Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Künstlerische Spielereien mit Obst und Gemüse
Lokales Potsdam-Mittelmark Künstlerische Spielereien mit Obst und Gemüse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 28.08.2017
Die Ausstellung mit Werken von Ute Paulmann-Boll ist noch bis Ende Oktober zu sehen. Quelle: Christiane Sommer
Anzeige
Bad Belzig

Die blaue Blume der Romantik hat von der blauen Gurke der Postmoderne Konkurrenz bekommen. Schöpferin derselben ist die im Hohen Fläming lebende Künstlerin Ute Paulmann-Boll. Aktuell stellt die 57-Jährige einen Teil ihrer Werke aus der Reihe „FOOD/Futter“ in der Galerie des Kunstvereins Hoher Fläming auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig aus.

Darunter ist auch ein dreiteiliger Zyklus über eine blaue Gurke – die, bevor sie mit den Augen einer Künstlerin betrachtet wurde – ihr knackiges Gurkenleben längst hinter sich hatte. Für Ute Paulmann-Boll war es jedoch genau diese Veränderung, die das Gemüse wieder spannend machte. Die Gurke, eigentlich schon ein Fall für den Kompost, offenbarte in diesem Zustand einen im Küchenlicht erscheinenden Farbentanz. Der wiederum forderte die Künstlerin heraus, die derart inspiriert, gleich einen ganzen Gurkenzyklus schuf.

Die Künstlerin ist gelernte Köchin

Daneben brachte Paulmann-Boll auch Variationen von einem Apfel im Schlafrock, Wirsingstudien und andere Kompositionen aus Kresse, Mehrkohl, Möhren, Rotkohl, Mais und Auberginen zu Papier. „Ich bin gelernte Köchin und arbeite auch in meinem Beruf“, erklärt Ute Paulmann-Boll ihre Leidenschaft für das Gemüse. Durch die tägliche Arbeit in einer vegetarischen Großküche, das Leben auf dem Land und den Kontakt zu den Menschen – die Obst und Gemüse sowohl produzieren als auch konsumieren – hat sie vor nahezu zwei Jahren begonnen, die Lebensmittel auch mit den Augen einer Künstlerin zu sehen.

Die in dieser Folge geschaffenen Grafiken und Zeichnungen entstanden in den verschiedensten Techniken. In den vergangenen Monaten hat Ute Paulmann-Boll schließlich begonnen, einige Werke für die Ausstellung auszuwählen. „Je länger ich an diesem Thema gearbeitet habe, umso mehr hat es mich beschäftigt“, sagt die 57-Jährige über diesen schwierigen Prozess.

Paulmann-Boll will mit Werken auch Diskussion anstoßen

Während die Spielereien mit Obst und Gemüse während der Ausstellungseröffnung faszinierten, regten Zeichnungen von Feldern, die zu Schlachtfeldern geworden waren, zu Diskussionen an. „Das Thema Lebensmittel ist unwahrscheinlich politisch“, sagt Ute Paulmann-Boll, die mit ihren Werken auch anklagen will. „Es beschäftigt mich, dass so viel auf den Äckern liegen bleibt und anderswo Menschen verhungern“, so die Künstlerin, die damit gleich den nächsten Bogen spannt: Zur Schönheit von Lebensmitteln, auch denen mit einem vermeintlichen Manko. Wie der kleinen, im Fäulnisprozess bläulich schimmernden Gurke, in der die 57-Jährige das Besondere sah.

Info: Die Ausstellung „FOOD/Futter“ ist bis zum 31. Oktober in den Räumen des Kunstvereins Hoher Fläming auf der Burg Eisenhardt, Wittenberger Straße 14, in Bad Belzig zu sehen. Öffnungszeiten: Jeweils Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Von Christiane Sommer

Für „Evolution 7“ geht es an diesem Wochenende um die Titelverteidigung. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer aus dem Fläming fahren nach Glasgow zur Weltmeisterschaft im Streetdance. Voriges Jahr siegten sie gleich bei ihrem Debüt. Die Staatskanzlei fördert die Fahrt.

28.08.2017
Brandenburg/Havel Nachtwache beschützt Kinder im Kiez Bollmannsruh - Unbekannter bricht in Mädchen-Bungalow ein

Aufregung im Kinder- und Erholungszentrum Bollmannsruh (Kiez). Nach dem ein unbekannter Mann in ein mit schlafenden Mädchen belegten Bungalow eingedrungen sein soll, ermittelt die Brandenburger Polizei. Der Unbekannte soll ein Kind berührt und einen Schrank durchsucht haben. Der Reiseveranstalter richtete eine Nachtwache ein.

25.08.2017

Zwei schwere Unfälle auf der Autobahn 2 am Freitagvormittag und - mittag haben zu einem Verkehrschaos auf den Ausweichrouten geführt. „In Lehnin geht nichts mehr“, sagte Uwe Brückner, Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark). Lastwagen an Lastwagen quetschte sich durch das Klosterstädtchen.

25.08.2017
Anzeige