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Potsdam-Mittelmark Landrat kämpft um neue Spitzenposten
Lokales Potsdam-Mittelmark Landrat kämpft um neue Spitzenposten
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10:29 22.02.2018
In seinem Büro bewahrt Wolfgang Blasig (SPD) eine historische Rechenmaschine auf. Gegenwärtig kalkuliert der Landrat den Stellenplan des Kreises Potsdam-Mittelmark und rechnet sich gute Chancen aus. Quelle: Michael Greulich
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Bad Belzig

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) nimmt erneut Anlauf, neben Christian Stein (CDU) zwei weitere Stellvertreter an der Spitze der Verwaltung zu installieren. In der jüngsten Kreisausschusssitzung ist er dem Ziel mit einer Zweidrittelmehrheit näher gekommen. Der aktuelle Vorschlag zur Erweiterung des Stellenplans ist allerdings weiter gefasst als vor drei Monaten. Damals war er mit dem Vorhaben im Parlament gescheitert.

Neben den Beigeordneten geht es jetzt nämlich um eine Stelle für eine stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte sowie um je drei Stellen der Entgeltgruppen 6 und 9a. „Sie sollen flexibel eingesetzt werden können, wenn zusätzlicher Personalbedarf besteht“, erklärt Andre Köppen auf MAZ-Anfrage.

Auf kurzfristig auftretende Engpässe könnte nach Aussage des Fachbereichsleiters frühzeitiger reagiert werden. Im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung unter anderem wegen der Überschreitung der Fristen bei der Auszahlung von Elterngeld massive Kritik geerntet. Steigende Fallzahlen im Kita- und Jugendamtsbereich sowie das umfassende Baugeschehen zwischen Havel und Fläming seien indes auf der einen Seite kennzeichnend.

Fachkräftemangel in der Behörde

Auf der anderen Seite bestehe zunehmender Fachkräftemangel, heißt es in der Vorlage mit dem Titel„Wachsender Landkreis Potsdam-Mittelmark“ als Begründung dafür, dass es die sechs Stellen im mittleren und gehobenen Dienst braucht. Das Anliegen gilt eigentlich als unstrittig.

Daneben soll eine stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte etabliert werden. Darauf hatte nicht zuletzt die Landesbeauftragte Monika von der Lippe im Dezember bei ihrem Besuch im Landratsamt hingewirkt. Denn ein mit entsprechenden Kompetenzen ausgestatteter Ersatz für die ohnehin gerade im Mutterschutz weilende Chefin des Integrationsbüros Theresa Pauli sei zwingend erforderlich. Eine parlamentarische Mehrheit dafür scheint gewiss.

440 000 Euro Mehrkosten

979 Mitarbeiter zählte der Kreis Potsdam-Mittelmark vor fünf Jahren.

Inzwischen sind– nicht zuletzt wegen der steigender Einwohner- und anderer Fallzahlen wieder deutlich über 1000 Kollegen beschäftigt.

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) ist 2016 in einer Direktwahl als Landrat bis 2024 bestätigt worden. Sein „Vize“ Christian Stein (CDU) ist seit 2013 in der zweiten achtjährigen Amtsperiode.

Mit der geplanten Erweiterung des Stellenplanes müssten 440 000 Euro im laufenden Haushaltsjahr noch einkalkuliert werden. Allein für die zwei Beigeordnetenposten würden insgesamt 187 000 Euro fällig.

Nach wie vor gibt es aber Für und Wider zur Umsetzung der im Oktober überraschend geänderten Hauptsatzung. Dem Papier folgend sollen nun ein zweiter und ein dritter Beigeordneter für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt werden. Das Duo Blasig/Stein an der Verwaltungsspitze braucht Unterstützung, weil sich ihr Aufgabenspektrum erweitert und verändert hätte, wird argumentiert.

Das überzeugt zumindest die Opposition noch nicht. „Dann hätten sie es doch zunächst erst einmal mit einem zusätzlichen Beigeordneten probiert“, sagte Hans-Peter Goetz. Der Vorsitzende der FDP/BiK/BiT-Fraktion erinnerte daran, dass ursprünglich die Folgen der jetzt aber abgesagten Kreisgebietsreform angeführt wurden, um die Posten zu schaffen. Wie auch Thomas Singer von den Linken hätt er sich nun eine ausführlichere Begründung gewünscht. „Statt dessen wird uns ein Paketlösung untergeschoben“, moniert der Chefliberale.

Teilung des Beschlusses vorgeschlagen

Die von Elke Seidel (Bündnis 90/Die Grünen) angeregte Abtrennung des Beschlusses für die Beigeordnetenstellen wurde jedoch abgelehnt. Im Hauptausschuss waren die Fronten klar. Mit den acht Ja-Stimmen von SPD, CDU sowie Freien Bauern und Bürgern gab es ein klares Votum für die Pläne von Wolfgang Blasig, während Linke, Bündnisgrüne und FDP ihre vier Nein-Stimmen einbrachten.

Dennoch bleibt es bis zur endgültigen Entscheidung bei der Parlamentssitzung am 1. März spannend. Schließlich hatten die eigenen Genossen dem Landrat die Gefolgschaft verwehrt, als er zum Ausklang des vorigen Jahres – offenbar wenig vorbereitet – den ersten Vorstoß zur Verbreiterung der Verwaltungsspitze gewagt hatte.

Von René Gaffron

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