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„Konzert in Werder ist lange überfällig“

Erstmals in der Heilig Geist Kirche „Konzert in Werder ist lange überfällig“

Gunther Emmerlich gibt am 29. August erstmals ein festliches Konzert in Werder. Der Sänger und Entertainer freut sich auf eine Veranstaltung, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Der 70-Jährige denkt noch lange nicht ans Aufhören, denn er lebt seinen Beruf und hofft, dass auch in Werder der Funke schnell zum Publikum überspringt.

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Gunther Emmerlich gastiert am 29. August in Werder.

Quelle: Christel Köster

Werder.  

MAZ: Sie haben in unzähligen Ländern der Welt, vor dem König in Oslo und in der Carnegie Hall in New York gesungen. Warum jetzt am 29. August ein festliches Konzert in der Heilig Geist Kirche Werder?

Gunther Emmerlich: Eigentlich stelle ich mir selbst die Frage, warum erst jetzt? Schließlich fühle ich mich als Weinbotschafter des Anbaugebietes Saale-Unstrut schon seit langem mit der Stadt Werder und ihrem Weinanbaugebiet verbunden. Es gehört nämlich geografisch zum Qualitätsweinanbaugebiet Saale-Unstrut. Das Konzert ist also lange überfällig. Und Auftritte in Kirchen wie die in Werder mag ich besonders. Und ich verspreche, es wird unter dem Dach des Gotteshauses auch der Humor nicht zu kurz kommen.

Wie das, wenn sie Arien aus Werken unter anderen von Johann Sebastian Bach, Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy singen?

Emmerlich: Das Programm ist mit Bekanntem und erlesenem Unbekannten abwechslungsreich gemischt. Dazu gibt es Interessantes und Wissenswertes aus mehreren Jahrhunderten Musikgeschichte. Und das sehr unterhaltsam verpackt. Ich finde sowieso, dass viele Veranstaltungen in den Kirchen zu traurig sind. Das ist meine Meinung. Und das ich eine habe, dafür bin ich bekannt. Aber als Klugscheißer der Nation will ich dennoch nicht verstanden wissen.

Wo wollen Sie als Nächstes unbedingt auftreten?

Emmerlich: Es gibt keine Wunschliste. Ich hetze nicht dem Erfolg hinterher. Auch das Konzert in der Carnegie Hall in New York stand nie auf dem Plan, es hat sich ergeben, weil eins zum anderen kam.

Im vergangenen Jahr sind sie 70 Jahre geworden, werden als Moderator des Dresdner Opernballs geschätzt und haben gerade bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld überzeugt. Wann beginnt eigentlich ihr entspanntes Rentnerleben?

Emmerlich: Ich lebe meinen Beruf, ich liebe neue Herausfordertungen und lasse mir von der Sozialversicherung nicht vorschreiben, wann ich in Rente gehe. Von Ruhestand also keine Spur, dafür befinde ich mich viel zu sehr im Unruhestand, der mich keineswegs stört.

Im vergangenen Jahr hat sich ihre Frau nach 35 Ehejahren von ihnen getrennt. Leben sie inzwischen wieder unter einem Dach?

Emmerlich: Nein, das hätten Sie erfahren.

Vieles aus ihrer 50jährigen Karriere wurde schon gesehen, veröffentlicht und gehört. Was gibt es Neues vom Sänger und Moderator aus Dresden?

Emmerlich: Was bisher fehlte, gibt es jetzt in meinem neuen Programm. Ein Event, so bunt wie mein Leben, musikalisch, heiter und spannend. Ich setze mein kleines Leben ins Verhältnis zur großen Welt. Es ist meine musikalische Zeitreise, pointiert, heiter, lakonisch mit witzigen Bezügen, Geschichten und Anekdoten zum eigenen Leben. Und wie immer spüren meine Gäste auch bei diesem Programm, wieviel Spaß mir die Aufführungen machen. Ohne Leidenschaft kann ich nicht überzeugen. Ich wünsche mir, dass auch in Werder der Funke überspringt.

Interview: Regine Greiner

Von Regine Greiner

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