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Leben und gärtnern auf einstigem Brauereiplatz

Werder Leben und gärtnern auf einstigem Brauereiplatz

Auf historischem Brauereigelände in Werder errichten gerade Investoren aus Leipzig 30 Wohnungen zum Teil mit Hausgarten und Garage im Gewölbe. Neun Millionen Euro werden unweit vom Havelufer bis 2018 investiert. Bei der Planung hat die Stadt auf die Anlage von Gärten im Wohnquartier großen Wert gelegt, um Traditionen zu bewahren.

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Auf historischem Gelände in Werder entstehen 30 Wohnungen.

Quelle: Privat

Werder. Wo um 1888 in der Blütenstadt die Brauerei Lerch und Plettenberg das Werdersche Bier braute, bauen gerade Investoren aus Leipzig das sogenannte Wohnquartier „Plettenbergs Gärten“. Auf dem einstigem Gewerbe- und Wohngrundstück an der Eisenbahnstraße 174/175 werden bis 2018 in zwei Bauabschnitten 30 Wohnungen entstehen. Das bestätigt auf Nachfrage der MAZ Sabine Seifert, Geschäftsführerin der Koch Immobilien Verwaltung GmbH in Leipzig. Das Grundstück mit kurzen Wegen zur Havel ist bereits seit 2006 im Besitz der Gesellschaft. „Es wurde als Gewerbe- und Wohngrundstück genutzt. Die Substanz der meisten Gebäude war überwiegend schlecht, so dass sich eine Sanierung wirtschaftlich nicht darstellen ließ“, sagt Seifert. „Aufgrund der bisherigen Entwicklung der Stadt, der Nähe zur Hauptstadt Berlin und zu Potsdam, der guten Verkehrsanbindung erschien uns eine Planung für ein neues Wohnquartier interessant.“

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Gemeinsam mit Architekten entwickelte die Gesellschaft das nun wachsende Wohnquartier. „ Impulse dafür erhielten wir auch vom in Werder ansässigen Künstler Frank Weber und von der Stadtverwaltung“, sagt Seifert. Ursprünglich hatten die Investoren eine enge Bebauung mit Einfamilienhäusern geplant. Nach Gesprächen mit Weber und mit der Stadtverwaltung, insbesondere mit dem Bauamt und der Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) änderte die Gesellschaft die Planung und passte sie der Umgebung in der Eisenbahnstraße an. So entstanden die Pläne für zwei Mehrfamilienhäuser entlang der Straße mit Vorgärten (Plettenberg-Häuser), für die Lerch-Häuser im Hof und die Häuser im oberen Teil, angrenzend an die Obstgärten des bis zum Hohen Weg reichenden Grünzuges. „Ein Wunsch der Stadt war es, den Charakter der Stadt als Obstanbaugebiet widerzuspiegeln. Deshalb wurden in die Planung großzügige Obstgärten, die die Häuser umgeben, aufgenommen. Ebenso haben wir die architektonischen Elemente der ortsüblichen Bebauung in Form von Klinker-Fassaden aufgenommen“, sagt Seifert. So werden Klinker-Fassaden saniert und erhalten. Ein weit in den Hang hineinreichender Gewölbekeller, der ehemaliger Brauerei- und Eiskeller, soll später als Garage dienen. Dort können auch größere Autos oder Boote untergestellt werden. Ein Neubau bekommt ebenfalls eine Tiefgarage, die aus den alten Kellergewölben entstanden ist.

Das Leipziger Unternehmen verwaltet bereits Wohn- und Gewerbeanlagen in Sachsen (Leipzig, Tharandt, Pirna), Niedersachsen (Celle) und in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir werden auch die Verwaltung für dieses neue Quartier in Werder weiterführen“, sagt Seifert. Im Hangbereich des Entwicklungsgebietes entstehen im 1. Bauabschnitt großzügige Wohnungen und Einfamilienhäuser, die aufgrund ihrer erhöhten Lage einen besonderen Ausblick auf die Umgebung und die Havel bieten. Wer sich das Wohnensemble im Bau anschauen will, der ist am Sonntag von 11 bis 16 Uhr zum Schautag eingeladen. Die Investoren und Planer sind auch vor Ort.

Von Regine Greiner

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