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Potsdam-Mittelmark Kunst zum Schauen und Ausprobieren
Lokales Potsdam-Mittelmark Kunst zum Schauen und Ausprobieren
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00:25 02.09.2015
Die Plastik „Dank an Galilei“ des Berliner Künstlers Joachim Noack (l.) durften Besucher gerne selber ausprobieren, das kam an. Quelle: Christel Köster
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Caputh

Zum 9. Mal bietet Caputh an zwei Wochenenden eine Kunsttour am Schwielowsee. Zum Auftakt am vergangenen Wochenende war zwischen der berühmten Fähre am Havel-Gemünde und seinem barocken Schloss ein Dutzend Ausstellungen hauptsächlich von Bildender Kunst zu sehen. Die Eröffnung dieses flächendeckenden Kunstbasars fand bereits am Freitag in der Kunstremise am Schloss statt, in der gleich vier Aussteller Haus und Garten bespielen. Das traumhaft gelegene Gebäude mit Blick auf die breit dahin strömende Havel bot 150 Besuchern die Kulisse für eine Versteigerung, bei der 28 Künstler jeweils über sich und ein von ihnen zur Verfügung gestelltes Kunstwerk sprachen. Diese ungewöhnliche Vorstellungsrunde kam beim Publikum gut an und brachte annähernd 2000 Euro ein. Die Hälfte davon kommt der Finanzierung der Kunsttour zugute.

Die Ausstellung in der Remise ist typisch für die Machart dieses Events, weil neben Berufskünstlern auch semiprofessionelle Kreative und Kunsthandwerker ihre Arbeiten ausstellen. So zeigt Annette Messing ihre von strenger, klarer Ästhetik bestimmten Arbeiten ohne jede Berührungsangst in direkter Nachbarschaft zu noch um eine eigene Formensprache ringenden Bildern. Gleich nebenan in der Gemeinschaftsausstellung im Schloss setzt sich der Eindruck fort. Wollen und Können im direkten Kontakt, wobei sich naturgemäß die Geister auch im Publikum scheiden und Lob und Kritik gleichermaßen verteilen. Viel Aufmerksamkeit erfuhr eine „Dank an Galilei“ genannte hölzerne Kleinplastik des Berliner Joachim Noack. Ähnlich einem Bausatz, durften die Besucher das Kunstwerk selbst montieren, derweil der anwesende freundliche Schöpfer nicht mit Zuspruch und Tipps sparte.

Wie sehr inzwischen ganz Caputh vom Virus, des Kunst selbst Machens, erfasst wurde, demonstrierte ein aufgeweckter sympathischer Knabe. Er hatte sich mit einem eigenen Verkaufstand direkt an den Kunsttouristenpfad zwischen Schloss und Heimathaus platziert und seine Bilder für einen Euro pro Stück angeboten. Im Vorgarten des Heimathauses herrschte derweil helle Aufregung, weil ein völlig aufgelöster Mann seinen gerade entlaufenden Kater „Struppi“ vermisste. Die Bilder des dort ausstellenden Mundmalers Thomas Kahlau entbehren solcher Dramatik und bezeugen dafür aber den Lebensmut und die Heimatliebe des gelähmten Künstlers.

Ein Highlight dieser Kunsttour an 12 Standorten ist die Ausstellung von Mikos Meininger im ehemaligen Lichtspielkino „Resi“. Inmitten einer beeindruckenden Architektur stellt der aus Thüringen stammende Wahlpotsdamer Malerei und Kleinplastik aus. Durch ein riesiges Glasfenster fällt vom Garten aus viel Licht ins Innere des von Säulen strukturierten Ausstellungsraumes. Es taucht die kleinen Bronzefiguren immer wieder in ein Wechselspiel aus Licht und Schatten, das ihre sinnliche Körperhaftigkeit so noch verstärkt. Großartig auch seine Tafelmalerei. „Flüstergrün der Tiefblauwelle“ nennt er ein großes abstraktes Querformat auf dem vier mächtige dunkle Farbbahnen den grünen Malgrund durchströmen. Nähert sich der Betrachter dem Bild, so entdeckt er einen feinen Schleier tausender sprudelnder kleiner weißer Perlen. Also, Kunsttouristen, auf nach Caputh wo es auch am nächsten Wochenende mehr als nur Natur zu entdecken gibt.

Von Lothar Krone

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