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Potsdam-Mittelmark Baumängel am Weinberggymnasium
Lokales Potsdam-Mittelmark Baumängel am Weinberggymnasium
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21:28 16.03.2016
Am Weinberggymnasium in Kleinmachnow sollen ein Planungsbüro und eine Baufirma gepfuscht haben. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will nun gegen beide klagen. Quelle: Archiv/Olaf Möldner
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Kleinmachnow

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will das Planungsbüro und die Baufirma verklagen, die für die Bauarbeiten am Verbindungsgang zwischen dem Schulgebäude und der Sporthalle des Weinberggymnasiums in Kleinmachnow verantwortlich sind. Dort waren nach Abschluss der Arbeiten 2011 massive Wasserschäden aufgetreten. So sollen der Verbinder sowie eine Spielfläche der Sporthalle teilweise überflutet gewesen sein. Aus Sicherheitsgründen habe ein Sportbelag aufgenommen werden müssen, heißt es. Die Kreisverwaltung als Schulträger hatte darauf hin beim Landgericht Potsdam ein Beweissicherungsverfahren beantragt, mit dem die Schuldfrage zweifelsfrei festgestellt werden sollte.

Das Landgericht habe das Verfahren im Februar dieses Jahres abgeschlossen, sagte die Berliner Rechtsanwältin Luitgard Behle-Held in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses des Kreistages. Das Landratsamt hatte die Kanzlei, in der die Fachanwältin für Bau- und Architekturrecht arbeitet, mit der Durchsetzung der Rechtsansprüche beauftragt. Behle-Held will die Klageschrift in der nächsten Woche geschrieben und noch Ende März oder Anfang April dem Gericht übergeben haben.

Nachdem im Sommer 2011 ein Sachverständiger festgestellt hatte, dass die Abdichtungen im Zwischengang „nicht stimmen“, hatten zwei Gutachten bestätigt, dass es besonders im Deckenbereich undichte Stellen gibt, und nachgewiesen, dass die Planung mangelhaft und die Ausführung fehlerhaft und zudem nicht ordnungsgemäß überwacht worden war, sagte die Anwältin am Dienstagabend im Ausschuss. Der Verbinder müsse komplett überarbeitet werden. Unklar ist noch, ob eine Außentreppe am betreffenden Gebäudeteil abgerissen und neu angelegt werden muss. Beim Öffnen betroffener Bereiche seien weitere undichte Stellen, so beim Anschluss des Verbinders an die Sporthalle, entdeckt worden. Die Beweissicherung habe sich hingezogen, weil das Gericht die neuen Ergebnisse in ein getrenntes Verfahren gepackt hätte, so Behle-Held.

Da das Planungsbüro und die Baufirma verschieden für ihre Leistungen haften, sei die Rechtslage schwierig, meinte die Anwältin. Wann die Arbeiten abgenommen wurden, sei nicht genau bekannt, weil manche Architekten vor der neuen Verordnung ihre Leistungen nicht immer ordnungsgerecht abgerechnet hätten. In der Bauzeit seien zudem verschiedene Firmen als Teilauftragnehmer hinzugezogen worden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass das Gericht ein weiteres Gutachten anfordern könnte, sagte Behle-Held.

Gerichtsverfahren kann sich über zwei bis drei Jahre hinziehen

Die Klagesumme soll nach Angabe der Berliner Anwältin Luitgar Behle-Held rund 270 000 Euro betragen.

Bis zum ersten Verhandlungstermin kann es etwa ein halbes bis ein Jahr dauern.

Das Verfahren selbst kann sich über zwei bis drei Jahre hinziehen.

Die Sanierung der sogenannten Forumsdecke soll im Sommer erfolgen.

Von Heinz Helwig

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