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Potsdam-Mittelmark Kurator soll Leitbild und Aufbau entwickeln
Lokales Potsdam-Mittelmark Kurator soll Leitbild und Aufbau entwickeln
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02:17 07.01.2016
Im Gespräch als Museumsstandort ist zum Beispiel die Karl-Marx-Straße 117.  Quelle: Christel Köster
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Kleinmachnow

 Auf der Suche nach dem Wie und Wo eines eigenen Museums will die Gemeinde Kleinmachnow in diesem Jahr einen Schritt weiter kommen. Die Grundlage für eine mögliche Museumsgründung auf Basis des bereits existierenden Rahmenkonzepts vom Mai 2015 soll mithilfe eines Museumskurators oder einer -kuratorin erarbeitet werden. Auf die Ausschreibung der Gemeinde um einen Werkvertrag kurz vor Ende 2015 gibt es „eine zufriedenstellende Resonanz, einige interessante Kandidaten sind dabei“, sagte Gemeindesprecherin Martina Bellack am Montag auf Nachfrage der MAZ.

Angebote kämen aus den Ländern Brandenburg und Berlin, aber auch aus dem übrigen Bundesgebiet und sogar dem Ausland. Bis zum 18. Januar können Angebote per E-Mail eingereicht werden. „Bis Mitte Februar wird gesichtet, Ende Februar wird entschieden“, so Bellack. Auf Basis eines Werkvertrages will Kleinmachnow von der Fachkraft die Gründungsgrundlagen für ein Museum erarbeiten lassen. Heißt: Es gilt ein Leitbild zu entwickeln und ein Konzept zum Aufbau und zur Dokumentation einer Sammlung für Kleinmachnow zu erstellen. Dazu müsse ein lokales Netzwerk gebildet werden, „denn die konzeptionelle Einbeziehung und Beteiligung aller Interessierten, z.B. durch Workshops, soll sichergestellt sein“, heißt es.

Das gesamte Projekt soll bis spätestens Ende September 2016 abgeschlossen sein. Dann soll feststehen, was überhaupt gewollt wird und für die Haushaltsplanung relevant ist, um weitere Schritte zu ermöglichen. Die Standortfrage ist dabei nur ein Teil der Konzeption.

Bekannt ist, dass das Domizil des Heimatvereins Kleinmachnow im Obergeschoss im Toni-Stemmler-Club schon allein für die normale Vereinsarbeit zu klein ist, an Ausstellungen und Projekte ist gar nicht zu denken. Von der Standortsuche für neue Vereinsräume ist man zur Frage nach einem richtigen Museum übergegangen. Nun erfolgt die Konzepterarbeitung. Denn noch immer ist auch offen, wo die Reise hingehen soll – zu einer einfachen Heimatstube oder zu einem Kleinmachnow-Museum, in dem neben der Heimatgeschichte auch regionale Aspekte eine Rolle spielen.

Im Moment sind zwei Standorte im Gespräch.

Die „Alte Schule“ am Zehlendorfer Damm 212 wird ebenfalls als künftiges Domizil für ein Museum und den Heimatverein gehandelt. Quelle: Christel Köster

Die „Alte Schule“ am Zehlendorfer Damm 212, die noch im Besitz der evangelischen Kirche ist und das Begegnungscafé beherbergt, sowie das einstige Sommerfeld-Verkaufsbüro in der Karl-Marx-Straße 117, das der Gemeinde gehört. Diese sieht im Moment zwar von einem Verkauf des Hauses ab, hält dessen Sanierung für Museumszwecke allerdings zu aufwendig. Die Museumsinitiative wiederum setzt sich nachdrücklich für den Erhalt des Gebäudes in Gemeindebesitz ein und übergab im November schon mal dem Bürgermeister einen symbolischen Betrag von 117 Euro als Grundstock für die denkmalgerechte Sanierung des Hauses mit der Nummer 117. Die SPD im Ort will das Haus lieber an Privat verkaufen und erst Inhalt und wirtschaftliche Machbarkeit für ein Museum geprüft wissen, bevor es um dessen bauliche Hülle geht. Die Linken halten dagegen eher dezentrale Standorte eines Museums für effektiver.

Von Claudia Krause

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