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Potsdam-Mittelmark Landkreis nimmt Jägern Kosten ab
Lokales Potsdam-Mittelmark Landkreis nimmt Jägern Kosten ab
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17:05 14.03.2018
Die Kosten für die Trichinenuntersuchung von Wildschweinen werden künftig vom Landkreis übernommen. Quelle: Frederik von Erichsen
Bad Belzig

Mit Beginn der Saison am 1. April soll die Trichinenuntersuchung für das zwischen Havel und Fläming erlegte Schwarzwild aller Altersklassen kostenfrei sein. Für die Jäger würde das laut Gebührenverordnung des Landes Brandenburg pro Fall eine Ersparnis von 10 Euro bedeuten.

Die Kostenübernahme hat der Kreistag Potsdam-Mittelmark in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Etat wird dadurch wohl mit rund 25 000 Euro belastet. Dennoch hat der Antrag von CDU, SPD sowie Freien Bauern und Bürgern eine breite Mehrheit gefunden. Denn so soll ein Beitrag zur Seuchenprävention und Bestandsreduzierung geleistet werden, heißt es.

Schon vor zwei Jahren waren die Weidmänner von der Gebührenpflicht für die Beschau der zur Strecke gebrachten Jungtiere (Altersklasse 1 und 2) befreit worden. Dennoch haben sich die Schwarzkittel wie überall in der Mark dank günstiger Lebensbedingungen sehr stark verbreitet. Wie es heißt, müsste die Population hierzulande um 70 Prozent reduziert werden.

Doch ist das Angebot an Wildschweinfleisch inzwischen größer als die Nachfrage. Die Jäger zahlen bei der Vermarktung also noch drauf.

Noch dramatischer: Die Afrikanische Schweinepest rückt näher. In Polen und Tschechien ist sie bereits festgestellt worden. Für den Menschen selbst ist sie keine Gefahr, wie in der Parlamentssitzung von Landrat Wolfgang Blasig persönlich betont wurdet. Wohl aber können – zum Beispiel in mitgebrachten Lebensmitteln – die Erreger eingeschleppt werden.

„Die Infektion hätte schwere Folge sowohl für die Wild- als auch Hausschweine. Denn die Erkrankung endet für die Tiere immer tödlich“, wie in der Vorlage zu lesen ist. Prophylaktisch müssten Keiler, Bachen und Frischlinge deshalb häufiger abgeschossen werden. Da dies aber nicht auf behördlich Anordnung durchzusetzen sei, sollen die Weidmänner und Frauen hierzulande zumindest nicht noch zur Kasse gebeten werden.

Die Linken hatten das Thema zunächst zur Sprache gebracht. Ihre Vorschläge, die Zulassung von Nachtzielgeräten bei der Wildschweinjagd zu prüfen, und Produkte zur Reduzierung der Fruchtbarkeit bei Wildschweinen zu beschaffen, gingen offenkundig über die Möglichkeiten hinaus. Ihr Antrag war nicht mehrheitsfähig und wurde letztlich zurückgezogen.

Mit ihrem Vorstoß hatten sich die Sozialisten insbesondere den Unmut von Hermann Bobka zugezogen. „Solche Beiträge entbehren der Sachlichkeit und führen höchstens zur Beunruhigung der Bevölkerung“, ärgerte sich der CDU-Politiker aus Werder/Havel.

Vielmehr empfahl er, den Beteiligten und insbesondere dem Veterinäramt zu überlassen. Dessen Fachleute sind seiner Meinung nach nicht nur zuständig, sondern auch kompetent und erfahren.

Von René Gaffron

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