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Zu Fuß in die Schule

Stahnsdorf Zu Fuß in die Schule

Ein „Laufbus“ könnte Stahnsdorfer Grundschüler sicher in ihre Schule bringen. Die Kinder würden zu speziell gekennzeichneten „Haltestellen“ in der Nähe ihres Wohnortes kommen oder von den Eltern gebracht und dort von anderen Eltern übernommen werden, die die Schüler auf einem festgelegten Fußweg in die Schule begleiten.

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In Begleitung von Eltern könnten auch Stahnsdorfer Grundschulkinder auf einem sicheren Weg ihre Klassenräume erreichen.

Quelle: DPA

Stahnsdorf. Einen „Laufbus“ für Stahnsdorfs Grundschüler schlägt der Gemeindevertreter Christian Kümpel (FDP) zu Beginn des neuen Schuljahres vor. Die Kinder würden sich an festgelegten Punkten in der Nähe ihres Wohnortes – sogenannten Haltestellen – treffen oder von den Eltern dorthin gebracht und dort von anderen Eltern übernommen, die die Kinder nach einem festen Routenplan auf dem sicheren Fußweg in die Schule bringen.

„Die Kinder bewegen sich, können untereinander erste Fragen klären und kommen so schon entspannter zur Schule. Die Eltern müssen nicht so hetzen, und vor den Schulen würden gefährliche Verkehrssituationen für die Schüler entschärft“, wirbt Kümpel für das Projekt.

Auf einem Elternabend der ersten bis vierten Klassen , bei dem das Projekt detailliert vorgestellt wird, müssten sich Eltern bereit finden, den „Laufbus“ zu begleiten. In dieser Veranstaltung seien außerdem Zeiten und die betreffende Strecke festzulegen. Am Anfang sollten zwei Eltern die Schüler begleiten, heißt es dazu im Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung. Gemeindevertreter Kümpel würde zu Beginn mit gutem Beispiel vorangehen, sagt er. Bei der Einrichtung der „Haltestellen“ mit Schild und/oder Klebefolie auf dem Fußboden sollte das örtliche Ordnungsamt darauf achten, dass die Treffpunkte von den Kindern in einer angemessenen Zeit sicher erreicht werden können. Die Kosten für Schilder und Folien würden eventuell Sponsoren übernehmen. Mit einem Austausch der Rufnummern würden Eltern und Begleiter in ständigem Kontakt miteinander bleiben.

Die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf hat auf MAZ-Nachfrage Unterstützung signalisiert, sollte sich die Mehrheit der Eltern der Grundschüler für das Projekt entscheiden. Allerdings müsse dafür auch der entsprechende Bedarf nachgewiesen werden, sagt Gemeindesprecher Stephan Reitzig. Die Verwaltung gehe davon aus, dass der Vorschlag in den Elternkonferenzen der Heinrich-Zille-Grundschule sowie der Lindenhof-Grundschule zu Schuljahresbeginn diskutiert werden könnte.

Schulleiter Jörg Pahl hält den „Laufbus“ durchaus für sinnvoll und schließt nicht aus, dass in den Elternversammlungen der Linden-Grundschule darüber gesprochen wird. Geklärt werden müsse zuvor aber unbedingt die versicherungstechnische Seite des Projektes für die Begleiter und deren Vertretung im Krankheitsfall.

Nach Angaben des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sind Schulweghelfer und Schulbusbegleiter versichert, wenn sie im Auftrag der Schule handeln. Der „Laufbus“ sollte als offizielles Schulprojekt eingerichtet und der Versicherungsschutz von der zuständigen Unfallkasse schriftlich bestätigt werden. Sie könne auch mitteilen, ob die Begleitung eine besondere Bestätigung der Schule erfordere, so der Verband.

In anderen ländlichen Gemeinden erfolgreich bewährt

Das Projekt „Laufbus“ ist eine Initiative des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Ziel ist es, die Kinder entspannter in die Schule zu bringen und den Eltern Stress zu ersparen. Mit dem „Laufbus“ lernen die Kinder, ihren Schulweg auf sichere Art selbstständig zu meistern.

Vor allem in ländlichen Gemeinde Deutschlands hat sich der Laufbus bereits erfolgreich bewährt. In den meisten Fällen tragen die Kinder auf ihrem Weg zur Schule zur zusätzlichen Sicherheit Warnwesten.

Ein konkreter Streckenplan ist deshalb äußerst wichtig, weil kein Kind lange warten und alle Schüler pünktlich und ohne Eile in die Schule kommen sollen.

In der Gruppe trainieren die Kinder ihre Verkehrssicherheit und werden für Gefahren sensibilisiert. Als Gemeinschaft werden sie besser wahrgenommen und können sich auch Fremden gegenüber sicher fühlen.

In Stahnsdorf könnten etwa vier bis acht „Haltestellen“ eingerichtet werden, meint Gemeindevertreter Christian Kümpel (FDP).

Von Heinz Helwig

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