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Landesamt verweigert Straßensanierung

Dietersdorf Landesamt verweigert Straßensanierung

Aus Sicht des Landesbetriebes Straßenwesen haben die seit 2009 am Ortseingang von Dietersdorf registrierten sieben Unfälle ihre Ursache nicht in der dortigen Verkehrsinsel. Sie soll im Zuge der jetzt geplanten Straßensanierung daher auch nicht ungebaut werden. Um das Tempo im Ort zu drosseln, soll es indes zwei neue Inseln geben.

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Beim mehrstündigen Blitzer-Marathon am Mittwoch registrierten Polizisten in Dietersdorf selbst keine Tempoverstöße.

Quelle: Thomas Wachs

Dietersdorf. Die Verkehrsinsel auf der Bundesstraße 2 am Ortseingang von Dietersdorf ist aus Sicht des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg (LS) nicht die Hauptursache für eine Häufung von Unfällen in diesem Bereich. Das haben Vertreter der Behörde jetzt nach dem jüngsten MAZ-Bericht zum geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt klargestellt. Demnach werde es im Zuge der Straßensanierung keinen kompletten Neubau des 2007 in Bananenform angelegten Fahrbahnteilers geben. „Wir bauen die Insel nicht um. Wir werden sie uns kurz vor Baubeginn nochmals ansehen, ob die Pflasterflächen ausgebessert werden müssen, aber die Geometrie bleibt gleich“, sagt Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung West.

Unfälle alle selbst verschuldet

„Die Ortseingangsgestaltung, die 2007 im Zusammenhang mit dem Radweg gebaut wurde, hat sich funktional bewährt, da wesentlich weniger Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort einfahren“, ergänzt Projektleiter Roland Beeg.

Allerdings bestätigt die Straßenbaubehörde sieben Unfälle, die sich von 2009 bis 2016 in der Nähe der Ortseingangsinsel ereignet haben. Bei drei dieser Kollisionen wurden vier Fahrzeuginsassen verletzt. Die übrigen verliefen mit Sachschäden. In zwei Fällen standen die Unfallfahrer unter Einwirkung von Alkohol oder Drogen. Alle sieben Unfälle seien jedoch „selbst verschuldet und auf eindeutiges Fehlverhalten der Fahrzeugführer zurückzuführen“, sagt Roland Beeg. „Offensichtlich hat sich kein einziger Unfallverursacher an das Gebot der Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern innerorts gehalten“, so der Projektleiter.

Sieben Unfälle gab es seit 2009 im Bereich des Dietersdorfer Ortseinganges

Sieben Unfälle gab es seit 2009 im Bereich des Dietersdorfer Ortseinganges. Kraftfahrer hatten die Verkehrsinsel wohl zu schnell passiert.

Quelle: Thomas Wachs

„Die Überlegung, den vorhandenen Fahrbahnteiler umzubauen, hat absolut nichts mit den Unfällen zu tun, sondern resultiert aus dem schlechten baulichen Zustand der Insel, der Betonbordeinfassungen und der gepflasterten Rinnen“, so Beeg. Zusätzlich müsse die Lage der Querungsstelle auf der Insel für die Radfahrer und Fußgänger wahrscheinlich optimiert werden. „Das werden wir im weiteren Planungsprozess prüfen und entscheiden“, teilt der Planer des Landesbetriebes mit.

Der Fahrbahnteiler befindet sich hinter der weithin sichtbaren Ortseingangstafel. Sie signalisiere Kraftfahrern, dass im Dorf „mit der ortsverträglichen Geschwindigkeit von höchstens 50 Stundenkilometern“ zu fahren ist. „Der Inselbereich ist außerdem zusätzlich ausgeleuchtet“, erklärt Roland Beeg.

Zwei weitere Inseln werden gebaut

Im Zuge der frühestens ab 2019 geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt entsteht am Ortseingang aus Richtung Marzahna zum Anschluss des Radweges ebenfalls eine Querungsstelle. Dieser neue Fahrbahnteiler soll eine Länge von 27 Metern erhalten und 5,75 Meter breit werden.

Die dritte Insel in der neuen Bundesstraße 2 entsteht im Bereich Dorfmitte an den Bushaltestellen in Höhe des Luther-Brunnens. Für diese Mittelinsel mit einer Gesamtlänge von 75 Metern ist ein Breite von 2,50 Metern vorgesehen. Sie erhält Querungsstellen für Fußgänger und ist für vorhandene Grundstückszufahrten unterbrochen.

Auch am Bushalt in der Dietersdorfer Ortsmitte entsteht eine neue Mittelinsel in der B 2

Auch am Bushalt in der Dietersdorfer Ortsmitte entsteht eine neue Mittelinsel in der B 2.

Quelle: Thomas Wachs

„Insgesamt erhoffen wir uns mit diesen geplanten baulichen Maßnahmen, dass im Ort zukünftig das Geschwindigkeitsniveau auf normale Werte absinkt“, erklärt Roland Beeg. „Im Moment wird ziemlich zügig durch den Ort durchgerast“, so der Projektleiter. Bei den mehrstündigen Kontrollen während des Blitzer-Marathons am Mittwochvormittag zeichneten Polizisten ein anderes Bild. Sie registrierten bei 131 kontrollierten Fahrzeugen keine einzige Überschreitung innerhalb des Dorfes und lediglich sieben Verstöße in der 70er-Zone vor dem Ort.

Von Thomas Wachs

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