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Potsdam-Mittelmark Keine neue Biogasanlage
Lokales Potsdam-Mittelmark Keine neue Biogasanlage
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17:43 17.08.2014
Die Biogas-Anlagen der Marktfrucht-GmbH Wiesenburg haben Bestand, eine weitere kommt vorerst nicht hinzu. Quelle: D. Fröhlich
Wiesenburg

Das Landgut Reppinichen hat nicht mehr vor, eine eigene Biogas-Anlage auf dem Gewerbegebiet Wiesenburg zu errichten. Der bei der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark vor Wochen zurückgezogene Bauantrag wird endgültig ad acta gelegt. Gleiches gilt für Pläne zum Bau eines Gärrestbehälters am Ortsrand von Reetz. Das hat Dirk Reinkens bestätigt. Lediglich die Planung des Fahrsilos am Rand des 600-Einwohner-Dorfes wird zumindest auf dem Papier zu Ende gebracht. „Ob das Vorhaben verwirklicht wird, ist offen und maßgeblich von der künftigen Gesetzgebung abhängig“, so der Geschäftsführer des Landgutes Reppinichen.

Seit Monatsbeginn gilt das novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Damit wird der Ausbau von Anlagen zur Solar-, Wind- und Biogasenergiegewinnung gebremst. Vor allem Betreiber von Biogasanlagen, die erst in Betrieb genommen werden, erhalten künftig weniger Fördergeld und der Neubau wird stark gedeckelt. Nur noch insgesamt 100 Megawatt dürfen deutschlandweit im Jahr neu hinzukommen. Dadurch sollen die Kosten der EEG-Umlagen, die den Stromerzeugern für das Einspeisen des Öko-Stroms ins Netz gezahlt werden, nicht mehr anwachsen.

Neben diesen allgemeinen Umständen dürfte zu der Entscheidung die Tatsache beigetragen haben, dass vor Ort eine fünf Jahre währende Auseinandersetzung mit einem außergerichtlichen Vergleich zu Ende gegangen ist. Demnach rücken der LPG-Nachfolge-Betrieb und die Marktfrucht-GmbH als Betreiberin der Biogas-Anlagen in Reppinichen und Wiesenburg, in Zukunft enger zusammen. Ursprünglich hatte es die Kooperation ohnehin geben sollen. Doch der zur Lindhorst-Gruppe gehörige Ackerbauer und die zum Bruno-Steinhoff-Konsortium zählende Verwerterin gerieten in Streit um Liefermengen und -preise.

Der neue Landgut-Chef pendelt aus der Uckermark

Dirk Reinkens steht seit 1. Februar an der Spitze des Landgutes Reppinichen. Dort hat er die Nachfolge von Johann Meierhofer angetreten.
Der 46-jährige neue Geschäftsführer ist in Eckernförde geboren, inzwischen mit Familie im Boitzenburger Land (Uckermark) zu Hause. Er pendelt zu verschiedenen Standorten der Lindhorst-Gruppe.
Katja Görner und Markus Weinholz organisieren das Tagesgeschäft in dem Betrieb vor Ort, der 21 Kollegen zählt.
Der neue Chef hat eine langjährige landwirtschaftliche Ausbildung, bevorzugt Ackerbau und Biogas.

Während das Landgut Reppinichen die Erträge von 5500 Hektar mit einem gewissen Risiko in den freien Handel brachte, mussten Mais und andere Produkte für die Strom- und Wärmeerzeugung teilweise teuer über große Strecken herantransportiert werden. Obendrein war der Wettbewerb um Preise für das hiesige Ackerland forciert worden. Die Marktfrucht-GmbH bleibt nun ausschließlich Betreiberin der Biogas-Anlagen, hat Personal darüber hinaus ab- und ihren Verwaltungssitz am Baumhaselweg aufgegeben. Nähere Angaben dazu wollte Enrico Bergmann von der Geschäftsführung dazu aber nicht machen.

Sein Kollege ist gewiss, dass sich die getroffenen Regelungen bewähren werden. „Es gibt Sicherheit über ein Jahr im Voraus“, erklärt Dirk Reinkens. Dies sei nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch von Bedeutung, so der Landwirt mit Verweis auf die Fruchtfolge.
Aktuell ist das Getreide eingebracht. Die Ernte ist offenkundig gut, gleichwohl sie wegen des steten Wechsels von Sonne und Regen fünf Wochen gedauert habe. Voraussichtlich in drei Wochen sollen Mais und Rüben vom Feld geholt werden.

Von René Gaffron

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