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Potsdam-Mittelmark Künstler gewähren Einblicke in ihre Ateliers
Lokales Potsdam-Mittelmark Künstler gewähren Einblicke in ihre Ateliers
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07:10 05.05.2017
So schön ist die Region: Malerin Sarah Schultz aus Treuenbrietzen lässt sich von Fläming-Landschaften inspirieren. Quelle: privat
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Brück/Borkheide

Sarah Schultz ist unter Kreativen in Berlin-Kreuzberg der 80er groß geworden. Das prägt. Jetzt hat sie, zehn Jahre nachdem sie im Hohen Fläming heimisch geworden ist, sich nicht nur neu inspirieren lassen. Im Seminarhaus „Alte Brücker Post“ zeigt die 42-Jährige aus Treuenbrietzen die Ergebnisse ihrer Öl- und Acrylmalerei in neuer Umgebung. Sie wird gerade unter dem Titel „Landschaftliche Strukturen“ an der Plane präsentiert. Die Nichte des Galeristen Michael Schultz hat schon viel Zuspruch erhalten, hofft aber für Sonntagnachmittag auf noch mehr Diskurs. Gleichwohl kann aber erzählen, welche Werke beispielsweise von Rolf Zacher, dem nicht zuletzt in der Sabinchenstadt recht gut bekannten Schauspieler, beeinflusst worden sind.

So soll es zu den Tagen der offenen Ateliers schließlich sein. Die Künstler stehen Rede und Antwort. Im besten Fall sogar in heimischer Umgebung und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken. Das war die Idee, als die Veranstaltung aus der Taufe gehoben worden ist.

Seinerzeit noch ein Novum zwischen Havel und Fläming, beteiligen sich diesmal 14 Landkreise und die Stadt Potsdam an dem Programm. Eine gemeinsame Broschüre informiert über die Angebote, wo Interessierte dann Einblicke in den Alltag bildender Künstlern erlangen können.

Zwischen Werder/Havel, Wusterwitz und Wiesenburg sind es in diesem Frühjahr laut Liste mehr als 50 Mitwirkende, die auf Besuch warten – und somit etwas weniger als sonst. Darauf hat das Kulturamt der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark hingewiesen. Gleichwohl wirbt Doris Patzer für die Aktion: „Es ist eine gute Gelegenheit, mit den Gastgebern über Leben und Werk ins Gespräch zu kommen“, findet die zuständige Ressortchefin im mittelmärkischen Landratsamt. Darüber hinaus lägen hierzulande Kunst und Natur besonders eng beieinander.

Diese Ateliers sind im Hohen Fläming dabei

Bad Belzig: Christine Baumann, Reißigerstraße 5 – Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr,;Malerei und Holz-Skulpturen; außerdem: Julia Sansoni singt eigene Lieder.

Bad Belzig: Eva Galonska, Straße der Einheit 19 – Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr: Bildende Kunst.

Bad Belzig: Margrit Heinen, Kirchplatz 2 – Sonnabend/Sonntag, 14 bis 18 Uhr, Malerei.

Bad Belzig: Martina Winter, Friedrich-Engels-Straße 7 – Sonnabend/Sonntag, 13 bis 17 Uhr: Malerei; außerdem Malen mit Kindern.

Borkheide: Klaus und Marlies Herrmann und Fotograf Ronald Gerhardt, Paradiesweg 3 – Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr: Malerei, Skulpturen, Fotos; außerdem: Totempfahl und Mandala bemalen.

Brück: Seminarhaus „Alte Post“, Ernst-Thälmann-Straße 38 – Sonntag, 14 bis 17 Uhr, Malerei „Landschaftsstrukturen“ und Gespräch mit Sarah Schultz.

Kanin: Maxi Weber (und Anke Weber, Ingrid Rochlitz, Diana Krüger, Karla Weinhold als Gäste), Dorfplatz 4 _ Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr: Malerei, Grafik, Keramik und Hlzarbeiten; außerdem: 14 bis 15 Uhr: Tusche-Werkstatt, 16 bis 17 Uhr: Serviettentechnik.

Treuenbrietzen: Andrea Hanschke, Barbara Brunner, Dero Construct Großstraße 112 (Gildenhaus): Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr – Malerei, Keramik, Schmuck und Pyro-Art/ Aquarellmalen für Kinder und Erwachsene.

Treuenbrietzen: Eveline Lautsch, Birkenweg 3 (hinter dem Krankenhaus) – Sonnabend/Sonntag, 11 bis 18 Uhr – Malereis.

Treuenbrietzen: Stefanie Jeschke, Großstraße 9:- Sonntag, 11 bis 18 Uhr – Grafik-Design; außerdem: Illustrationen für Kinder.

Altes Lager: Sandra Hoedt, Restaurant „Esslust“, Sonntag, 16 Uhr – Abstrakte Malerei (Vernissage).

Entlang mehrerer Rad- und Wanderwege wird also zu einer schöpferischen Pause eingeladen. Musik, Literatur und Kulinarisches ergänzen vielerorts die Offerten. Dabei bieten die Offenen Ateliers für Jung und Alt und für jeden Geschmack etwas Passendes, wie es heißt. So reicht das Angebot von Malerei und Grafik, über Bildhauerei und Keramik bis zur Garten- und Schmiedekunst. Vielerorts besteht zudem Gelegenheit, das eigene Talent auszuprobieren und ein Souvenir als Erinnerung zu zu gestalten.

Darüber hinaus bietet die Plattform eine gute Gelegenheit, dass sich Künstler aus Berlin vor ganz anderer Kulisse präsentieren. Beispielsweise bei Marlies Langrock und Klaus Herrmann in Borkheide. In deren Kunstscheune „Waldparadies“ stellt Ronald Gerhardt seine auf das Format DIN A 0 vergrößerten Fotos von Insekten und Käfer aus – unter anderem Heuschrecken auf einer Drei-Meter-Leinwand. In Augenhöhe noch dazu – das dürfte buchstäblich Wirkung zeigen, die ihn gewiss interessiert. Der Autor, der in der Schorfheide zu Hause ist, will nach Borkheide kommen, um über Idee und Umsetzung, über die Tiere und die Kunst sprechen. „Das dürfte interessant sein“, freuen sich die Gastgeber, die erst im Sommer des vergangenen Jahres ihre Scheune fertig umgebaut haben und nun gern dorthin einladen.

Von René Gaffron

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