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Konzerte aus dem Festjahr kommen wieder

Werder Konzerte aus dem Festjahr kommen wieder

Eine aufregende, anstrengende und vor allem erfolgreiche Zeit liegt hinter den Werderanern. Mit viel Engagement und Herzblut haben sie das Festjahr zum 700. Geburtstag der Stadt gestaltet. Einige Veranstaltungen finden in diesem Jahr und vielleicht auch in den kommenden ihren Fortgang. Auch das beliebte Jazz-Festival „Werder klingt“ kehrt zurück.

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Das Musikfestival „Werder klingt“ wird in diesem Jahr im Scala Kulturpalast fortgeführt.

Quelle: Franziska Appelt

Werder. Eine logistische Meisterleistung war der Festumzug mit 52 Szenen aus der Historie Werders zweifellos. Mehr als 600 Teilnehmer zogen an einem Julisonntag durch die Straßen, dazu einige Pferde, Hunde und jede Menge Requisiten. 400 Kostüme wurden selbst genäht oder ausgeliehen. Da ist es schon eine positive Überraschung, dass unterm Strich bei der Kostümrückgabe einzig eine Schwesternhaube fehlte. Eine frisch gedruckte Broschüre mit Fotos zu jedem Zeitabschnitt lässt die Stadt dieser Tage allen Beteiligten des Festumzugs zukommen – als Erinnerung und vor allem als Dank. „Das ist Ehrenamt ist seiner ureigensten Form“, sagte Christian Große (CDU), 1. Beigeordneter, am Dienstag beim Pressegespräch zur Festjahr-Bilanz. Damit meinte er nicht nur den Festumzug, denn im Grunde wirkten an jeder der mehr als 40 Veranstaltungen Freiwillige im Hintergrund mit.

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700 Jahre wird man nicht alle Tage. Eine kleine Auswahl an Bildern zeigt, wie die Werderaner und Freunde der Blütenstadt den runden Geburtstag gefeiert haben.

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Allen voran nannte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) das Festkomitee, ohne das diese breit aufgestellte 700-Jahr-Feier nicht möglich gewesen wäre. „Was da geleistet wurde, ist ein ganz klares Zeugnis von Heimatliebe“, sagte die Stadtchefin. Unter anderem im Komitee engagierten sich Baldur Martin, Walter Kassin, Klaus-Peter Meißner, Klaus Froh, Katrin Schneider und Gerhard Opitz. „Die geballte Kompetenz Werders“, so Manuela Saß. Einmal im Monat tagte das Komitee für zwei bis drei Stunden. Aber auch die Verwaltung sei in vielen Bereichen wie Kämmerei, Ordnungsamt, Tourismus, Marketing und Technik neben den normalen Aufgaben eingespannt worden. „Dass viele nicht wussten, was auf sie zukommt, war vielleicht gut so. Es war schon ein enormer Kraftakt“, resümiert Ortschronist Baldur Martin.

Festwochenende war das Highlight für die meisten

250 000 Euro standen für das Festjahr zur Verfügung und wurden punktgenau genutzt, wie Christian Große berichtete. Zusammengerechnet kamen etwa 25 000 Besucher zu den Veranstaltungen. Diese Zahl ist keine Selbstverständlichkeit: „Wir waren überrascht, wie groß der Zuspruch bei manchen Veranstaltungen war“, so der Vize-Bürgermeister. Als Beispiel nannte er die Kreisvolkshochschulkurse „Historisches Werder“.

Für die Bürgermeisterin, die Verwaltung und die meisten Werderaner sei das Festwochenende im Juli das Highlight gewesen. Bunter und aufwendigster Punkt neben der Festsitzung der Stadtverordneten, bei der Alt-Bürgermeister Werner Große (CDU) zum Ehrenbürger wurde, dem Festempfang und dem Ehrenamtstag war natürlich der Festumzug. Im Februar will sich die Stadt mit einer Veranstaltung auf der Bismarckhöhe bei den Mitwirkenden bedanken. Wie einmalig das Ereignis war, zeigt das große Interesse an den DVDs zum Festumzug: 200 Stück sind bereits verkauft, so dass nun nachgeordert werden muss. Klaus-Peter Meißner zufolge sei es wichtig, das Interesse an Heimatgeschichte in die Herzen und Köpfe der jüngeren Generationen zu integrieren – auch in Hinblick auf die Gestaltung der 750-Jahr-Feier.

Rosenmontagsball, Jazz-Festival und Filmorchester kommen wieder

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass einige erfolgreiche Veranstaltungen aus dem Festjahr in den nächsten Monaten ihren Fortgang finden. Das trifft beispielsweise auf den gemeinsamen Rosenmontagsball aller Werderaner Karnevalsvereine zu. „Sogar das haben wir geschafft: Vereine, die vorher nicht so gut miteinander konnten, haben zusammen gefeiert“, sagte Christian Große. Zum zweiten Mal wird vom 9. bis 11. März das Jazz-Festival „Werder klingt“ im Scala Kulturpalast stattfinden. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Unter dem Motto „Klassik im Film“ tritt das Filmorchester Babelsberg am 24. März ein weiteres Mal in der Bismarckhöhe auf. Diese wird zudem erstmals Station der Brandenburgischen Sommerkonzerte.

Eine Veranstaltung, die weniger Zuspruch als erhofft gefunden hat, war die Neuauflage der Werderaner Wirtschaftstage. Deshalb sei das Konzept noch einmal durchgesprochen worden, um für dieses Jahr unter dem Titel „Wirtschaft trifft Schule“ einen neuen Versuch zu starten, erklärte Christian Große.

Besucher-Ranking

12 000 Besucher kamen zu den Veranstaltungen des Festwochenendes am 15. und 16. Juni nach Werder. In der Statistik sind diese beiden Tage mit Abstand Spitzenreiter.

Mit 2000 Gästen folgt auf dem zweiten Rang das Shanty-Chor-Festival am 18. Juni. Auf dem dritten Platz liegen die Filmvorführungen zum historischen Werder am 8. und 9. September. 800 Menschen kamen in den Scala Kulturpalast.

Auch das Musikfestival „Werder klingt“, initiiert vom Jazz-Musiker Thomas Walter Maria, war mit 600 Besuchern vom 10. und 12. März sehr erfolgreich.

Beim Gratulationskonzert der Kreismusikschule im Juni waren 450 Plätze besetzt und beim Festkonzert des Deutschen Filmorchesters im Januar waren es 400.

Von Luise Fröhlich

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