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Potsdam-Mittelmark Landrat bekennt sich zu Bad Belzig
Lokales Potsdam-Mittelmark Landrat bekennt sich zu Bad Belzig
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00:33 03.08.2015
Das Landratsamt sitzt seit 200 Jahren in Bad Belzig. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Wolfgang Blasig (SPD) hat ein Bekenntnis zum Verwaltungssitz in der Kur- und Kreisstadt abgegeben. „Ich wäre alles andere als traurig, wenn ich weiter zum Dienst nach Bad Belzig fahren soll und darf“, sagt er in einem MAZ-Gespräch.

Seit exakt 200 Jahren ist das Ackerbürgerstädtchen im Hohen Fläming der Dienstsitz des jeweiligen Landrates. Vor etwas mehr als 20 Jahren hat der Landtag Brandenburg dies zuletzt anlässlich der Fusion der Landkreise Belzig, Brandenburg und Potsdam den Status bestätigt. Die Historie wird bei der Entscheidung um die künftige Bedeutung jedoch die geringste Rolle spielen.

Was passiert mit der Stadt Brandenburg?

Maßgeblich wird vielmehr das Schicksal von Brandenburg an der Havel sein. Der hiesige Verwaltungschef wirbt nicht gerade darum, die bislang kreisfreie Kommune zu integrieren, die obendrein in finanziell prekäre Lage ist. Neben der bisher von den Spitzen gepflegten Disharmonie spreche die absehbar riesige Zahl von 275.000 Einwohnern eher dagegen. Noch dazu stelle es eine strukturpolitische Herausforderung dar - der Norden mit Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Brandenburg an der Havel gegenüber der dünn besiedelten Peripherie im Süden.

Landrat Wolfgang Blasig. Quelle: Thomas Wachs

Sollte es allerdings doch zu der Eingliederung kommen, dann lautet die Strategie der märkischen Landkreise, deren Interessenvertretung Wolfgang Blasig ebenfalls vorsteht, dass es in der Kreisstadtfrage auf keinen Fall einen Bürgerentscheid geben sollte. Beabsichtigt ist demnach, dass vom neuen Kreistag der Sitz festgelegt oder per Gesetz das bisherige Oberzentrum bestimmt wird.

Gehen die Havelstadt und der Landkreis Havelland mit Sitz in Rathenow zusammen, bliebe für den Landkreis Potsdam-Mittelmark fast alles beim alten, so der Landrat. Dann aber stünde womöglich die Außenstelle Brandenburg an der Havel zur Disposition. „Es ergeben sich dann zwangsläufig neue Wege“, sagt er und verweist auf Beelitz-Heilstätten, wo es Auto- und Eisenbahnanschluss gibt.

Verwaltungsstandort bleibt

Dass Bad Belzig in jedem Fall als Standort der Verwaltung erhalten bleibt, scheint für ihn hingegen klar. „Hier wird - zumindest nicht wegen der Kreisstadt-Entscheidung - nicht ein Mensch weniger arbeiten als jetzt“, sagt Wolfgang Blasig für den aktuellen Hauptsitz der Verwaltung, wo es mehr als 250 Beschäftigte gibt. Weitere Standorte sind Brandenburg an der Havel, Teltow und Werder/Havel. So sehr der Landrat für den Standort wirbt, so sehr muss er einräumen, dass es gerade dafür nach wie vor schwierig sei, Fachkräfte für die Stellen in der Kur- und Kreisstadt zu finden.

Arbeit wird es in Zukunft genug geben, ist sich Wolfgang Blasig sicher. Er betont, dass die in Rede stehende Kreisgebietsreform vor allem eine Funktionalreform sein soll. Die Kreisverwaltungen müssten eine Reihe von Aufgaben der Landesbehörden übernehmen. Das Credo laute dabei „Geld und Personal folgen der Aufgabe.“ Weil die Landesregierung Brandenburg dies mit der Einschränkung der finanziellen Machbarkeit versieht, sieht der Vertreter der Landräte da noch einigen Diskussionsbedarf.

Von René Gaffron

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