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Land-Gut Lübnitz heißt Schwalben willkommen

Vogelschutz im Hohen Fläming Land-Gut Lübnitz heißt Schwalben willkommen

Der Naturschutzbund-Regionalverband „Hoher Fläming“ setzt seine Kampagne für den Erhalt von Nistplätzen für Schwalben fort. Eine Plakette würdigt neuerdings das Bemühen der Bewohner des Land-Gutes Lübnitz. Sie freuen sich über die Sommer-Boten und Insektenfresser, doch es gibt auch ein Ärgernis.

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Schwalben willkommen: Uwe Stahn überreicht die Plakette an Andrea Feinbier.

Quelle: Andreas Koska

Lübnitz. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es ja im Volksmund. Dass die warme Jahreszeit im Hohen Fläming dieses Mal besonders schön gewesen ist, hat also vielleicht mit dem Quartier für eine Vielzahl der gefiederten Boten auf dem Gutshof zu tun.

Nicht weniger als 21 Nester kleben dort an einem Nebengebäude. In allen haben die Schwalben gebrütet. „Es war zeitweise richtig laut hier“, berichtet Andrea Feinbier. Die Bewohner des Land-Gutes erfreuten sich am Dasein der flinken Flieger mit dem gegabelten Schwanz.

„Schwalben willkommen“ steht deshalb Richtung weisend auf einer Plakette, die in dieser Woche an die Wohngemeinschaft überreicht worden ist. „Sie liefert den Beweis, dass es Menschen gibt, denen der Artenschutz nicht egal ist“, sagt Uwe Stahn. Der Vorsitzende des Naturschutzbund-Regionalverbandes „Hoher Fläming/Planetal“ hat das Schild samt Urkunde überreicht. Vor zwei Jahren wurde eine erste Tafel an der alten Schäferei in Arensnest angebracht. Dort sind ebenfalls einige Hundert Schwalben beheimatet. „Auf die Menge kommt es aber nicht an, sondern darauf, dass überhaupt Nistmöglichkeiten eröffnet werden“, erklärt Uwe Stahn, der inzwischen sieben Standorte in Bad Belzig und Umgebung im doppelten Sinne des Wortes ausgezeichnet hat.

Früher wurden den Schwalben landauf landab mehr Sympathien entgegen gebracht. „Sie waren in den Ställen zu Hause, sorgten für weniger Ungeziefer und hielten insbesondere die Fliegen ab. Deshalb fühlten sich die Leute eher glücklich, sie bei sich zu haben“, weiß Uwe Stahn. Heutztage braucht es eine Imagekampagne der Enthusiasten.

Dass die Tiere einigen Dreck mit sich bringen, hat indes Andrea Feinbier bestätigt. „Bringen sie ein Kotbrett unter den Nestern an! Dann wird das Schlimmste damit aufgefangen“, lautet der Rat vom Experten. Allerdings räumt er ein, dass es durchaus eine gewisse Akzeptanz und Toleranz braucht, um mit den Schwalben zu leben.

Zurückgehende Tierhaltung auf den Höfen und damit die Umnutzung der Ställe führt jedoch dazu, dass auch hierzulande die Nistmöglichkeiten und Vorkommen zurückgehen. Am Land-Gut Lübnitz drehen einige noch ihre Runden, ehe es sie in südliche Gefilde zieht, während hier wohl ein einzigartiger Sommer vorbei zu sein scheint.

Von Andreas Koska

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