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Künftig gibt’s auch Whisky auf der Baumblüte

„Wasser des Lebens“ reift in Glindow Künftig gibt’s auch Whisky auf der Baumblüte

Auf der Glindower Platte entsteht bis zur nächsten Baumblüte in Werder eine Whisky-Erlebniswelt. Der traditionsreiche Familienbetrieb Schultz investiert eine Million Euro in die einzigartige Schauproduktion des heimischen Glina vom märkischen Korn bis zum milden, fruchtigen Tropfen – und der Meister ist preisgekrönt

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Brennmeister Michael Schultz kann es kaum erwarten, seine Whisky-Welt in Glindow zu eröffnen.

Quelle: Foto:

Glindow. Während der Glina-Whisky auf Schultzens Siedlerhof in aller Ruhe in den alten Holzfässern reifen kann, herrscht nebenan auf der Baustelle für die neue Whisky-Schauproduktion Hochbetrieb. „Bis zur nächsten Baumblüte in Werder im April 2016 soll unsere Whisky-Erlebniswelt fertig sein“, sagt Brennmeister Michael Schultz. Der Familienbetrieb investiert eine Million Euro in die gläserne Produktion auf der 75Meter hohen Erhebung der Glindower Platte. Lange musste die Familie auf die Baugenehmigung warten, bis dann endlich im April 2012 der Grundstein gelegt werden konnten.

Whisky-Herstellung live verfolgen

Noch steht die Kornmühle zum Schroten des märkischen Getreides einsam in der neuen Besucher-Halle, weil die Brennblasen verspätet eintreffen. Aber der Blick durch die riesige Glasfront der 580 Quadratmeter großen Produktionshalle unmittelbar auf die künftigen Kornfelder und in die Ferne bis Berlin wird gewiss jeden Besucher fesseln. „Ja, genauso wünschen wir uns das. Unsere Gäste sollen wahrhaftig die Herstellung unseres Glina-Whiskys vom selbst angebauten Korn vor unserer Tür bis zum Abfüllen hautnah erleben“, sagt der Meister. Er ist in der Region und weit darüber hinaus durch seine auf internationalen Messen mehrfach prämierten Obstbrände längst kein Unbekannter mehr.

Wie wird eigentlich so ein Whisky hergestellt

Wie wird eigentlich so ein Whisky hergestellt? Auf der Baumblüte sollen es die Gäste schon bald live erleben können.

Quelle: julian stähle

Den Whisky brennt Michael Schultz bereits seit 2004. Sieben Jahre später verkaufte er die ersten Flaschen und erntete dafür viel Anerkennung. Nicht nur bei den Kennern in Werder. „Weil dem Glina unser leichter Boden, von Lehm und Tonadern durchzogen, unser Korn, Klima und das Wasser aus unserer 86 Meter tiefen Elisabethquelle den unverwechselbaren milden und fruchtigen Geschmack geben“, sagt Schultz.

Die Familie fängt den Jungunternehmer auf

Darüber hinaus wurden die Brände des Meisters, gezaubert aus heimischen Früchten von der Glindower Platte, immer beliebter. Bei der Destillata in Österreich versetzte er mehr als einmal die erfolgreichen Brennereibesitzer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ins Staunen. Doch der Jungunternehmer ist viel zu ehrgeizig, als dass ihn die Goldmedaillen für seine Brände und Liköre für die nächsten Jahre glücklich machen. Und obwohl ihn der Neubau der Schauproduktion viel Zeit, Kraft und Nerven kostet, muss er immer wieder etwas Neues probieren und kreieren. Dass er den Kopf frei hat, dafür sorgt die große Familie von Vater Günter Schultz, der 1991 den Betrieb gründete.

Weil das Weihnachtsfest vor der Tür steht, der Betrieb seit 2009 auch Adventsmärkte gestaltet, können sich die Gäste diesmal auf den ersten Whisky-Haselnuss-Likör freuen. Auch der unter anderen an der Mosel wiederentdeckte Weinbergpfirsich lässt den Meister nicht kalt. Und so stehen inzwischen auch Liköre der besonderen Frucht zur Auswahl im Hofladen. Er wird durch die neue Erlebniswelt um ein Vielfaches größer, wie auch die Produktpalette aus dem Hause Schultz in Glindow-Elisabethhöhe.

Whisky-Workshops beim Meister

Wenn die neue Welt hinter Glas im nächsten Frühjahr öffnet, will Meister Schultz selbst regelmäßig zu Führungen und Workshops einladen. Die regelmäßigen Whisky-Abende mal mit und mal ohne Musikband sind schon jetzt bei Kennern und Neugierigen außerordentlich beliebt.

Von Regine Greiner

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