Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Kosten für Straßenbau explodieren

Grabow Kosten für Straßenbau explodieren

In Grabow erleben die Gemeindevertreter nun eine teure Überraschung. Die Kosten für die Sanierung der Straße rund um die Kirche explodieren auf mehr als das Doppelte. Ihr nun um das 14-Fache höherer Eigenanteil setzt die Gemeinde Mühlenfließ unter Druck. Sie billigte die Mehrkosten, fordert jedoch eine neue Prioritätenliste für künftige Straßenprojekte.

Voriger Artikel
Seniorin überschlägt sich auf der Autobahn
Nächster Artikel
Landjugend läutet Kreiserntefest ein

Die Baukosten zur Sanierung der maroden Straße Am Park in Grabow sind von 120 000 Euro auf 276 000 Euro explodiert.

Quelle: Thomas Wachs

Grabow. Mehr als doppelt so viel wie ursprünglich geplant, wird die Sanierung der Straße Am Park rund um die Dorfkirche in Grabow kosten. Das erklärte der stellvertretende Niemegker Amtsdirektor und Bauamtsleiter, Thomas Griesbach, jetzt in der Sitzung der Gemeindevertreter von Mühlenfließ. Wegen der Kosten-Explosion musste eine Eilentscheidung her. Denn auch der Eigenanteil der Gemeinde erhöht sich drastisch.

Ausbau war lange gefordert worden

Der Beschluss zur Sanierung der Straße Am Park war bereits im März gefällt und lange gefordert worden. Damals ging die Gemeinde von Gesamtbaukosten in Höhe von circa 120 000 Euro aus. Ein Fördermittelantrag wurde auf Basis der Schätzungen von 2015 gestellt. 105 400 Euro wurden bewilligt. Die anschließende Baugrunduntersuchung ergab dann Erschreckendes: 276 000 Euro soll das Projekt nun insgesamt kosten. „Der Unterbau muss komplett ausgewechselt werden“, erklärte Griesbach zu den Mehrkosten.

Die Betonplatten der Straße werfen Gefahrenstellen und der Unterbau Mehrkosten  auf

Die Betonplatten der Straße werfen Gefahrenstellen und der Unterbau Mehrkosten auf.

Quelle: Thomas Wachs

Der Fördermittelgeber lässt nun jedoch nicht mehr mit sich verhandeln, fordert bei einem Rückzieher der Gemeinde gar Zinsen ein. Die ohnehin klamme Gemeinde muss nun statt der geplanten 12 000 Euro mehr als 170 000 Euro selbst aufbringen. Auch über eine sinnvolle Kürzung der Arbeiten habe man nachgedacht, erklärte Griesbach. Bei einer neuen Planung würde jedoch der Förderzweck, nämlich die effektive Lärmminderung im Ort, nicht mehr erfüllt. „Die Maßnahme gar nicht durchzuführen, wäre fahrlässig“, sagte Griesbach. Die Gemeindevertreter entschieden sich nach einer kontroversen Diskussion deshalb einstimmig für die Bewilligung des Projektes.

Sanierung des Niemegker Wegs zurückgestellt

Die überraschenden Mehrkosten lösten in der Sitzung eine grundsätzliche Diskussion zum Vorgehen bei weiteren Straßensanierungen in der Gemeinde aus. „Ich bin ja dafür, dass die Straßen ordentlich gemacht werden“, sagte Lutz Keil (FBB) aus Nichel. „Mir erschließt sich aber nicht, wie wir das als Gemeinde je bezahlen können.“ Er schlug deshalb vor, eine neue Prioritätenliste zu erarbeiten. Das Gremium stimmte dem Vorschlag mehrheitlich zu und verwies gleichzeitig den Beschluss zur Sanierung des Niemegker Wegs in Grabow zurück.

Ohne Gegenstimmen beschlossen wurde hingegen die Erneuerung der Straße zum Sportplatz in Schlalach. Für die laut bisherigem Plan 112 000 Euro teure Sanierung möchte die Gemeinde einen Förderantrag beim Leader-Programm stellen. „Um eine Förderung zu erhalten, muss der Beschluss vorliegen“, erklärte Griesbach. Mit der Kostenschätzung und Vermessung vor Ort sei bereits begonnen worden. Der Antrag muss bis zum 10. Oktober bei der Lokalen Aktionsgruppe eingereicht werden und soll eine 75-prozentige Förderung der Baumaßnahme erwirken. Neben 11 200 Euro Anliegerbeiträgen muss die Gemeinde die Restkosten von 25 200 Euro selbst leisten.

Von Victoria Barnack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg