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Potsdam-Mittelmark Längerer Weg zum Sammelplatz
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02:18 29.03.2018
Weil der Weinbergsweg in Teltow für die Entsorgungsfahrzeuge keine Wendemöglichkeit hat, müssen Christel Scheefer und die anderen Anwohner ihre gelben Säcke etwa 500 Meter weit bis an den Hollandweg bringen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

Die Anwohner im Weinbergsweg in Teltow sind genervt. Bislang lief die Entsorgung des Hausmülls, des Altpapiers und der gelben Säcke in ihrer Straße ohne Probleme. Alles wurde direkt vor der Haustür abgeholt. Nun sollen die 18 Familien – überwiegend ältere Leute – die gelben Säcke etwa 500 Meter weit bis zu Einmündung in den Hollandweg tragen und dort an einem Sammelpunkt ablegen. Der zuständige Entsorger des Verpackungsmülls, die Remondis Brandenburg GmbH, teilte ihnen in einem Schreiben Mitte März mit, dass die Fahrzeuge nicht mehr in den Weinbergsweg hinein fahren können, weil es dort keine Wendemöglichkeit gibt.

„Zu den jeweiligen Entsorgungsterminen räumen wir schon die Parkflächen frei, damit die Fahrzeuge gut durchkommen“, sagt die 78-jährige Christel Scheefer. Sie kann nicht verstehen, warum die Anwohner ihre gelben Säcke plötzlich bis an den Hollandweg bringen sollen. „Die anderen Fahrzeuge fahren doch auch rückwärts in die Straße, um den Hausmüll und die Papiertonne abzuholen“, wundert sie sich. Die Seniorin hat sich ans Ordnungsamt der Stadt Teltow gewandt. Das nahm das Problem der Anlieger im Weinbergsweg zur Kenntnis, helfen kann es allerdings nicht.

Unfallverhütungsvorschrift verbietet Rückwärtsfahrten

„Die Entsorgung des Verpackungsmülls ist eine Fremdleistung, auf die die Stadt keinen Einfluss hat“, sagt Teltows Pressesprecher Jürgen Stich. Im kommenden Jahr soll allerdings ein neues Verpackungsgesetz verabschiedet werden, das den Kommunen dann ein gewisses Mitspracherecht einräumen würde, wie der Verpackungsmüll künftig eingesammelt werden soll. Für die Entsorgung der gelben Säcke sei die Reclay Systems GmbH mit Sitz in Köln zuständig, die diesen Auftrag wiederum an die Märkische Entsorgungsgesellschaft in Brandenburg an der Havel (Mebra) vergeben habe.

Mebra-Betriebsleiter und Prokurist Stephan Köpping verweist auf eine Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaft. Demnach dürfe Müll nur dort abgeholt werden, wo ein Rückwärtsfahren nicht erforderlich ist. Anlass für diese Schutzvorschrift sind Unfälle in der Vergangenheit, bei denen auch Menschen zu Schaden gekommen seien. Die Vorschrift verpflichte andererseits die Anwohner in Stichstraßen, ihre Behälter bis zur nächsten befahrbaren Straße zu bringen. Sollte ein Kraftfahrer rückwärts in eine Stichstraße fahren, geschehe dies ausdrücklich auf sein eigenes Risiko. Solche Ausnahmen sollten nicht üblich werden, warnt Köpping.

Die Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark (APM) GmbH, die den Hausmüll und das Altpapier entsorgt, habe sich kleinere Fahrzeuge angeschafft, um die Behälter weiterhin vor der Haustür abholen zu können, heißt es in dem Schreiben der Remondis, die die gelben Säcke im Auftrag der Mebra abholt. Eine solche kostenintensive Investition sei für einen Entsorger aber keine bindende Verpflichtung.

Von Heinz Helwig

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