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Keine Landesgartenschau in Beelitz

Landeskabinett gibt Wittstock den Zuschlag Keine Landesgartenschau in Beelitz

Die Landesgartenschau 2019 wird nicht in Beelitz stattfinden. Die Brandenburger Landesregierung hat dem Mitbewerber Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) den Zuschlag erteilt. In Beelitz ist die Enttäuschung groß: „Wir sind sehr traurig“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis).

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Für die Landesgartenschau sollte der Mühlenteich wieder entstehen. Ob das Vorhaben auch ohne Laga umgesetzt wird, ist noch unklar.

Quelle: Stadt

Beelitz. Große Enttäuschung in Beelitz: Die Landesgartenschau im Jahr 2019 wird nicht in der Spargelstadt stattfinden. Die Landesregierung hat dem Mitbewerber Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) den Zuschlag erteilt. Das verkündete Agrar-Minister Jörg Vogelsänger (SPD) am Dienstag. Die Jury soll sich in ihrem Votum einig gewesen sein, dem nun das Brandenburger Kabinett folgte.

„Wir sind sehr traurig“, sagte der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). „Wir haben uns aber nichts vorzuwerfen, wir haben alles gegeben.“ Er zeigte sich überrascht, dass die Landesregierung schon jetzt ihre Entscheidung verkündet hat. Ursprünglich sollte erst auf der Grünen Woche im Januar 2016 der Laga-Austragungsort bekanntgegeben werden. „Ich bin der Überzeugung, dass von einer Gartenschau in Beelitz nicht nur unsere Stadt, sondern die gesamte Region profitiert hätte – und dass wir in der Geschichte der Landesgartenschauen seit der Wende in Brandenburg neue zukunftsfähige Akzente gesetzt hätten“, sagte Knuth. Dies sei der Stadt von vielen Seiten her – etwa bei Auftritten bei der Grünen Woche oder der Bundesgartenschau – bestätigt worden, so der Bürgermeister, der bedauerte, „dass die verantwortlichen Entscheider diese Einschätzung nicht teilen“. Das Bewerbungsverfahren habe trotzdem „ungeahnte positive Energie in Beelitz und darüber hinaus freigesetzt“. Knuth appellierte, dieses Engagement zu bewahren und weiter „im Sinne unserer Stadt zu arbeiten“ und sich nicht von der Entscheidung der Landesregierung entmutigen zu lassen. Zugleich gratulierte er der Stadt Wittstock.

„Es ist schade. Die Landesgartenschau wäre für Beelitz ein Riesenimpuls gewesen“, sagte der Stadtverordnete Jürgen Jakobs (UKB/BBB) und fügte hinzu: „Wir haben den Eindruck, dass man sich hier für die Peripherie entschieden hat. Da kann man aber auch gleich in die Bewerbungsvoraussetzungen schreiben: Je weiter weg vom Zentrum, umso erfolgsversprechender ist eine Bewerbung.“

Was aus den Beelitzer Laga-Projekten wird, ist noch unklar. „Einzelne Vorhaben werden weiter verfolgt und schrittweise umgesetzt“, sagte Stadtsprecher Thomas Lähns. Festhalten will die Stadt zum Beispiel an der Gestaltung eines Nieplitzparkes. Ohne Laga-Rückenwind geht Lähns allerdings von einem längeren Realisierungszeitraum aus. „Die Laga-Projekte sollten auf den Prüfstand und wir sollten in aller Ruhe schauen, was wir schon haben und dann versuchen die Vorhaben zu realisieren, die am nachhaltigsten sind“, so Elke Seidel (GFT).

Landesgartenschau

Für die Brandenburger Landesgartenschau 2019 hatten sich ursprünglich sechs Kommunen beworben: Bad Freienwalde, Beelitz, Seelow, Spremberg, Wittstock und Zossen.

In die Endrunde kamen Beelitz, Spremberg und Wittstock.

Wittstock habe sich mit seinem Konzept einer „grünen Bürgerstadt“ mit historischer Tradition durchgesetzt, sagte Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam.

 

Die Gartenschau soll entlang der historischen Wallanlagen der mittelalterlichen Altstadt angelegt werden. Wittstock hofft auf rund 380 000 Besucher bei der Laga 2019, sagte Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos).

Dabei will die Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auch von der Nähe zu Neuruppin profitieren, die im „Fontanejahr 2019“ den 200. Geburtstag des märkischen Schriftstellers Theodor Fontane feiert.

Beelitz hatte für eine Landesgartenschau mit einem Investitionsvolumen von etwa 14,8 Millionen Euro gerechnet. Anvisiert war, gut 400 000 Einzelkarten und 5000 Dauerkarten zu verkaufen.

Geplant war unter anderem ein das Anlegen eines Nieplitzparkes samt Wiederherstellung des alten Mühlenfließes und des Mühlenteiches, auf dem auch Gondeln fahren sollten. Außerdem sollte der Laga-Gast wie ein Insekt über die Bullenwiesen schweben – in einer 1700 Meter langen Sesselbahn.

Für Beelitz als Laga-Standort hatten sich auch einige Prominente stark gemacht – etwa der Entertainer Wolfgang Lippert und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Neben Beelitz hat auch Spremberg (Spree-Neiße) das Nachsehen. Agrar-Minister Vogelsänger sagte, er werde sich bemühen, dass viele gute Ideen der beiden Städte auch ohne Landesgartenschau verwirklicht werden können. Sein Sprecher Jens-Uwe Schade erklärte die vorzeitige Bekanntgabe der Entscheidung mit dem ambitionierten Zeitplan. „Für die Organisation der Gartenschau wird jeder Monat gebraucht. In Abstimmung mit den Fachverbänden haben wir deshalb gesagt: Warum sollen wir bis Januar 2016 damit warten“, so Schade.

Von Jens Steglich

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