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Potsdam-Mittelmark Lachtherapeut will Bürgermeister werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Lachtherapeut will Bürgermeister werden
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09:26 26.11.2016
Hein Gottfried Fischer möchte in Brück Bürgermeister oder Amtsdirektor werden.  Quelle: Karl-Heinz Hamacher
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Brück

 Noch bevor in Brück überhaupt klar ist, nach welchem Verfahren der Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters neu besetzt werden soll, bringt sich aus der Ferne ein Kandidat schon mal selbst ins Spiel. „Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich mich beim kommissarischen Bürgermeister beworben habe“, schreibt Hein Gottfried Fischer an die MAZ. Der Diplom-Sozialpädagoge, der an der Volkshochschule in Aachen unter anderem als Lachtherapeut im Einsatz ist, lebt bei Aachen. Geboren wurde Fischer in Goslar, aufgewachsen ist er in Duderstadt bei Göttingen.

Bundesweit sechsmal ins Rennen gegangen

Seine „Bewerbung als unabhängiger und ehrenamtlicher Bürgermeister für die Stadt Brück“ ging am 22. November in der Amtsverwaltung ein. Das bestätigt der Personalchef und Amtsdirektor, Lars Nissen. Am Freitag teilte Fischer der MAZ zudem mit, dass er sich auch als Amtsdirektor in Brück bewerbe. Für dieses Auswahlverfahren endete am Freitag die Bewerbungsfrist.

Auf die freien Stellen sei er im Internet gestoßen, erzählt Fischer der MAZ. Geld sei ihm nicht wichtig. „Ich will lieber im Ehrenamt etwas für die Menschen tun.“ Dafür habe er gute Qualifikationen. Darauf verweist der 73-Jährige in seiner Bewerbungs-E-Mail in wenigen Zeilen. Er sei „locker, bürgernah, lösungsorientiert und zum Umzug bereit“, schreibt er.

Umziehen müsste er sofort. „Denn wählbar wäre er bislang gar nicht“, sagt Nissen. „Laut Kommunalwahlgesetz Brandenburgs muss ein Bürgermeister-Kandidat mindestens drei Monate seinen Hauptwohnsitz im Ort haben.“ Auch gebe es noch gar kein Ausschreibungsverfahren, auf das man sich bewerben könnte. Wie berichtet, wollen die Stadtverordneten nämlich erst Anfang des nächsten Jahres festlegen, nach welchem Verfahren sie die nach dem Tod des langjährigen Amtsinhabers Karl-Heinz Borgmann (71) nun vakante Stelle neu besetzen wollen.

Beworben mit kurzer E-Mail

Dennoch preist der Kandidat schon mal seine Vorzüge, die ihn für den Posten in Brück qualifizieren sollten. Politische Erfahrung habe er als Grüner und in Gemeindesitzungen. Beruflich war der gelernte Einzelhandelskaufmann auch schon als Zollbeamter tätig, bevor er Diplom-Sozialpädagoge mit Zusatzausbildung in Arbeits- und Sozialrecht wurde. Tätig ist er zudem als Entspannungspädagoge, Dozent an der Volkshochschule und in ehrenamtlichen Funktionen, teilt er mit. Zudem sei seine Mutter in Berlin geboren und sein Urgroßvater dort berühmter Mathematiker und Rektor der Humboldt-Universität gewesen.

„Erforderliche Formulare fülle ich gerne aus. Von der Stadtverordnetenversammlung lasse ich mich gerne wählen“, schreibt Fischer abschließend in seiner Kurzbewerbung unter der E-Mail-Adresse „Humor-2“.

Dennoch scheint es Hein Gottfried Fischer ernst zu sein, mit seinem Drang, Bürgermeister zu werden. Immerhin hat er sich bundesweit seit Jahren bereits mehrfach auf entsprechende Posten beworben. Bislang ohne Erfolg. Insgesamt sechs Bewerbungen schickte er ins Rennen. „Aktuell laufen noch drei davon“, erzählt Fischer der MAZ. In der nächsten Woche will er sich in Brück persönlich vorstellen.

Von Thomas Wachs

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