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Potsdam-Mittelmark Kunst auf der Insel
Lokales Potsdam-Mittelmark Kunst auf der Insel
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20:42 21.08.2016
Die 7. Kunstinsel in Werder zog am Wochenende wieder viele Gäste in die Inselstadt von Werder. Nach Angaben des Veranstalters kamen bis zum Sonntagabend rund 6000 Gäste zum Kunstartikelmarkt. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Werder

„Oh, der sieht aus wie mein Anton!“, sagt eine Dame zu ihrer Begleiterin, und neben ihr meint jemand: „Die sehen total echt aus!“ Um den Stand von Friedrich Barlebens „Handspiel-Tierfiguren und Theaterpuppen“ auf der Kunstinsel Werder hat sich eine Menschentraube gebildet, die gebannt zusieht, wie Barleben seine Figuren zum Leben erweckt. Sie sprechen mit ihm, sind scheu und verschlafen oder frech und vorlaut, sind mal Baby, mal kecker Halbstarker – und tun damit genau das, was die Intention ihrer Erfinder ist: Sie bringen Menschen zum Lachen. Trotz Preisen jenseits der 100-Euro-Marke verkauft Barleben die Tiere sehr gut. Vor allem junge Hunde wechseln den Besitzer. Volker Wolter (65) aus Hamburg gehört zu den Spontan-Käufern. Mit seiner Frau ist der Schulleiter zu Besuch in Potsdam, um die Schlössernacht zu erleben. Die Kunstinsel bot sich für einen Besuch an. Der Hund ist für die Enkelin. „Wenn sie uns besucht, ist der Hund jetzt auch da.“

Ein paar Stände weiter wird konzentriert auf Steine geklopft – Ina und Wouter Spruit zeigen, was sie auf ihrem „Bildhauer-Bahnhof“ in Sperenberg nicht nur produzieren, sondern Kursteilnehmern auch beibringen. Sie sind bereits das dritte Mal in Werder, verkaufen Skulpturen und möchten den Leuten zeigen, was Bildhauerei beinhaltet. „Die Atmosphäre ist sehr schön, die Leute sind entspannt und interessiert“, ist Wouter Spruit angetan.

Die Kunstinsel hat Tradition in Werder. „Seit 2009 sind wir in jedem Jahr hier“, sagt Organisatorin Cornelja Hasler. Neben dem Kunstmarkt haben an den beiden Tagen auch Galerien und Werkstätten geöffnet. Doch ihr Traum wäre es, auch Lesungen und Konzerte im Programm zu haben. Generell möchte sie „den Künstlern und Kunsthandwerkern ein Portal bieten, wo sie sich präsentieren können, den Standort ins rechte Licht setzen und das kommunikative Miteinander fordern.“

Uwe Gardel und seine Frau Barbara gehören zu den vielleicht zehn Prozent der Aussteller, die nicht hauptberuflich Künstler sind. Gardel ist Industriemechaniker. Als er einen Ring seiner Tochter mal genauer betrachtete, beschloss er, dass er das selbst besser könne. So begann er, Besteck-Schmuck zu produzieren. Jetzt ist das Ehepaar fast an jedem Wochenende unterwegs, um Ringe, Anhänger, Armreifen, Teelichthalter oder Garderobenhalter aus bearbeitetem versilbertem Besteck zu verkaufen.

Ebenfalls dem Schmuck hat sich Uta Lischke verschrieben – im wahrsten Sinn des Wortes. Sie verwendet alte Tastaturen als Grundlage für ihre Werke. Als vor zehn Jahren auf der Warschauer Brücke in Berlin eine alte Schreibmaschine stand, entschied Lischke, sie müsse sich daraus Ringe machen. Sie verkauft mit Vera Wegerer-Kurtulan, die verspielten Schmuck anbietet, und einer holländischen AG, die Schmuck aus Stiefmütterchen in Kunstharz produziert.

Ob spielerisch oder geradlinig, nützlich oder Luxus – das Credo des Marktes spricht eine Kundin an einem Briefpapierstand aus: „Was ich liebe, verschenke ich gern – und bin dann selbst immer traurig, wenn ich es nicht mehr habe. Vielleicht komme ich noch einmal und kaufe mir selbst auch noch etwas.“

Rund 6000 Gäste besuchten den Kunstartikelmarkt in Werder

Bis zum Sonntagabend haben nach Veranstalterangaben rund 6000 Besucher die Stände der Werderaner Kunstinsel besucht.

In diesem Jahr beteiligten sich 55 Aussteller aus der Region und aus Deutschland mit Schmuck, Keramik, Bilder, Textilkunst, Taschen, Gartendeko, Vintage Home Deko, Seifen, Handpuppen, Briefpapier, Spielzeug und anderen Produkten aus Holz, Filz, Honig- und Bienenwachs an der Kunstinsel in Werder.

Klassische Konzerte in der Kirche würden die Kunstinsel bereichern, sagt Cornelja Hasler.

Von Konstanze Kobel-Höller

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