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Potsdam-Mittelmark Kreykenbohm: Teilzeitkraft mit Dienstwagen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreykenbohm: Teilzeitkraft mit Dienstwagen
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18:30 16.11.2016
Bernd Kreykenbohm arbeitet nun als Teilzeitkraft für die Entwicklungsgesellschaft des Damsdorfer Gewerbegebietes.  Quelle: Frank Bürstenbinder
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Kloster Lehnin

 
Nach der MAZ-Berichterstattung über die weitere Beschäftigung des früheren Bürgermeisters von Kloster Lehnin, Bernd Kreykenbohm, in der kommunalen Entwicklungsgesellschaft für das Damsdorfer Gewerbegebiet verteidigt Uwe Brückner (SPD) das Vorgehen der Gemeinde.

In der Gemeinderatssitzung Dienstagabend gab er dazu eine Erklärung ab. Zugleich lud er interessierte Bürger am 6. Dezember von 16 bis 18 Uhr zur Akteneinsicht der Unterlagen der Entwicklungs-, Verwaltungs- und Grundstücks GmbH ein. Auch habe er mit den Kommunalpolitikern dazu im Vorfeld der Sitzung darüber beraten. Tatsächlich gab es im Gemeinderat nach dieser Erklärung keinerlei Debatte dazu. Der nächste Tagesordnungspunkt wurde nahtlos aufgerufen.

Wie berichtet, ist Kreykenbohm entgegen seiner Ankündigung vom Frühjahr nun doch für die Entwicklungsgesellschaft tätig – nach Angaben des ehrenamtlichen Geschäftsführers Manfred Meske zunächst vom 1. September an auf 450-Euro-Basis. Mittlerweile sei dies in ein Teilzeit-Arbeitsverhältnis umgewandelt worden verbunden mit der Nutzung eines Dienstwagens. Es hieß, wegen der Arbeitsfülle. Ein weiterer Mitarbeiter ist für die Entwicklungsgesellschaft in Vollzeit angestellt worden.

 Er war zuvor in der Gemeindeverwaltung tätig. Dass Kreykenbohm nach wie vor im Rathaus ein und aus geht, begründet Meske mit dem Fakt, dass Verwaltungsräume derzeit als Büros für die Entwicklungsgesellschaft genutzt würden und erst im Frühjahr mit einem Umzug auf das frühere Kasernengelände zu rechnen sei. Brückner sagte: „Kreykenbohm ist für die Verwaltung nicht mehr tätig, sondern ausschließlich für die GmbH.“ Brückner weiter: „Die Gemeinde Kloster Lehnin hat keine Geheimnisse, was die GmbH angeht.“ Alle Fraktionen des Gemeinderats seien offen informiert worden.

Am 14. Juli, der ersten Aufsichtsratssitzung nach dem Ausscheiden Kreykenbohms aus dem Bürgermeisteramt, sei dieser von seinem Posten als Geschäftsführer abberufen und er selbst, so Brückner, in der gleichen Sitzung in diese Position berufen worden. „Aus bestimmten Erwägungen heraus“ (offen ließ Brückner aus welchen) in Absprache mit Wirtschaftsfachleuten sei dann empfohlen worden, ihn wieder abzuberufen und Manfred Meske zu bestellen. Es gehe darum, möglichst kostengünstig zu arbeiten. Wäre die Stelle ausgeschrieben worden, hätte das gedauert und viel gekostet. Man stehe unter Zeitdruck.

Die Entwicklungsgesellschaft ist gegründet worden zur Vermarktung des Damsdorfer Kasernengeländes. Dieses hatte die Gemeinde 2015 in einem Coup gekauft, um zu verhindern, dass der Kreis dort 600 Flüchtlinge unterbringt. Kreykenbohm hat bei der Immobilienmesse Expo Real im Oktober in München für den Wirtschaftsstandort Damsdorf geworben.

Meske hatte auf Anfrage der MAZ, zum Stand der Entwicklung des Gewerbegebietes im Oktober jede Auskunft dazu abgelehnt. Nun ruderte er zurück. Seine Angabe, es hätte keine Presseanfrage zu der Position des Geschäftsführers im vorigen halben Jahr gegeben, stimmt indes nicht. Es gab diese Anfragen.

Von Marion von Imhoff

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