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Potsdam-Mittelmark Lautstarker Protest gegen Neonazis
Lokales Potsdam-Mittelmark Lautstarker Protest gegen Neonazis
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08:31 25.11.2013
Trotz des nassfeuchten Wetters kamen rund 200 Menschen zur Kundgebung. Quelle: Michael Greulich
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Bad Belzig
Pfarrer Daniel Geißler aus Niemegk verteilt Engelsplätzchen. Quelle: Michael Greulich

Hannelore Klabunde (parteilos) hatte dazu aufgerufen. Die Bürgermeisterin freute sich über den Zuspruch aus allen Generationen und Schichten der Einwohnerschaft.Ungeachtet der nasskalten Witterung am Sonnabend Vormittag sei es vielen ein Anliegen gewesen, "das Gesicht von Bad Belzig zu zeigen". Neben den Stadtverordneten aller Fraktionen waren die Landtagsabgeordneten Astrit Rabinowitsch (Die Linke) und Günter Baaske (SPD) vor Ort und ergriffen das Wort. "Wir haben nicht Angst um die Kultur, sondern freuen uns über eine Bereicherung", sagte der Minister. "Bad Belzig kann noch ein paar Farbtupfer gebrauchen", kam es fast als Antwort von Jean-Marc Banoho. Der 42-jährige Kameruner lebt seit 1997 im Hohen Fläming und engagiert sich für die Integration von Ausländern.

Polizei sichert den NPD-Auftritt im Klinkengrund ab. Quelle: Michael Greulich

Von ihrem Aufstellort am Sandberger Platz zogen sie dann noch zur Ecke Erich-Weinert-Straße/Hans-Marchwitza-Straße, wo die gleichen Texte verlesen wurden. Räumlich getrennt von einem großen Aufgebot der Polizei haben die Gegendemonstranten dann mit Sprechchören, Trillerpfeifen Trommel- und Fanfarenklängen die Auftritte der Sprecher begleitet.

Nach Ansicht von Matthias Tänzer "haben beide Seiten die Gelegenheit gehabt, ihren Standpunkt darzulegen." Da es ansonsten keine besonderen Vorkommnisse gegeben habe, sei es für die Kollegen ein gelungener Einsatz gewesen, wie der Chef der Polizeiinspektion Brandenburg einschätzte.

Beobachter mutmaßen, dass die Rechtsextremen im Vorfeld der Wahlen nächstes Jahr noch mehrfach herausfordern werden. Sie sehen nach diesem Sonnabend in Bad Belzig aber weiter ein gutes Fundament für die Demokratie.

Von René Gaffron

Interview: 700-fache Zustimmung

Maximilian Hennig (19) hat die Facebook-Seite „Solidarität mit dem Flüchtlingsheim Bad Belzig“ online gestellt.

MAZ: Wie kamen Sie auf die Idee für die Internetpräsenz?
Maximilian Hennig: Es war eine Bauchentscheidung. Ich stamme aus Dippmannsdorf, habe am Fläming-Gymnasium voriges Jahr mein Abitur abgelegt und beobachte als Student, was gerade in  Bad Belzig passiert. Da wollte ich irgendetwas tun.

Sind Sie zufrieden mit der Wirkung?
Henning: Binnen vier Tagen gibt es mehr als 700 Sympathiebekundungen. Es ist eine Antwort auf das, was von den Rechtsextremen propagiert wird.

Ist es Ihr erstes politisches Engagement?
Hennig: Ich stehe keiner Partei nahe. Aber gegen Rechtsextremismus und Gewalt engagiere ich mich schon häufiger.

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