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Potsdam-Mittelmark Kunst aus dem Kiez
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00:35 25.09.2015
Marion Storm gründete den Künstlerstammtisch „Apfelblau“ Quelle: Heinz Helwig
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Stahnsdorf

15 Künstler unterschiedlicher Genres aus der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, aber auch aus Potsdam, Caputh und Berlin, treffen sich einmal im Monat in Stahnsdorf zu ihrem Künstlerstammtisch „Apfelblau“. Marion Storm hat diese lose Gemeinschaft zusammengebracht. Die Stahnsdorferin ist zwar selbst keine Künstlerin, kennt aber viele in dieser Szene und umgibt sich gern mit schöpferischen Dingen: „Ich wollte nicht nur Maler oder Bildhauer für sich, sondern auch Fotografen, Autoren oder Musiker an einen Tisch holen“, sagt sie. Die Künstler sollen sich untereinander kennenlernen und sich gegenseitig unterstützen.

Ausstellungen zeigen immer wieder, dass solch eine Symbiose funktionieren kann. Vernissagen oder Finissagen werden meist mit kleinen musikalischen Programmen umrahmt. „Der Maler oder Bildhauer liest eine Geschichte eines Autors und überlegt, wie er das Thema vielleicht bildhaft umsetzen kann. Der Autor betrachtet ein Bild oder eine Skulptur und denkt über eine Geschichte darüber nach“, gibt die Kunstliebhaberin ein praktisches Beispiel für die Stammtischphilosophie. Auf der jüngsten Kunstmeile in Stahnsdorf erlebte Storm, wie ein Saxophonist die Farben eines Bildes in seine Improvisation aufnahm.

In den monatlichen „Apfelblau“-Treffen werden Veranstaltungen wie die Kunstmeile ausgewertet, Auftritte in der Öffentlichkeit mit Ausstellungen oder Konzerten besprochen oder Aktionen diskutiert. Derzeit bereiten sich einige der „Apfelblauen“ auf den 7. Kunstsonntag in Teltow am 1. November vor. Meist enden die Zusammenkünfte mit einem kleinen Gitarrenständchen zweier Stammtischmitglieder. Beim Tag der offenen Tür der Teltower Akademie 2. Lebenshälfte im August hatten sich die Künstler erstmals als Gemeinschaft der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Mai 2016 soll in einer Halle auf der Berliner Seite des Teltowkanals eine Gemeinschaftsausstellung unter dem Motto „Kunst in der Kolonie“ gezeigt werden.

Der Name „Apfelblau“ ist bewusst gewählt. Den klassisch grünen Apfel wollte der Stammtisch nicht. „Wir sind doch kein Bioladen.“ Der Apfel soll für kreative Fruchtbarkeit der Gruppe stehen. Das Blau wiederum ist wesentlicher Bestandteil der darstellenden Kunst. So war die „Blaue Periode“ eine wichtige Episode im Schaffen Pablo Picassos. Als „Blauer Reiter“ ist ein Zusammenschluss von Malern des Expressionismus in die Geschichte eingegangen. Es gab fast 30 Vorschläge für eine Benennung der Gemeinschaft.

Neues Projekt in Sicht

Marion Storm betrieb Ende der 1990-er Jahre zuerst einen Teeladen in Teltow, später das „Café im Garten“ in Stahnsdorf. Dort organisierte sie alle zwei Monate eine Ausstellung.

Ein neues Projekt bereitet die Stahnsdorferin mit der Teltower Künstlerin Frauke Schmidt-Theilig vor. Demnächst soll im Teltower Mattausch-Haus, in dem Schmidt-Theilig ihr Atelier eingerichtet hat, monatlich ein Literaturabend unter dem Motto „Lyrik oder Literatur“ stattfinden.

Kontakt zu den „Apfelblauen“ können interessierte Künstler über Marion Storm unter Telefon 0173/8 38 69 07 aufnehmen.

Von Heinz Helwig

Bis Jahresende soll der Gehweg an der Zitzer Ortsdurchfahrt fertig sein. Die alten DDR-Betonplatten werden auf beiden Seiten durch graues Betonsteinpflaster ersetzt. Das Projekt war wegen der Gestaltung der Zufahrten anfangs nicht unumstritten. Begonnen wurde im Bereich der Bushaltestelle, der besonders marode war.

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