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Potsdam-Mittelmark Kreis muss Ausländerbehörde ausbauen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreis muss Ausländerbehörde ausbauen
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19:46 11.03.2016
Schlange stehen vor der Behörde – der Landkreis Potsdam-Mittelmark will die Räumlichkeiten künftig ausbauen. Quelle: dpa
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Werder

Lange Schlangen am frühen Morgen vor der Ausländerbehörde des Kreises im Gutshof Werder haben in den vergangenen Wochen Flüchtlinge, Helfer und Anwohner verärgert. Inzwischen ist nach Aussagen des Kreissprechers Kai-Uwe Schwinzert und von Anwohnern und Geschäftsinhabern im Gutshof die Lage entspannter. „Derzeit ist der Andrang so, dass alle Besucher der Behörde bedient werden können“, sagt Schwinzert. Zusätzlich ist der Mittwoch als Sprechtag als Sprechtag zur Abholung von Unterlagen eingerichtet worden.

Der Zustrom von Flüchtlingen insbesondere zum Jahresende ist laut Schwinzert für den Kreis nicht vorhersehbar gewesen. „Angekündigt waren 750 Asylbewerber, die Prognosen wurden dreimal auf über 2900 erhöht“, sagt Schwinzert. Der Kreis habe reagiert und im Wartebereich die Zahl der Plätze auf 50 und die Zahl der Mitarbeiter um zwei auf sieben erhöht. Gegenwärtig könne ein Mitarbeiter bis zu 25 Fälle am Tag bearbeiten. „Dennoch stellt sich der Kreis auf anwachsende Asylbewerberzahlen ein“, sagt Schwinzert. „Weil die räumlichen Kapazitäten im Gutshof Werder ausgeschöpft sind, prüft der Kreis in Teltow mittelfristig eine Zweigstelle der Ausländerbehörde einzurichten.“ Auch die Einrichtung eines Empfangs in der Behörde ist im Gespräch.

„Viele Flüchtlinge kommen nach der Zuweisung in das entsprechende Heim gleich am nächsten Tag in die Behörde nach Werder und wollen wissen, ob ihr Asylantrag bearbeitet ist, dabei liegen im Gutshof in Werder die Unterlagen noch gar nicht vor“, sagt Schwinzert. Solche Klärungen könnten künftig schon am Empfang erledigt werden, damit Kundenstaus insbesondere am Morgen gar nicht erst weiter wachsen.

Die Unterkünfte für die Kunden der Ausländerbehörde sind mittlerweile fast über den gesamten Landkreis verteilt. „Dennoch ist ein Erscheinen am Vortag mit Übernachtung vor dem Objekt keinesfalls erforderlich“, sagt Schwinzert. Es könne jedoch nicht verhindert werden, dass sich Asylbewerber davon – selbst bei direkter Ansprache und Information – nicht abhalten lassen. Deshalb stehe die Ausländerbehörde auch im Kontakt mit dem Fachbereich für Soziales der Kreisverwaltung und den Heimkoordinatoren der Unterkünfte, um die Flüchtlinge über unnötige Aktionen aufzuklären.

Damit die Aktenberge in der Ausländerbehörde schneller abgearbeitet werden können, hat sich der Kreis Unterstützung aus anderen Fachbereichen der Kreisverwaltung organisiert. „Dadurch verbleibt die maßgebliche ausländerbehördliche Entscheidungsarbeit zwar bei den Sachbearbeitern, doch ein Großteil Vorarbeit ist schon erledigt.“

Von Regine Greiner

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