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Potsdam-Mittelmark Kunst hinter historischen Mauern
Lokales Potsdam-Mittelmark Kunst hinter historischen Mauern
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18:03 22.04.2016
Die Wachtelburg in Werder, einst Gaststätte, heute Heimstatt der Adventisten. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Werder

Wenn der Naturfreund Klaus Kosse aus Potsdam durch Wald und Flur streift, dann sind auf dem Heimweg nicht selten alte herumliegende Holzstücke im Rucksack gelandet. Als „Kosses Waldreste“ will er jedem in die Jahre gekommenen Findling ein neues Leben einhauchen. In der Hobby-Werkstatt des 82-jährigen einstigen Technologen sind in den vergangenen Jahren annähernd 100 verschiedene Schnitzereien entstanden. Heute schmücken sie unter anderen eine Raststätte an der Fläming-Skate, Markierungen für Wanderer, Museen oder Wohnungen der lieben Verwandtschaft.

Klaus Kosse hat eine Ansicht von Potsdam in Holz geschitzt und stellt seine Werke am 1. Mai zur Baumblüte auf der Wachtelburg in Werder aus. Quelle: Detlev Scheerbarth

Zu den neuesten Werken Kosses gehört eine Ansicht von Potsdam 2015, mit Stemmeisen in heimisches Holz gestochen. Vier Monate hat er daran gearbeitet. „Und natürlich wollte ich auch das Hotel Mercure verewigen, das in meinen Augen als Zeitzeuge unbedingt erhalten bleiben muss“, sagt Kosse. Und genau diese Botschaft ist auch Bestandteil der neuen Ausstellung des Künstlers erstmals auf der Wachtelburg hoch über Werder auf dem Weinberg.

Kosse freut sich darauf, seine Werke am 1. Mai von 14 bis 18 Uhr zum 137. Blütenfest in Werder präsentieren zu können. Er wird aber nicht nur im Burgsaal der Adventgemeinde seine Schnitzereien zeigen. Unter freiem Himmel erzählen verschiedene Installationen Kosses das zweite Leben des Baumes, wie in Werder das Obst gepflanzt, gepflegt und geerntet wird. Der Potsdamer will auch die Besonderheiten der Holzbearbeitung erklären und hofft auch auf viele junge Besucher.

„Die Adventgemeinde Werder und der Freundeskreis Wachtelburg ist glücklich, den Hobby-Schnitzer für die Ausstellung am 1. Mai gewonnen zu haben“, sagt Vladimir Pircalabu von der Adventgemeinde der MAZ. „Am Nachmittag werden die Besucher etwas über die Lebensphilosophie des Künstlers und die Entstehungsgeschichte ausgewählter Kunststücke erfahren und auch zahlreiche Exponate bewundern können.

Klaus Kosse, der seit über 50 Jahren gerne schnitzt, wird auf seine Art spannende Geschichten über die „Wiedergeburt“ eines Baumes und die unterschiedlichen Holzarten, die er verwendet, erzählen. Auch jungen Hobby-Schnitzern möchte er gerne aus seinem Erfahrungsschatz praktische Hinweise zur künstlerischen Holzbearbeitung mitgeben. Der Eintritt ist frei. Der Freundeskreis bittet um eine kleine Spende für die weitere Sanierung und den Erhalt der Wachtelburg in der Potsdamer Straße 35. Das Denkmal gehörte einst zu den Höhengaststätten von Werder. Seit fast 70 Jahren sind dort nun die Siebenten-Tag-Adventisten aus Werder und Umgebung zu Hause. Vor 150 Jahren wurde die Glaubensgemeinschaft gegründet, die weltweit annähernd 18 Millionen Mitglieder hat. Für die Mitglieder dieser protestantischen Freikirche ist der Sonnabend ein gottesdienstlicher Ruhetag und die Bibel gilt als einzige religiöse Autorität.

Von Regine Greiner

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