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Leere Läden und eine Neueröffnung

Werders Inselstadt im Wandel Leere Läden und eine Neueröffnung

Mit der Sanierung der Inselstadt haben sich in den vergangenen Jahren auch Geschäfte angesiedelt. Eine Reihe von ihnen hat inzwischen schon wieder geschlossen. Für die Läden werden Nachmieter gesucht. Auch ein Eis-Café hat dicht gemacht. Doch in dem Eckhaus an der Inselbrücke will nach der Baumblüte ein Italiener sein zweites Lokal in Werder eröffnen.

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Goldschmied Heinrich Gröninger aus Koblenz betreibt seit 2010 sein Geschäft unweit vom Gutshaus auf der Insel Werder. Die Eröffnung hat der 61-Jährige nie bereut.

Quelle: Greiner

Werder . In der Goldschmiede von Heinrich Gröninger auf der Insel sucht sich gerade die Frau eines Werderaner Unternehmers ihr Geburtstagsgeschenk aus. Die Dame hat offensichtlich das gewünschte Schmuckstück in der Auslage des Geschäftes gefunden – sie verlässt strahlend das Geschäft. Auch der Meister zeigt sich mehr als zufrieden. Offenbar hat er wieder einen Kunden glücklich gemacht. Gröninger klagt nicht. „Für mich zählt nicht Masse, ich will ganz individuelle Wünsche erfüllen.“ Zwar könne er von den Werderanern allein nicht leben, aber da er viele Aufträge auch aus München und anderen Städten hat, laufe sein Geschäft gut, sagt Gröninger und gestaltet gerade silberne Jagdbroschen für eine italienische fürstliche Jagdgesellschaft. Eine Flugstaffel aus München hat Krawattenklammern bestellt, gefertigt vom Meister in seinem Geschäft in Werder. Der 61-jährige führte schon Geschäfte in Koblenz, München und am Tegernsee. Nach Werder kam der Rheinländer 2010 durch seine Liebste. „Und in der Blütenstadt fühle ich mich seitdem ausgesprochen wohl.“

Nur ein Katzensprung von der Schmiede entfernt, haben in den vergangenen Monaten zwei Geschäfte und ein Lokal auf der Insel dicht gemacht. Für die einstige „Kleine Weltlaterne“ und das Antik-Geschäft werden Nachmieter gesucht.

Für das einstige Geschäft „Kleine Weltlaterne“ auf der Insel Werder werden noch immer Nachmieter gesucht

Für das einstige Geschäft „Kleine Weltlaterne“ auf der Insel Werder werden noch immer Nachmieter gesucht.

Quelle: Greiner

Das Kerzencafé, verschiedene Boutiquen und andere Geschäfte am Markt sind schon lange dicht und umgestaltet. Die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder hat ihre vier Läden vermietet an drei Unternehmen und für ein Schuhgeschäft, sagt Geschäftsführer Thomas Lück der MAZ.

„Man braucht einen langen Atem, muss sehr individuell sein und eine besondere Atmosphäre bieten“, sagt Verkäuferin Ramona Kuhlmey im Geschäft „Verrückte Schuhe“ am Markt. Den Schritt nach Werder 2013 habe man nicht bereut, die Lage sei schön, auch wenn im Winter zu ruhig. „Wir haben Kunden aus Augsburg und der Schweiz, die bei ihren Besuchen in Werder immer wieder kommen. Auch für sie würden wie im Sommer gerne auch Sonntags öffnen.“ Ramona Kuhlmey wünscht sich mehr Leben auf dem Markt und mehr Veranstaltungen. Das wäre auch gut fürs Geschäft. „Vom Baumblütenfest haben wir wenig, denn hinter den vielen Absperrungen sind wir kaum noch zu finden“, sagt die Werderanerin.

Im leergezogenen Eiscafé unweit der Inselbrücke deuten sich in den Innenräumen Bauarbeiten an. Auf der Insel hört man, dass die Inhaber vom Pane e Vino Unter den Linden 18 das Lokal übernehmen wollen. Buki und Zyrafina, die das italienische Restaurant seit 2008 betreiben, machen auf Nachfrage der MAZ kein Geheimnis aus ihrem neuen Vorhaben. „Wir wollen das Lokal mit Frühstücksangebot, Eis, Kaffee und Imbiss nach der Baumblüte im Mai eröffnen“, sagt der Italiener. „Meine Frau und ich haben es nie bereut, dass wir Berlin verlassen haben und jetzt unser Restaurant in Werder führen. Wir sind wirklich glücklich hier, es läuft gut, darum haben wir den Mut und den Elan, auch das Lokal auf der Insel zu übernehmen“, sagt der Geschäftsinhaber. Visavis des künftigen Eiscafés hat der Laden mit Imbiss und vor allem regionalen Produkten noch Winterpause. Der „Brandenburger“ will im März wieder durchstarten. Dann will auch der andere Italiener in der Nachbarschaft wieder sein Eis verkaufen. Die Nähe zum italienischen Eis-Café „Dolci e Gelati“ scheint Buki und Zyrafina aber nicht zu stören. Sie wollen es wagen. Für sie kann das Lokal am Wasser unmöglich länger leer bleiben.

Wohnungen auf der Insel sehr gefragt

Wohnungen auf der Insel Werder sind nach den Aussagen des Geschäftsführrers der kommunalen Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (HGW) , Thomas Lück, sehr gefragt. Für Wohnungen der HGW auf der Insel gibt es eine Warteliste.

Auf dem Gelände des einstigen Gutshauses auf der Insel entstehen gerade in der einstigen Saftfabrik neue Wohnungen. In der Remise ließ der neue Eigentümer aus Berlin Ferienwohnungen einrichten.

Auch an der Havel auf der Insel wurden Häuser saniert und neue Wohnungen mit Seeblick gebaut.

Von Regine Greiner

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