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Potsdam-Mittelmark Panik um die Kuckucksuhr
Lokales Potsdam-Mittelmark Panik um die Kuckucksuhr
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13:01 19.07.2015
Der Berliner Autor Boris Pfeiffer liest in Potsdam. Quelle: Privat
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Innenstadt

Ganz Rocky Beach ist aus dem Häuschen. Die größte Kuckucksuhr der Welt ist aus einem Eisenbahnwaggon gestohlen worden. Bei einem so gewaltigen Gegenstand hätte so etwas doch auffallen müssen, oder? Wer steckt hinter dem raffinierten Raub? Klar, hier müssen die drei ganz jungen Meisterdetektive Justus, Peter und Bob heran.

Welchen Abschnitt aus seinem bereits 2006 erschienenen Kinderkrimi „In letzter Sekunde“ aus der Serie „Die drei ??? – Kids“ er bei der Veranstaltung „Krimi-Live“ im MAZ Media Store lesen wird, verrät der Berliner Autor Boris Pfeiffer noch nicht. Aber einen spannenden Nachmittag verspricht er allemal. Um die 50 Bände „Die drei ??? – Kids“ hat Vielschreiber Pfeiffer seit 2005 schon für den Kosmos-Verlag vorgelegt. Auch in dem 25. Fall der Jungdetektive gibt es überraschende Wendungen. Auf das anschließende Gespräch mit dem wohl jungen Publikum freut sich Pfeiffer besonders. „Kinder in diesem Alter haben keine Scheu, Fragen zu stellen.“ Da muss Pfeiffer schon mal Auskunft über seine Schuhgröße, Wohnung oder Arbeitsweise geben.

Zum sechsten Mal findet mit Pfeiffers Auftritt im Media Store die Krimi-Live-Lesung im Herzen der City statt. „Die Idee wurde Ende vergangenen Jahres geboren“, sagt Lisa Ritscher vom Veranstaltungsmarketing der MAZ. Im November war der Berliner Krimi-Marathon auch auf Brandenburg ausgedehnt worden. Im Media Store hatte MAZ-Redakteurin Marion Kaufmann aus ihrem Brandenburg-Krimi „Das Besteck“ gelesen. Aufgetreten war mit ihr auch der Berliner Autor Uwe Schimunek. „Wir hatten das Haus richtig voll“, sagt Ritscher. Und da zögerte die Abteilung nicht, zusammen mit der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur „Syndikat“ eine eigene Veranstaltungsreihe aufzulegen, als sich Ende 2014 die Gelegenheit dazu bot. „Krimi-Live“ hatte im Februar mit Oliver Bottini und seinem Buch „Ein paar Tage Licht“ Premiere.

Krimiausschnitte, sagt Ritscher, seien für das Publikum schon per se hochspannend. „Die Besucher können aber auch die Bücher kaufen und signieren lassen und mit den Autoren selbst sprechen.“ Die intime Atmosphäre in dem Geschäft mache den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Wie Spannung geht und wie man gerade mit den Jüngsten redet, das weiß auch der gestandene Grips-Theater- und Buchautor Boris Pfeiffer gut. „Man kann im Grunde jedes Thema der Welt aufnehmen“, sagt er. Die Story müsse vor allem die Abenteuerlust der Leser wecken. „Es geht in den Krimis immer irgendwie um Gerechtigkeit.“ Kinder liebten Gerechtigkeit – „ich übrigens auch“, so Pfeiffer – und so besteht die Crux der „Drei-Fragezeichen-Bücher“ darin, dass am Ende die Gerechtigkeit siegt. Freilich sehen Krimis für ganz junge Kinder anders aus als für Erwachsene. Es kommen keine Waffen vor und niemand kommt ernsthaft zu Schaden. In der „Kids-Serie“ sind die drei Fragezeichen noch jünger als im amerikanischen Original, nämlich erst elf, statt 16. Pfeiffer. Mit seiner „reichen Sprache“ und dem „starken Sprachfluss“ schafft er es in einem besonders reichen Jahr auf sieben neue Kinder- und Jugendbücher. Insgesamt schätzt er sein Schaffen auf 120 auch in andere Sprachen übersetzte Werke. Derzeit arbeitet er an einem neuen Buch aus der Bundesliga-Reihe der Drei-Fragezeichen-Geschichten.

Noch fünf Veranstaltungen voller Untaten und Rätsel in der Reihe „Krimi Live“ sind dieses Jahr geplant. Am 22. August ist Christina Bacher mit ihrer Reihe „Bolle & die Bolzplatzbande“ dran. Auch da gibt’s wohlige Schauer, die ganz gut zum Sommer passen. Für die Bande heißt es nämlich an jenem Nachmittag: „Hai-Alarm!“.

Krimis das ganze Jahr

Samstag, 22. August, 15 Uhr: Christina Bacher mit „Bolle & die Bolzplatzbande: Hai-Alarm!“ (ein Krimi für Kids); Donnerstag, 24. September, 19 Uhr: Susanne Kliem mit „Trügerische Nähe“ (Premierenlesung), Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr: Mechtild Borrmann mit „Die andere Hälfte der Hoffnung“, Donnerstag, 12. November, 19 Uhr: Bernhard Aichner mit „Totenhaus“ und Donnerstag, 10.Dezember, 19 Uhr: Elisabeth Herrmann mit „Der Schneegänger“.

Der Ort: MAZ Media Store in der Friedrich-Ebert-Straße 85, in Potsdam, Zentrum für die digitalen Angebote der Märkischen Allgemeinen Zeitung, darunter MAZ ePaper, MAZ Sonntag und MAZ Mobil.

Von Rüdiger Braun

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