Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Landesamt verweigert Straßensanierung
Lokales Potsdam-Mittelmark Landesamt verweigert Straßensanierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 24.04.2017
Beim mehrstündigen Blitzer-Marathon am Mittwoch registrierten Polizisten in Dietersdorf selbst keine Tempoverstöße. Quelle: Thomas Wachs
Anzeige
Dietersdorf

Die Verkehrsinsel auf der Bundesstraße 2 am Ortseingang von Dietersdorf ist aus Sicht des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg (LS) nicht die Hauptursache für eine Häufung von Unfällen in diesem Bereich. Das haben Vertreter der Behörde jetzt nach dem jüngsten MAZ-Bericht zum geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt klargestellt. Demnach werde es im Zuge der Straßensanierung keinen kompletten Neubau des 2007 in Bananenform angelegten Fahrbahnteilers geben. „Wir bauen die Insel nicht um. Wir werden sie uns kurz vor Baubeginn nochmals ansehen, ob die Pflasterflächen ausgebessert werden müssen, aber die Geometrie bleibt gleich“, sagt Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung West.

Unfälle alle selbst verschuldet

„Die Ortseingangsgestaltung, die 2007 im Zusammenhang mit dem Radweg gebaut wurde, hat sich funktional bewährt, da wesentlich weniger Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort einfahren“, ergänzt Projektleiter Roland Beeg.

Allerdings bestätigt die Straßenbaubehörde sieben Unfälle, die sich von 2009 bis 2016 in der Nähe der Ortseingangsinsel ereignet haben. Bei drei dieser Kollisionen wurden vier Fahrzeuginsassen verletzt. Die übrigen verliefen mit Sachschäden. In zwei Fällen standen die Unfallfahrer unter Einwirkung von Alkohol oder Drogen. Alle sieben Unfälle seien jedoch „selbst verschuldet und auf eindeutiges Fehlverhalten der Fahrzeugführer zurückzuführen“, sagt Roland Beeg. „Offensichtlich hat sich kein einziger Unfallverursacher an das Gebot der Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern innerorts gehalten“, so der Projektleiter.

Sieben Unfälle gab es seit 2009 im Bereich des Dietersdorfer Ortseinganges. Kraftfahrer hatten die Verkehrsinsel wohl zu schnell passiert. Quelle: Thomas Wachs

„Die Überlegung, den vorhandenen Fahrbahnteiler umzubauen, hat absolut nichts mit den Unfällen zu tun, sondern resultiert aus dem schlechten baulichen Zustand der Insel, der Betonbordeinfassungen und der gepflasterten Rinnen“, so Beeg. Zusätzlich müsse die Lage der Querungsstelle auf der Insel für die Radfahrer und Fußgänger wahrscheinlich optimiert werden. „Das werden wir im weiteren Planungsprozess prüfen und entscheiden“, teilt der Planer des Landesbetriebes mit.

Der Fahrbahnteiler befindet sich hinter der weithin sichtbaren Ortseingangstafel. Sie signalisiere Kraftfahrern, dass im Dorf „mit der ortsverträglichen Geschwindigkeit von höchstens 50 Stundenkilometern“ zu fahren ist. „Der Inselbereich ist außerdem zusätzlich ausgeleuchtet“, erklärt Roland Beeg.

Zwei weitere Inseln werden gebaut

Im Zuge der frühestens ab 2019 geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt entsteht am Ortseingang aus Richtung Marzahna zum Anschluss des Radweges ebenfalls eine Querungsstelle. Dieser neue Fahrbahnteiler soll eine Länge von 27 Metern erhalten und 5,75 Meter breit werden.

Die dritte Insel in der neuen Bundesstraße 2 entsteht im Bereich Dorfmitte an den Bushaltestellen in Höhe des Luther-Brunnens. Für diese Mittelinsel mit einer Gesamtlänge von 75 Metern ist ein Breite von 2,50 Metern vorgesehen. Sie erhält Querungsstellen für Fußgänger und ist für vorhandene Grundstückszufahrten unterbrochen.

Auch am Bushalt in der Dietersdorfer Ortsmitte entsteht eine neue Mittelinsel in der B 2. Quelle: Thomas Wachs

„Insgesamt erhoffen wir uns mit diesen geplanten baulichen Maßnahmen, dass im Ort zukünftig das Geschwindigkeitsniveau auf normale Werte absinkt“, erklärt Roland Beeg. „Im Moment wird ziemlich zügig durch den Ort durchgerast“, so der Projektleiter. Bei den mehrstündigen Kontrollen während des Blitzer-Marathons am Mittwochvormittag zeichneten Polizisten ein anderes Bild. Sie registrierten bei 131 kontrollierten Fahrzeugen keine einzige Überschreitung innerhalb des Dorfes und lediglich sieben Verstöße in der 70er-Zone vor dem Ort.

Von Thomas Wachs

Das seit vier Jahren in Fredersdorf geplante Urnengemeinschaftsfeld war zum Greifen nah. Der im Planungsbüro von Gunnar Lange gefertigte Entwurf war im vergangenen Jahr für gut befunden und die veranschlagten finanziellen Mittel im Haushalt eingestellt worden. Im Wirtschaftsausschuss entfachte nun aber eine neue Debatte um das Gräberfeld.

24.04.2017

Das Thema „Wut und Entschlossenheit“ ist der Ausgangspunkt des Kindertheaterclubs Wiesenburg bei der diesjährigen Werkstatt in den Osterferien. Sie erlebt ihre achte Auflage und wird veranstaltet vom Respekt e.V. Bad Belzig, ermöglicht vom Verband der Amateurtheater und dank des Bundesprogramm „Kultur macht stark.“ Am Sonntag steht der große Auftritt an.

21.04.2017
Potsdam-Mittelmark MAZ zu Hause in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf - Im Kino gab’s den ersten Kuss

Viele Besucher im „Diana“ verbinden schöne Erinnerungen mit dem ehemaligen Filmtempel. Heute ist das Haus am Rand der Teltower Altstadt ein Hotel mit Restaurant. Regionale Küche und Retro-Eisbecher gehören zum Angebot. Ganz ohne Filme müssen die Besucher in Zukunft aber nicht auskommen.

21.04.2017
Anzeige