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Kreissynode: Der Herbst bringt die Entscheidungen

Regionen, Jugendarbeit, Flüchtlinge Kreissynode: Der Herbst bringt die Entscheidungen

Die 30 Pfarrbereiche arbeiten in vier Regionen, mehr Stellen in der Jugendarbeit und Hilfe für Flüchtlinge: Das sind die Grundsatzentscheidungen, die am Wochenende auf der Kreissynode des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg in Lehnin getroffen wurden. Aber nicht alle Beschlüsse gingen einstimmig aus.

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Die Synodalen des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg haben in Lehnin Grundsatzentscheidungen gefasst. Hier Präses Stefan Köhler-Apel (l.), Vizepräses Oliver Notzke und Vizepräses Annemarie Mannzen bei der Abstimmung für mehr Stellen in der Jugendarbeit.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Lehnin. Fast vier Jahre nach der Gründung des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg organisieren die rund 28 000 Christen ihre Basisarbeit neu. Die 30 Pfarrstellen werden künftig vier Regionen zugeordnet: Stadt Brandenburg und Umgebung, Lehnin, Beelitz-Treuenbrietzen und Bad Belzig-Niemegk. So haben es am Wochenende die Abgesandten aus allen Teilen des Kirchenkreises bei ihrer Herbstsynode in Lehnin beschlossen. „Wir brauchen im großen Gebilde regionale Einheiten, die händelbar sind“, fasste Präses Stefan Köhler-Apel von der Lukas-Kirchengemeinde Jeserig den Sinn der Strukturentscheidung zusammen. Bei den Regionen handelt es sich vor allem um rechnerische Größen, die für den Personaleinsatz und die interne Organisation bedeutsam sind. Ausgearbeitet von einer Arbeitsgemeinschaft „Struktur“ unter Vorsitz der Päwesiner Pfarrerin Johanna Martina Rief.

Von Päwesin bis Treuenbrietzen

Die Aufgliederung des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg ist wie folgt vorgesehen: Die Region Brandenburg wird von den Pfarrbereichen Brandenburg/West, Havelsee und Päwesin gebildet. Zur Region Lehnin gehören Brandenburg/Ost, Netzen, Plötzin, Groß Kreutz, Bliesendorf, Alt Töplitz und Jeserig.

Die Pfarrbereiche Lütte, Brück, Golzow, Wiesenburg, Mörz, Niemegk und Rädigke bilden die Region Bad Belzig. Zu Beelitz gehören Michendorf, Stücken, Saarmund, Langerwisch, Wittbrietzen, Schlalach und Treuenbrietzen. Im gesamten Kirchenkreis gibt es aktuell rund 62 Vollzeitstellen, davon fast 45 Stellen in den Regionen.

Aus Gründen der Ausgewogenheit sind die Regionen so zugeschnitten, dass ihnen jeweils rund 7000 Gemeindeglieder angehören. Der Pfarrbereich Brandenburg/Ost mit Krahne, Schmerzke, Gollwitz und Wust wird der Region Lehnin zugeschlagen. Schon jetzt ist klar, dass die Pfarrstelle von Rasmus Gramsch nach seiner Pensionierung im Herbst 2016 nicht wieder besetzt wird. Der Region Brandenburg werden etwas über zwölf Personalstellen zugeordnet, für die Region Lehnin sind 9,6 Stellen eingeplant. Beelitz und Bad Belzig liegen dazwischen.

Pfarrer Helmut Kautz aus Brück leitet die AG „Flucht“ und Migration“ des Kirchenkreises

Pfarrer Helmut Kautz aus Brück leitet die AG „Flucht“ und Migration“ des Kirchenkreises

Quelle: Frank Büstenbinder

„Innerhalb der Regionen sollen die hauptamtlichen Mitarbeiter unter Einbeziehung der Ehrenamtler planen, sich abstimmen und Schwerpunkte herausarbeiten“, erläuterte Pfarrerin Rief der Kreissynode. Allerdings haben diese halbautonomen Regionen keine Entscheidungsbefugnisse, die beim Kreiskirchenrat liegen. Superintendent Thomas Wisch: „Die Regionen bilden einen Rahmen, der mit kreativen Ideen gefüllt werden muss.“

Eine weitere Weichenstellung beschlossen die rund 60 Synodalen mehrheitlich nach teilweise heftiger Debatte für die Jugendarbeit. Diese soll von derzeit einer halben Stelle, die Kreisjugendpfarrerin Ulrike Mosch ausfüllt, bis 2019 auf 4,5 Stellen ausgebaut werden. Und das ohne Aufstockung des Stellenplans. Zwar waren sich die Synodalen über die Stärkung der Jugendarbeit einig, doch gibt es Befürchtungen, dass mit diesem großen Sprung andere Bereiche vom Verkündigungsdienst bis zur Gemeindepädagogik und der Kirchenmusik gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb gab es 16 Gegenstimmen und zehn Enthaltungen. Zuvor hatte die 17-jährige Laura Fiddicke aus Bliesendorf leidenschaftlich an die Kreissynode appelliert den Weg für eine deutlich bessere Stellenausstattung frei zu machen.

Eine weitere Grundsatzentscheidung betrifft die Flüchtlingsproblematik. Ab sofort wird einer Arbeitsgruppe „Flucht und Migration“ alle Aktivitäten im Kirchenkreis koordinieren. Zum Vorsitzenden berief die Synode Pfarrer Helmut Kautz aus Brück. Außerdem bringt der Kirchenkreis rund 240 000 Euro aus seiner Rücklage auf. Damit werden zwei auf zwei Jahre befristete Projektstellen inklusive Sachkosen finanziert, die bei den in Brandenburg und Bad Belzig ansässigen Diakonischen Werken anzusiedeln sind.

Von Frank Bürstenbinder

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