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Potsdam-Mittelmark LAP feiert Jubiläum und setzt sich neue Ziele
Lokales Potsdam-Mittelmark LAP feiert Jubiläum und setzt sich neue Ziele
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17:43 08.03.2018
Florian Görner, externer Koordinator beim Lokalen Aktionsplan „Hoher Fläming", ist zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Demokratiekonferenz. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Den Bekanntheitsgrad erhöhen, weitere Aktive mit ins Boot holen und mehr kommunenübergreifende Projekte auf den Weg bringen. Die Ziele des Lokalen Aktionsplans „Hoher Fläming“ (LAP) für die kommende Zeit stehen fest. Sie sind bei der diesjährigen Demokratiekonferenz des seit 2007 bestehenden Programms erarbeitet worden.

Natürlich wurde bei der Gelegenheit auch auf das zurück geblickt, was der LAP bereits erreicht hat. Darunter sind eine Streitschlichterausbildung in Treuenbrietzen, ein Interkulturelles Weihnachtskochen und der Skatercontest in Wiesenburg – um nur einen ganz kleinen Bruchteil zu nennen. Für viele lokale Akteure ist der Aktionsplan bei der Umsetzung ihrer Ideen nicht mehr wegzudenken.

Diskussion über Ursachen von Rechtspopulismus in der Region

Das bereits Erreichte soll nun für alles motivieren, was noch kommt. Deshalb sollte die Konferenz nicht nur dazu dienen, Ziele und Maßnahmen abzustecken, sondern auch dazu, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

In kleinen Arbeitsgruppen ist im Ratssaal des Bad Belziger Rathauses über die Weiterentwicklung des LAP bei den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Rechtspopulismus und Ländliche Räume beraten worden. „Wir haben beispielsweise über die Entwicklung und die Ursachen von Rechtspopulismus in der Region diskutiert“, sagt Florian Görner. „Da ist auf jeden Fall ein Ansatz zur Weiterarbeit entwickelt worden.“ Görner ist als Externer Koordinator des LAP erster Ansprechpartner für Projekte, die im Hohen Fläming umgesetzt und gefördert werden sollen.

Ziviles Engagement fördern

Der Lokale Aktionsplan „Hoher Fläming“ ist 2007 von den Kommunen Bad Belzig, den Ämtern Brück und Niemegk, der Stadt Treuenbrietzen und der Gemeinde Wiesenburg/Mark gegründet worden.

Seit 2017 ist auch der Landkreis Potsdam-Mittelmark offiziell mit dabei.

Der LAP wird als eine von 179 kommunalen Partnerschaften für Demokratie zwischen 2015 und 2019 vom Familienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert.

Dieses will ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene fördern.

Ferner ist ein Glossar besprochen worden, um die ganzen Abkürzungen, die unter anderem auch bei der Antragsstellung immer wieder auftauchen, zu erläutern. „Unser Programm nutzt manchmal eine eigene Sprache und wir müssen es daher etwas Einsteigerfreundlicher machen“, sagt Florian Görner. „Außerdem wollen wir noch mehr Akteure dazu holen, die aktiv werden. Da hilft mehr Werbung, aber eben auch die Vereinfachung von Prozessen an manchen Stellen.“

Im weiteren Verlauf der Konferenz sollten die Teilnehmer überlegen, welche brillanten Momente der LAP in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat, was wichtige Stützpunkte auf dem Weg waren, was besonders viel Energie gezogen hat und welche Baustellen noch bestehen. Als Stütze ist beispielsweise die Externe Koordinierungsstelle genannt worden sowie die Vernetzung der Kommunen untereinander. Bei den Energieziehern ist mehrfach die Verwaltungsarbeit für Antragsstellung und Abrechnung genannt worden.

Sprayen am Jugendclub Borkheide/Borkwalde mit LAP-Geld. Quelle: Stefan Güthoff

Zur Einstimmung hatte Florian Görner einen Film über den Lokalen Aktionsplan mitgebracht, entstanden 2014. Ausgehend davon hat Moderator Norbert Poppe vom Berliner Transformhaus die Teilnehmer dann aufgefordert, sich entlang einer imaginären Zeitleiste aufzustellen. Jeder sollte von seinem ersten Kontakt mit dem LAP berichten.

Die Zahl der Teilnehmer sei in diesem Jahr etwas geringer gewesen als im vergangenen Jahr, dennoch ist Görner zufrieden. „Bei der Konferenz sind viele gute Punkte rausgekommen, auch eine Menge neue Ansätze waren dabei.“ Ihn freut außerdem, dass die Veranstaltung vor allem zum Netzwerken genutzt wurde. „Ich habe gemerkt, dass die Leute, die sich noch nicht kannten, Kontaktdaten ausgetauscht haben. Es wurden auch Kalender gezückt und Termine vereinbart – und das ist eigentlich das Wichtigste auf so einer Konferenz“, resümiert der LAP-Koordinator, der den Posten seit Mitte 2015 innehat.

Von Josephine Mühln

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