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Potsdam-Mittelmark Kreisheimatkalender soll zurück kommen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreisheimatkalender soll zurück kommen
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00:15 03.05.2017
Blick in historische Unterlagen: Erika Belitz (2.v.l.) erzählt von überraschenden Funden zur Ortsgeschichte. Quelle: Andreas Trunschke
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Kranepuhl

Der Kreisheimatkalender für den Landkreis Potsdam-Mittelmark soll neu aufgelegt werden. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Mitgliederversammlung der Chronistenvereinigung des Kreises (CPM), das in Kranepuhl stattfand. Für die Umsetzung des Vorhabens ist bereits ein Redaktionsteam gebildet worden, das ein Konzept ausarbeiten und eingereichte Artikel für den Kalender einordnen soll. Angeregt wurde die Idee von Gunnar Neubert, der mit dem von ihm verantworteten Heimatkalender für Niemegk sehr viel Zuspruch erntet.

Darüber hinaus will sich der Vorstand damit beschäftigen, ob und wie die Ortschroniken künftig nicht nur gedruckt, sondern auch im Internet verfügbar gemacht werden können. Durch entsprechende Verlinkung würden so zum Beispiel auch die unterschiedlichen Nuancen bei den LPG-Gründungen in den einzelnen Orten für Außenstehende sichtbarer.

Wenig Veränderung bei der Wahl des Vorstands

Der Vorstand ist während des Treffens neu gewählt worden, große Veränderungen bei der Besetzung gab es jedoch nicht. Jaromir Schneider aus Tremsdorf ist für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Vereins. Neben ihm wurden seine Vorstandskollegen Marianne Hadan aus Rädel und Ernst-Peter Rabenhorst aus Treuenbrietzen einstimmig gewählt. Chris Rappaport aus Deetz hatte für den Vorstand nicht mehr kandidiert.

Den Rahmen der Veranstaltung bildeten Vorträge über die Geschichte Kranepuhls. In Bild und Reimen ließen Erika Belitz und Anita Wedig die Festparade zu „775 Jahre Kranepuhl“ im August 2011 noch einmal aufleben. Damals hatten die 140 Einwohner die Geschichte ihres Ortes in lebendigen Bildern nachgestellt. Waren anfangs viele skeptisch gewesen, stellte am Ende fast jeder Haushalt ein Schaubild. Mehr als die Hälfte der Kranepuhler machten aktiv mit.

Zwei Erklärungen, woher „Kranepuhl“ kommt

„Hier muss man sich einig werden, sonst kommt man nicht zurecht“, erklärt Belitz das Zusammenrücken der Kranepuhler. In der Ortschronik von Rosalind Rennebarth werden übrigens zwei Erklärungen für den ungewöhnlichen Ortsnamen angeboten. Einmal könnte der Name eine Verkürzung von „Siedlung am Kranichpuhl“ sein. Tatsächlich lebt auch heute ein Kranichpärchen in der Umgebung des Ortes. Oder der Name verweist auf „Kraene Poel“ bei Bellem in Belgien.

Am Beispiel der LPG-Eintritte entspannte sich eine lebhafte Diskussion unter den Chronisten. Die Anwesenden hatten für ihre Orte durchaus unterschiedliche Erfahrungen recherchiert. Ein Treffen wie dieses hilft, ein Gesamtbild für die Region zu konstruieren.

Treffen auch offen für Nichtmitglieder

Der Ortschronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark gehören 40 Personen und vier Vereine an, der Heimatverein Deetz, der Heimatverein Glindow, der Dorfverein Buchholz/Zauche und der Heimatverein Derwitz.

Die Chronistenvereinigung wurde am 18. Februar 1998 gegründet und versteht sich als überregionaler Zusammenschluss von Ortschronisten, Heimatforschern und an Regionalgeschichte Interessierten – hauptsächlich auf dem Gebiet des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Die Treffen sind offen für Nichtmitglieder. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 17.Mai um 10 Uhr statt. Es soll um Information zur Geschichte des Antennenplatzes in Brück, die Besichtigung von Hackenhausen und des Kolonistendorfes Freienthal gehen.

Weitere Informationen im Internet unter www.chronistenvereinigung-pm.de

Für die kommenden Monate haben sich die Chronisten zu verschiedenen thematischen Treffen verabredet. In der Regel soll mit Ausnahme einer Sommer- und einer Weihnachtspause jeden Monat ein Treffen stattfinden, die meisten davon im Fläming.

Das ist aber nur ein Zufall, wie der Vorsitzende Jaromir Schneider zu verstehen gab: „Unsere Mitglieder sind über den gesamten Landkreis verteilt. Von daher kommen auch Vorschläge zu Treffen aus dem ganzen Kreis.“

Von Andreas Trunschke

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