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Lebensretter bald schneller am Unglücksort

In Brück-Ausbau entsteht jetzt eine neue Wache Lebensretter bald schneller am Unglücksort

Auf dem Grundstück der einstigen Kindertagesstätte "Spatzenhaus" in Brück-Ausbau beginnt jetzt der Neubau einer Rettungswache. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark investiert dort rund 430.000 Euro. Er hat einen Teilbereich des Areals an der Beelitzer Straße erworben. Dieses hat die Stadt Brück ansonsten an den ortsansässigen Pensionsbetreiber Achim Liesecke verkauft.

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Sanitäter bei einem Einsatz in Borkheide.

Quelle: M. Greulich (Archiv)

Brück. Aus dem insgesamt 13.230 Quadratmeter großen Kita-Gelände waren 700 Quadratmeter für die neue Rettungswache herausgelöst worden. Unmittelbar an der Bundesstraße 246 entsteht ab Montag eine Garage für einen Rettungswagen.

Zudem sind Schlaf- und Aufenthaltsräume sowie ein Sanitärbereich für das Einsatzpersonal vorgesehen. "Der Stützpunkt wird an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt sein", sagte Klaus-Dieter Hallex gegenüber der MAZ.

Nach Angaben des in der Kreisverwaltung für die Koordination des Rettungsdienstes zuständigen Experten, wird die neue Wache mit zwei Rettungsassistenten oder Rettungssanitätern besetzt sein. Ihr Gebiet erstreckt sich rund um Brück bis heran nach Beelitz, Lehnin sowie Treuenbrietzen. Zwischen 500 bis 600 Einsätze pro Jahr sind laut Hallex kalkuliert.

Nach Problemen bei der Einhaltung der Rettungsfristen für die Region war im April 2012 als Übergangslösung bereits ein Rettungswagen samt Besatzung in der Feuerwache der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Brück/Lehnin stationiert worden.

Wie Feuerwehrleute müssen auch Ärzte und Sanitäter laut Gesetz allgemein innerhalb von 15 Minuten nach Eingang des Notrufs beim Patienten sein. Diese Zeit war vor allem im Raum Brück und Borkheide lange Zeit nicht immer eingehalten worden. Daher plant der Kreis seit 2011 den Bau einer zusätzlichen Rettungswache. Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes. Ihm gehören die Technik, die Wachen und die Fahrzeuge. Die Dienstleistung selbst vergibt er nach Ausschreibungen an private Träger.

"Wir hoffen, den Neubau zum Juni nächsten Jahres eröffnen zu können", sagte Hallex. "Das für Brück geplante neue Gebäude in Massivbauweise ähnelt der Rettungswache in Ziesar", sagte der Sachbearbeiter.

Parallel plane die Kreisverwaltung derzeit den für nächstes Jahr vorgesehenen Baubeginn für eine weitere neue Rettungswache in Michendorf. Diese soll dann den zu klein gewordenen Stützpunkt in Langerwisch ablösen und Platz für mehrere Fahrzeuge bieten. "Dann müssten wir mit 15 Rettungswachen in der Region für die kommenden Jahre erstmal wieder auf einem modernen Stand sein", sagte Klaus-Dieter Hallex.

Von Thomas Wachs

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