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Potsdam-Mittelmark Langer Atem, flotter Schritt für den Radweg
Lokales Potsdam-Mittelmark Langer Atem, flotter Schritt für den Radweg
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17:30 23.09.2017
Auffallend: So startet Dirk Borgwardt beim Berlin-Marathon. Quelle: Andreas Koska
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Damelang

Wenn am Sonntag wieder mehr als 40 000 Menschen die Hauptstadt im Dauerlauf durchqueren und beim Berlin-Marathon hauptsächlich dem Ziel entgegen streben, hat die Startnummer 14058 ein anderes Anliegen. Dirk Borgwardt aus Damelang nutzt seine Teilnahme dieses Mal, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erhalten.

Mit seinem Outfit fordert er einen Radweg zwischen Golzow und Brück. Das ist sein besonderer Einsatz als Ortsvorsteher von Damelang und Abgeordneter in der Gemeindevertretung Planebruch.

Zum vierten Mal am Start

Er hat schon dreimal den Berlin-Marathon bestritten. Bestzeit: 3:05:54 Stunden „Diesmal habe ich von der AOK eine Anfrage erhalten, ob ich laufen will. Da habe ich nicht lange gezögert und zugesagt“, erzählt der 46-Jährige. Er erklärt, dass er aktuell nicht so gut im Training stehe und ihn deshalb weniger der sportlichen Ehrgeiz treibt.

Statt dessen hat sich Dirk Borgwardt etwas überlegt, wie aus der Not eine Tugend wird. Auf dem Kopf will er eine rot-weiß gestreifte Pylone tragen. Um den Körper hängt sich der Läufer einen Poncho. Darauf soll seine Forderung zu lesen sein: „Radweg jetzt – Brück-Damelang-Golzow“.

„Der Radwegbau ist seit langer Zeit der Wunsch vieler Anwohner und liegt mehr persönlich am Herzen“, sagt Dirk Borgwardt. Als Ausdauersportler hat er zwar einen langen Atem. Dennoch werden Kraft und Zeit, die investiert werden, irgendwann in meist verbesserten Ergebnissen sichtbar. Jetzt bringen er und seine Mitstreiter schon eine gehörige Portion Geduld auf, ohne dass sich etwas bewegt.

Schon vorher zahlreiche Aktivitäten

In der Vergangenheit wurden zweimal Listen mit mehr als 1500 Unterschriften für den Radweg beim Infrastruktur-Ministerium des Landes Brandenburg abgegeben. Die Anlieger haben eine Fahrrad-Demonstration zwischen Brück und Golzow initiiert und an allen Häusern und entlang der Straße die Forderung nach dem Radweg mit Bannern und Plakaten untermauert. „Die Aktionen werden weiter gehen“, sagt der sportbegeisterte Kfz-Meister. Schließlich will er erreichen, dass die Anwohner problemlos mit dem Rad einkaufen fahren können und die Kinder statt mit dem Bus, mit dem Fahrrad den Schulweg antreten und damit nicht zuletzt fit bleiben.

Selbst hat Dirk Borgwardt auch noch sportliche Ziele. „Ich würde gern den New York- Marathon laufen“, sagt er. Trotz der wenigen Freizeit, würde er dafür verstärkt trainieren.

Von Andreas Koska

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