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Künstler aus nah und fern zu Gast in Caputh

11. Kunsttour Künstler aus nah und fern zu Gast in Caputh

Zwölf Stationen bietet die Kunsttour Caputh in diesem Jahr, die wieder am letzten August- und dem ersten Septemberwochenende stattfindet. Neben den alteingesessenen Teilnehmern, die ihre Werke zeigen oder ihre Ateliers und Höfe für andere Künstler öffnen, ist in diesem Jahr auch wieder ein besonderer Gast dabei.

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Wiederkehrendes Thema: Bassirou Sarr beschäftigt sich in seiner Kunst mit Afrika.

Quelle: Kunsttour/privat

Caputh. „Die Kunst ist die einzige Sprache, die keine Übersetzung braucht. Sie gibt nicht das Sichtbare wieder, sie macht sichtbar“, sagt der aus dem Senegal stammende Künstler Bassirou Sarr. In diesem Jahr ist er einer der besonderen Gäste bei der Kunsttour Caputh und wird im Atelier von Siegrid Müller-Holtz ausstellen. Die beiden lernten sich bereits in den 90er-Jahren in Berlin kennen, wo Bassirou Sarr noch immer arbeitet. In seiner Kunst beschäftigt er sich besonders mit politischen Themen aus afrikanischer Perspektive. Er will zwischen Kulturen vermitteln und Klischees entgegen treten. Sein Repertoire umfasst Skulpturen, Installationen, Batiken, Malerei sowie Bühnenbilder. Eine Auswahl an zeitgenössischer Malerei und Batik ist zum Start der 11. Kunsttour am 26. August um 15 Uhr im Atelier „Pro Arte Caputh“ zu sehen.

Zwölf Stationen stehen auf dem Plan der Kunsttour, die auch am darauffolgenden ersten September-Wochenende stattfindet. Ausgangspunkt ist in diesem Jahr der Seitenflügel des Caputher Schlosses, in dem eine Gemeinschaftsausstellung aller beteiligten Künstler gezeigt wird. Der Berliner Joachim Noack wird vor Ort sein. Im Heimathaus Caputh präsentiert wieder der Mundmaler Thomas Kahlau seine unverwechselbaren Öl-, Acryl- und Aquarellarbeiten, die größtenteils im Ort oder in der Umgebung entstanden sind.

Bassirou Sarr hat sich für ein Künstlerdorf in seiner Heimat eingesetzt

Neben den Werken von Bassirou Sarr stellt Siegrid Müller-Holtz auch selbst Materialbilder, Collagen und Buchprojekte aus. Sie war im Jahr 2006 neben Nicola Berner eine der beiden Initiatoren der Kunsttour. Ziel war es damals einerseits, das Potenzial der ortsansässigen Künstler zu zeigen und andererseits internationales Flair nach Caputh zu bringen. Für viele Beteiligte ist es genau diese Mischung, die die Kunsttour zu einem besonderen Ereignis im Kulturkalender macht. Neben dem Atelier von Christine Lindemann, der Keramikwerkstatt von Matthias Panser oder dem Offenen Hof von Susanne Hoffmann stehen auch wieder das Gemeindehaus der evangelischen Kirche oder die Stüler-Kirche für Kunstschauen offen. Wie gewohnt, ist die Kunsttour als Rundgang angelegt. Alle zwölf Ziele können aber auch separat angesteuert werden.

Auswahl an Stationen

Vom Caputher Schloss geht es bei der Tour weiter zu Barbara Taubers Schreibwerkstatt (Straße der Einheit 10).

Die Stüler-Kirche (Kai Luther und Jakob Kirchheim) und das Gemeindehaus der evangelischen Kirche (Mercedes Engelhardt, Ilona Steinmüller und Monika Taffet) sind die nächsten beiden Stationen.

In der Gold-Villa (Waldstraße 2c) zeigen Martin Garcia und Wolf Haussner ihre Kunst. Nach dem Atelier von Christine Lindemann geht es weiter zum Offenen Hof (Weberstraße 21), wo Bodo Henke und Ana Finta ausstellen.

Ralf Wilhelm Schmidt (Straße der Einheit 91) zeigt seine Bleistiftzeichnungen. Im Haus der Klänge (Bergstraße 10) ist die Instrumentensammlung zu sehen.

www.kunsttour-caputh.de

Seitdem sich Siegrid Müller-Holtz und Bassirou Sarr zum ersten Mal getroffen haben, ist übrigens einiges passiert. Der Westafrikaner hat sich für den Aufbau eines Kunst- und Kulturzentrums, das den Namen „Künstlerdorf N’Gaparou“ trägt, im Senegal eingesetzt. Im Dezember vergangenen Jahres konnte es eröffnet werden. Wie die Kunsttour auch, ist dies ein Ort, wo sich internationale Künstler treffen können. Es soll den europäischen Blickwinkel auf Afrika erweitern und andersrum genauso. „Afrika ist reich, reich an natürlichen Ressourcen, an kreativen und dynamischen Menschen, reich an Ideen und Kultur. Doch dieser Reichtum wird seit Jahrhunderten ausgebeutet und zerstört, bis zum heutigen Tag“, erklärt Bassirou Sarr.

Von Luise Fröhlich

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