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Potsdam-Mittelmark Langersehnter Lückenschluss
Lokales Potsdam-Mittelmark Langersehnter Lückenschluss
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13:38 31.05.2016
Radfahrer können in Zukunft auf einem durchgängigen Weg parallel zur L 73 von Michendorf bis Zauchwitz durchrollen und von dort weiter nach Beelitz fahren. Quelle: dpa
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Michendorf

Gute Nachrichten für Radfahrer und Stückens Schulkinder: Der Landesbetrieb Straßenwesen will den lange geforderten Radweg zwischen Fresdorf und Stücken bauen und damit die letzte Lücke schließen, die an der L 73 auf Michendorfer Gemeindegebiet noch klafft. Wie Frank Schmidt vom Potsdamer Landesbetrieb bestätigte, soll der 2,34 Kilometer lange Radweg 2017/2018 gebaut werden. Es wäre der Schlusspunkt hinter ein Tauziehen, das mehr als ein Jahrzehnt andauerte. „Der lange Atem hat sich ausgezahlt“, sagte Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU).

Mit dem Bau des Radwegs soll zugleich die Fahrbahndecke der L 73 erneuert werden. Die Gesamtkosten für das Vorhaben bezifferte Schmidt auf 1,7 Millionen Euro. Gebaut werden sollen zudem Radwege innerhalb der Ortschaften Stücken und Fresdorf. Kommune und Landesbetrieb wollen dafür eine Vereinbarung treffen. Sie sieht vor, dass der Landesbetrieb die innerörtlichen Radwege gleich mit baut und die Kommune dafür das Geld gibt. Die Gemeinde plant deshalb, noch in den aktuellen Etat 167 000 Euro einzustellen – 105 000 Euro für Fresdorf, 62 000 Euro für Stücken. Über die „außerplanmäßige Ausgabe“ und den Abschluss der Vereinbarung stimmen die Gemeindevertreter am 20. Juni ab. Das Engagement der Kommune ist notwendig, weil der Landesbetrieb nur für den Radweg außerhalb der Ortschaft zuständig ist. Laut Mirbach ist aber geplant, Fördermittel fürs Gesamtprojekt zu beantragen. Gibt es welche, muss die Gemeinde nur den kommunalen Eigenanteil am Förderzuschuss zahlen.

Radweg an der L 73

Die Planung für den Bau des Radwegs soll in den nächsten Tagen fertig sein, so Frank Schmidt vom Landesbetrieb.

Erarbeitet werden muss noch ein Gründordnungsplan, um den Antrag für eine „naturschutzrechtliche Eingriffsgenehmigung“ bei der Unteren Naturschützbehörde stellen zu können. Die ist nötig, weil der Radweg Biotope durchqueren wird. „Es sind dazu aber bereits Vorgespräche geführt worden.“

Um den Radweg zwischen Fresdorf und Stücken wird mindestens seit 2003 gekämpft. So alt sind erste schriftliche Forderungen von Stückener Bürgern in den Akten des Landesbetriebes.

Bei Stückens Ortsvorsteher Udo Reich ist die Freude groß. „Der Abschnitt ist kreuzgefährlich für Radfahrer und für unsere Kinder, die mit Rad zur Grundschule Wildenbruch fahren.“ Für den Lückenschluss hatten die Stückener Unterschriften gesammelt. Mit dem Bau des Abschnitts entsteht auch ein Ringschluss. Der Radfahrer kann dann von Michendorf über Wildenbruch, Fresdorf, Stücken bis Zauchwitz rollen, um dann auf dem Radweg an der B 246 weiter nach Beelitz zu fahren, wo er an der B 2 zurück nach Michendorf kommt.

Von Jens Steglich

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