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Potsdam-Mittelmark Landkreis baut soziales Netzwerk um
Lokales Potsdam-Mittelmark Landkreis baut soziales Netzwerk um
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11:26 16.09.2018
Matthias Ambs und Susann Bandur von der Koordination Netzwerk Soziale Dienste. Quelle: Marion von Imhoff
Bad Belzig

Im 15. Jahr seit der Gründung gibt es personelle Veränderungen im Netzwerk Soziale Dienste in Potsdam-Mittelmark und damit bei den Ansprechpartnern für die freien Träger. Aus sechs Koordinatoren werden vier. Die beiden Koordinatoren für das Netzwerk Soziale Dienste im Kreis, Susann Bandur und Matthias Ambs, werden zum 1. Januar neue Aufgaben antreten. Das teilten beide jetzt auf MAZ-Anfrage mit.

Statt dessen übernehmen die vier Koordinatorinnen für Kinder- und Jugendhilfe diese Aufgabe zusätzlich und erhalten dafür jeweils weitere Stunden. Damit wird sich die Stundenzahl in Summe nicht reduzieren, wohl aber die Zahl der Schultern, die diese Aufgabe leisten. Das Netzwerk Soziale Dienste hatte zur Zielgruppe Erwachsene. Das Büro befindet sich im Bad Belziger Bahnhof. Finanziert werden die Stellen vom Landkreis.

Thomas Schulz, Leiter des Fachbereichs für Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit im Landkreis, begründet diesen Schritt mit dem Wunsch vieler Kommunen, nur noch einen, statt bisher zwei Träger als Ansprechpartner zu haben. Auch aus Sicht der Verwaltung sei das begrüßenswert, so Schulz. Die Höhe der Personalbemessung bleibe gleich: „Es ist keine Kürzung.“

Keine Unterscheidung bei Zielgruppen mehr

Hintergrund war die Neuausschreibung der Koordination sozialer Angebote. Künftig soll es dabei keine Unterscheidung mehr nach Zielgruppen der sozialen Angebote geben. Zwar hatte sich der Arbeits- und Ausbildungsförderverein Potsdam-Mittelmark (AAfV) darum beworben, bei dem Ambs und Bandur angestellt sind. Gewonnen aber hat die Ausschreibung der Verein Iffe, bei dem die jetzigen Jugendkoordinatoren beschäftigt sind.

Bei der sozialen Arbeit geht es um die Integration von Migranten, Hilfen bei Behinderung, Schuldnerberatung und Arbeitsförderung etwa.

Vier Planregionen

Potsdam-Mittelmark ist in vier Planregionen aufgeteilt. Sie entsprechen etwa den Altkreisen Brandenburg, Belzig und Potsdam und zudem gibt es den Stahnsdorfer, Kleinmachnower und Teltower Raum. Jeweils eine Koordinatorin ist dort nun Ansprechpartner für die Kommunen und sozialen Träger.

Durch diesen Schritt solle die Arbeit effizienter werden, sagte Matthias Ambs, der als Sozialarbeiter beim AAfV mit Sitz in Kuhlowitz beschäftigt bleibt. Susann Bandur, 42 Jahre alt und seit mittlerweile zehn Jahren als Koordinatorin Netzwerk Soziale Dienste tätig, wechselt in die Kreisverwaltung.

Direkter Draht zu den Kommunen

Ihre bisherige Arbeit beschreibt Susann Bandur so: „Wir sind eine Vernetzungsstelle für soziale Dienste im Landkreis. Wir wissen, wer kann was.“ In ihrem Email-Verteiler sind 300 Adressen, hinter denen Mitarbeiter von Kommunen, vom Landkreis, von freien Trägern stecken. „Wir haben geholfen, soziale Projekte in der Trägerlandschaft bekannt zu machen und Kooperationspartner zu finden“, so Bandur. „Wir halten die Informationsflüsse am Laufen.“

Alle drei Monate organisieren beide den Runden Tisch wie jetzt am 21. September in Bad Belzig, an dem sich jeweils etwa 40 Männer und Frauen treffen, die in sozialen Berufen in Potsdam-Mittelmark tätig sind. Auch künftig soll es diese Treffen geben. „Der Landkreis will sie nicht abschaffen“, so Ambs.

Von Marion von Imhoff

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