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Potsdam-Mittelmark Kreiserntefest: Kein Staub beim Wettpflügen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreiserntefest: Kein Staub beim Wettpflügen
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13:11 18.09.2016
Saubere Arbeit: Jörg Lindemann aus Krahne beim Leistungspflügen mit dem Pferdegespann. Quelle: Andreas Koska
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Alt Bork

Der Landwirt kann jedem Wetter etwas abgewinnen. Denn er ist es ohnehin gewohnt, immer aufs Feld zu müssen. So auch am Samstagmorgen beim Leistungspflügen zum Auftakt des Erntefestes des Kreises Potsdam-Mittelmark. Es goss in Strömen.

„Dann staubt es wenigstens nicht“, frohlockte Jörg Lindemann aus Krahne, als er hinter Tieren und Arbeitsgerät herging. Dass er die Bodenbearbeitung im Regen beherrscht, bewies er mit seinem zweiten Platz. Sechs Pferdegespanne hatten sich der Konkurrenz gestellt. Als einziger erreichte Walter Heuer aus Calbe in Sachsen-Anhalt die volle Punktzahl. Die Spaltfurche hatte er noch akkurater hinbekommen. Indes haben alle vier Erstplatzierten _ der dritte Rang wurde zugleich an Gustav Siegel aus Brandenburg an der Havel und Mathias Buhle aus Teltow-Fläming vergeben _ die Arbeitstiefe optimal eingehalten. Der Umgang mit dem Tieren ließ nichts zu wünschen übrig. Zu bemängeln hatte die Jury am ehesten Fehler beim Furchenschluss.

Zum Wettbewerb der Traktoristen rollten gar 18 Landwirte vor. Hier galt es nicht nur die Spaltfurche sondern auch den Zusammenschlag, das Weiter- und Auspflügen zu demonstrieren. Klaus Werner beurteilte dann, ob die Furche gerade und gleichmäßig war und tatsächlich vollkommen durchgeschlitzt ist. Der erfahrene Gerhard Willmann sicherte sich den Sieg. Ihm folgte der erst 22-jährige Kevin Müller, der bei der Agrargenossenschaft in Wittbrietzen arbeitet. Er wäre für den Bundesausscheid qualifiziert. „Die Zeit lässt es nicht zu“, verneinte er eine mögliche Teilnahme. Der letzte Platz blieb für den ältesten Trecker, einen Lanz-Bulldog von Manfred Bellin, übrig. Die Traurigkeit war nicht so groß.

Der Gastgeber-Chor singt die neu geschriebene Hymne auf Alt Bork. Quelle: Andreas Koska

Schließlich kam die Sonne hervor und lachte vom Himmel. Auf dem Areal rund um die Kirche in dem Zauchedorf füllte es sich zusehends. Die Alt Borker Landfrauen sangen ihre neu gedichtete Hymne. Nachdem Kreisbauernchef Jens Schreinicke noch einmal von den Sorgen und Nöten der Landwirte berichtete, Linthes Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp wie Bärbel Kaplick vom gastgebenden Agrarbetrieb alle Alt Borker für die tätige Mithilfe lobten, durfte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) das bunte Treiben eröffnen. Dabei zog er den Hut, der ihm gerade erst überreicht worden war, vor der Leistung der Bauern zwischen Havel und Fläming.

Die fünf offenen Höfe im Rund zogen sofort Besucher an. Bei Kriskes gab es neben leckeren Holunderblütenlikör alte Technik zu bestaunen. Bei Bettina Geigert stellte die Brücker Kaninchenzüchter und der Michendorfer Kleintierzüchterverein aus. In der Kirche konnten Erntekronen bewundert werden und bei der Golzower Landfrauengruppe standen die Besucher Schlange, um Kartoffelpuffer zu verspeisen. Am Sonntag zeigten sich 40 Wagen beim Umzug. Zum Schluss sahen sich Manfred Kaplick und die vielen Mitstreiter doch für die vielen Mühen belohnt. Seine durchnässten Klamotten vom Auftakt waren längst wieder trocken.

Von Andreas Koska

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