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Potsdam-Mittelmark Kreis schließt zehnte Bildungspartnerschaft
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreis schließt zehnte Bildungspartnerschaft
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20:22 20.10.2017
Bildungspartner und -träger trafen sich erstmals zum „Forum Lebenslanges Lernen“in Bad Belzig. Quelle: Andrea Metzler
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Bad Belzig

Volkshochschule, Industrie- und Handelskammer sowie zahlreiche Kommunen sind bereits Bildungspartner des Kreises Potsdam-Mittelmark. Mit der Teilnahme am bundesweiten Förderprogramm „Bildung integriert“ hatte er sich 2015 einem besseren Bildungsangebot in der Region verschrieben. Die verschiedenen Partner untereinander zu knüpfen, soll zu einem besseren Austausch und schließlich einem breiten Angebot für lernwillige Bürger allen Alters führen.

„Größerer Austausch bedeutet auch mehr Transparenz für die Arbeit, die der Kreis für die Bildung leistet“, erklärt Sabine Süß. Sie leitet die Koordinierungsstelle des Netzwerks Stiftungen und Bildung, dem inzwischen zehnten Kooperationspartner des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Netzwerk stellt Kontakte zu Stiftungen als Förderpartner her

„Schon vor der Vertragsunterzeichnung am Donnerstag haben wir zusammengearbeitet“, berichtet Mariana Siggel, Fachdienstleiterin im zuständigen Bereich Sozialcontrolling. Das Netzwerk stellt Kontakte zu Stiftungen als Förderpartnern in ganz Deutschland her.

„Wir könnten zum Beispiel die Handwerkskammer als Partner des Kreises mit passenden Stiftungen zusammenbringen“, erklärt Süß. Der Kreis und die Kommunen müssten sich dann keine Sorgen mehr um die Finanzierung neuer, regionaler Projekte machen. „Uns ist es wichtig, dass die Menschen verstehen, dass Bildung mehr ist als nur Schule“, sagt die Koordinierungsstellenleiterin.

Sabine Süß vom Netzwerk Stiftungen und Bildungen unterzeichnete am Donnerstag mit Potsdam-Mittelmarks Sozialdezernten Thomas Schulz den Vertrag der neuen Bildungspartnerschaft. Quelle: Victoria Barnack

Das Netzwerk Stiftungen und Bildung leistet damit einen weiteren Teil zum Projekt ELAN, mit dem der Kreis seit 2015 neue Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen aufbaut. „Das Angebot für die Bürger erweitert sich stetig“, erklärt Fachdienstleiterin Siggel.

Das Programm zur Berufsorientierung für Schüler „Job Navi PM“ war eines der ersten Projekte, die dank der neuen Netzwerke erweitert werden konnte. Denn durch den engen Kontakt zwischen Kreis, Schulen und Unternehmen haben sich die Beteiligten nun darauf geeinigt, dass künftig auch Gymnasiasten daran teilhaben können.

Erstmals „Forum Lebenslanges Lernen“

Am Donnerstag fand neben der Vertragsunterzeichnung für die neue Kooperation in Bad Belzig auch das erste „Forum Lebenslanges Lernen“ statt. Die Veranstaltung mit Expertenvorträgen, Workshops und der Chance zum Netzwerken ist fester Teil des ELAN-Projektes und soll von nun an alle sechs Monate stattfinden. Profitieren sollen von den neuen Strukturen nicht nur Arbeitgeber, die Fachkräfte oder Bürger, die neue Lernanreize suchen.

„Bei einer guten Vernetzung kann auch der Kreis in bestimmten Situationen, seien es fehlende Fachkräfte oder eine zu hohe Schulabbrecherquote, schneller reagieren, wenn er weiß, auf wen er in dem konkreten Fall zugehen kann“, erklärt Sabine Süß. So könne auf Probleme nicht nur reagiert, sondern schon im Vorfeld agiert werden.

Süß berichtete den Mitarbeitern vor Ort von erfolgreichen Projekten, die in anderen Landkreisen stattfanden. „In Osnabrück wurde beispielsweise intensiv in die frühkindliche Bildung investiert, um die Schulabbrecherquote zu senken“, erklärte sie. Dank stiftungsfinanzierten Pilotprojekten konnte dieser Effekt inzwischen statistisch nachgewiesen werden.

Mit ELAN zu mehr Motivation

Mit dem Projekt ELAN beteiligt sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark an dem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums „Bildung integriert“. Die Abkürzung steht für: Engagement, Lebenslanges Lernen, Aktiv vor Ort, Netzwerke.

Die konkreten Ziele für den Fokus „Lebenslanges Lernen“ bestehen darin, frühkindliche Bildungschancen sowie die Bildungsmotivation im Schul- und Arbeitsbereich zu erhöhen und berufliche Perspektiven in der Region zu verbessern.

Ein Bildungsmanager und ein Bildungsmonitorer werden durch die Fördermittel beschäftigt. Auch spezifische Software und Dienstreisen können aus diesen Mitteln bezahlt werden. Am 31. Oktober 2018 endet die Förderung in Potsdam-Mittelmark.

Von Victoria Barnack

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