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Kriegerdenkmal soll wieder aufgebaut werden

Zuhause in Golzow Kriegerdenkmal soll wieder aufgebaut werden

Bald könnte es wieder zu Füßen des Kirchenhügels stehen, das alte Golzower Kriegerdenkmal – zumindest wenn es nach dem Willen des „Fördervereins Kirche in Golzow und Pernitz“ geht. Der Vorschlag, das Kriegerdenkmal wieder aufzubauen, ist in der Mitgliederversammlung des Vereins entstanden und hat breites Interesse hervorgerufen.

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Darstellung des alten Kriegerdenkmals, das die Golzower wieder aufbauen wollen.

Quelle: Andreas Koska

Golzow. Bald könnte es wieder zu Füßen des Kirchenhügels stehen, das alte Golzower Kriegerdenkmal – zumindest wenn es nach dem Willen des „Fördervereins Kirche in Golzow und Pernitz“ geht.

Der Vorschlag, das Kriegerdenkmal wieder aufzubauen, ist in der Mitgliederversammlung des Vereins entstanden und hat breites Interesse hervorgerufen. „Der Gedanke ist gut angekommen“, sagt der neue Vereinsvorsitzende Marcel Semmler. Er hat die Nachfolge des nach Brandenburg gewechselten Pfarrers Jens Meiburg übernommen, Pfarrerin Ellen Radtke ist jetzt die stellvertretende Vorsitzende.

Breites Interesse für Wiederaufbau

Die originalen Namenstafeln vom nicht mehr vorhandenen Denkmal hat Semmler aufbewahrt. „Allerdings finde ich, dass man sie um die bekannten Namen aus den Ortsteile ergänzen sollte und auch weitere Namen dazukommen müssten“, betont der Vereinsvorsitzende. Ihm selbst liegen schon 70 Namen von Golzowern vor, die unmittelbar durch Kriegs- und frühe Nachkriegshandlungen ums Leben gekommen sind. „Wer noch weitere Namen mitteilen kann, den bitte ich, sich bei mir zu melden“, appelliert er an seine Nachbarn und Mitmenschen.

Für Semmler ist der Wiederaufbau des Denkmalsockels kein allzu großes Problem. Er bedauert jedoch, dass der ursprünglich das Denkmal krönende Adler verschwunden ist. „Es wäre Wahnsinn, wenn man die Originalplastik noch irgendwo in einer Scheune fände“, bittet er die Golzower, mit offenen Augen durch ihre Höfe und Keller zu gehen.

Originalplastik ist leider verschwunden

Das Denkmal ist nicht die einzige Aufgabe, die der Förderverein in naher Zukunft bewältigen will. So steht die Sanierung der Orgel an; die Statik der oktogonalen Kirche soll gefährdet sein und muss gesichert werden. An der Pernitzer Kirche muss eine Drainage gelegt werden, eine Regenrinne darf hier aus Denkmalschutzgründen nicht angebracht werden.

Schon in diesem Jahr will man die Tradition der Golzower Konzerte fortführen. Der hiesige Chor wird auf jeden Fall auftreten, weitere Chor- und Musikkonzerte sind außerdem in Planung. „Nach drei Jahren Stillstand wollen wir wieder loslegen“, freut sich Marcel Semmler und hofft auf eine erfolgreiche Umsetzung der Pläne.

Das Pernitzer Kriegerdenkmal ist bereits vor kurzem restauriert worden. Hier hat man auf die Namensnennung der Opfer verzichtet, einzig mahnende Worte sind auf den Tafeln angebracht. In Grüneiche musste das baufällige Kriegerdenkmal abgetragen werden – und das gegen den Willen der Einwohner, die sich für den Erhalt eingesetzt haben.

Von Andreas Koska

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