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Labrador rettet verletztes Eichhörnchen

Borkwalde Labrador rettet verletztes Eichhörnchen

Das Eichhörnchen „Stone“ ist nach seinem Lebensretter benannt: dem Labrador von Familie Seifert aus Borkwalde. In der neuen Pflegestation für Eichhörnchen im Ort konnten jetzt die ersten aufgepäppelten Kletterkünstler wieder ausgewildert werden.

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In der neuen Pflegestation in Borkwalde wurden die ersten aufgepäppelten Eichhörnchen nun in die Freiheit entlassen.

Quelle: Andreas Trunschke

Borkwalde. Sein Leben verdankt das Eichhörnchen „Stone“ einem aufmerksamen Hund. Mitte Juni hatte der junge Labrador gleichen Namens am Busendorfer Weg in Borkwalde ein junges, hilfloses Eichhörnchen gefunden. Brav lieferte der Hund von Familie Seifert seine „Jagdbeute“ daheim ab – ohne das hilflose Tier zu verletzen.

Familie Seifert brachte das Eichhörnchen damals zunächst in fachkundige Hände nach Berlin. Offenbar kannten die Borkwalder die gerade kurz zuvor eröffnete Eichhörnchen-Auswilderungsstation in ihrem Heimatort da noch nicht. Inzwischen ist das Tier wieder in Borkwalde und bekam den Namen seines Finders und Retters.

Bewohner der Pflegestation für Eichhörnchen in Borkwalde

Bewohner der Pflegestation für Eichhörnchen in Borkwalde

Quelle: Andreas Trunschke

In seinem Käfig ist Stone nicht allein. Mit ihm toben Klops, Klara und Tilda umher. Alle drei waren in Berlin gefunden und von Tierfreunden in Pflege gegeben worden. Wer will, kann in Borkwalde von ganz nah ihr hellrotes Sommerfell und den weißen Bauch bewundern. Man muss nur ganz schnell mit den Augen folgen können.

Poli und Michaela brauchen noch etwas Überwindung

Einen Käfig weiter sind die Eichhörnchen schon so weit, dass sie ausgewildert werden können. Gerhard Schubert, der die Pflegestation für die flinken Kletterkünstler erst zum Sommeranfang auf dem Borkwalder Waldgrundstück etabliert hat, konnte schon einmal einen kleinen Durchgang aus dem Käfig entlassen. Im Verein „Eichhörnchen Notruf“, bei dem er seit 2001 Mitglied ist, hat er entsprechende Erfahrungen zum Auswildern gesammelt. So legt er jetzt am Ausgang mit Obst und Nüssen eine Spur in die Freiheit.

Das Ereignis lockt Besucher an. Gebannt beobachten einige kleine und große Borkwalder, was passiert. Sie müssen nicht lange warten, dann traut sich das erste Tier aus dem Käfig hinaus. Ulrike Petrus ist sich sicher, dass es Eichhörnchen Oli ist, das im Juni zusammen mit Poli als erstes in die Station eingezogen war. Die Tierfreundin Ulrike Petrus hat sich in den letzten Wochen so viel mit den possierlichen Tieren beschäftigt, dass sie diese nun gut unterscheiden kann.

Für viele Familien ist die Beobachtung der Eichhörnchen ein tolles Naturerlebnis

Für viele Familien ist die Beobachtung der Eichhörnchen ein tolles Naturerlebnis.

Quelle: Andreas Trunschke

Oli ist offenbar erst einmal selbst von der gewonnenen Freiheit überrascht. Er entschwindet nicht wie erwartet auf der nahen Kiefer, sondern versteckt sich hinter der Dachrinne und unter dem Dach über dem Käfig. Es scheint, als ob das Eichhörnchen zu gern in seinen Schlafbeutel zurück möchte, der nur wenige Zentimeter entfernt ist. Aber das Käfiggitter versperrt ihm den direkten Weg.

Doch noch wird das Eichhörnchen für einige Zeit zurückkehren können. Gerhard Schubert ist sich sicher, dass Oli sich den kleinen Ausgang gemerkt hat. Poli und Michaela brauchen indes noch etwas Überwindung, bis sie Oli folgen. Die menschlichen Beobachter entfernen sich nun leise, damit die drei ersten der insgesamt sieben Eichhörnchen in Ruhe ihren Weg in den Borkwalder Wald finden können. Dort werden sie dann sicher schon bald durch die Bäume toben.

Von Andreas Trunschke

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