kleinmachnower Gemeinderat über die verträgliche Wohnbebauung an der Neuen Hakeburg geeinigt. Kleinere, gestaffelte Häuser können neben dem denkmalgeschützten Wahrzeichen entstehen.

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Hakeburg in Zukunft: Private Wohnungen in der Burg und daneben, aber der Burghof bleibt öffentlich.

Quelle: Martin Steger

Kleinmachnow. Lange wird über die Zukunftsaussichten der Neuen Hakeburg diskutiert und geschrieben. Jetzt ist der Weg zumindest von Seiten der Gemeinde und ihres gewählten Rates frei für die Sanierung der Burg und die Errichtung von Wohngebäuden westlich des Wahrzeichens. Denn in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben sich die Gemeindevertreter auf einen Kompromiss geeinigt und mehrheitlich der nötigen Änderung des Aufstellungsbeschlusses aus dem Jahr 2012 zugestimmt. Er ist Grundlage für einen späteren Bebauungsplan.

Die Einigung basiert auf weiteren Abstrichen der vom Eigentümer Nicolas Tommasini nach mehrmonatigen Verhandlungen mit den Kleinmachnowern und drei vorgelegten Entwürfen gewünschten Parameter besonders für die Neubauten. Die BIK-Fraktion mit Katharina Storch und Roland Templin sowie die Grüne Barbara Sahlmann stimmten wegen besagter Neubauten dagegen: Sanierung Hakeburg „ja“, aber keine zusätzlichen Bauten, forderten sie.

Mit der Änderung des alten Beschlusses, der ursprünglich Hotel in der Burg und Boardinghaus daneben vorsah, gibt es nun grünes Licht für ein Wohngebiet auf dem Seeberg. Erst nachdem die Instandsetzung von Außenwänden und Dächern der denkmalgeschützten Burganlage abgeschlossen ist, dürfen Neubauten auf einem Baufenster von 18 mal 60 Quadratmetern entstehen. Festgeschrieben ist eine „offene Bauweise“ mit horizontal gestaffelten Baukörpern; d.h. mit Vor- und Rücksprüngen, so dass „kein langer Riegel“ entlang der Platanenallee entsteht. Die Höhe der Gebäude darf maximal 12 Meter betragen – orientiert an der Traufhöhe des Hauptdaches der Burg. Die Geschossfläche wird auf maximal 2500 Quadratmeter festgelegt. Tommasini wollte 2900 bis 3000, die Gemeinde ging bis 2750 Quadratmeter mit. Auch die Tiefgarage hat das Baufenster nicht zu überschreiten. Auf Swimmingpool, Schuppen und andere Nebengebäude muss verzichtet werden. Der Burghof soll für die Öffentlichkeit täglich zwischen 8 und 20 Uhr durchquerbar sein. Maximal an vier Tagen im Jahr darf er für eigene Mieterveranstaltungen geschlossen werden.

Bürgermeister Michael Grubert (SPD) „freute sich über den Kompromiss“ und sagte, dass es nun möglich ist, noch in diesem Jahr den B-Planentwurf auszulegen.

Workshopverfahren

Die Wohnbebauung neben der Neuen Hakeburg (erbaut 1906-1908) soll in einem Workshopverfahren mit fünf Architekturbüros beraten werden.

Laut Beschluss dürfen die Neubauten auf dem Seeberg später nicht dominieren. Sie müssen eine „verträgliche Architektursprache“ für das denkmalgeschützte Ensemble haben.

Entgegen den Vorstellungen des Investors, nur die „wichtigsten Fraktionen“ einzubeziehen, sollen auch die Kleinen dabei sein. Das Workshopverfahren soll bis 15. Oktober 2016 beendet sein.

Von Claudia Krause

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