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Potsdam-Mittelmark Laster im Hohlweg sorgen weiter für Ärger
Lokales Potsdam-Mittelmark Laster im Hohlweg sorgen weiter für Ärger
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11:17 11.02.2019
Anwohner Ronny Tschirner vor der Baustellenampel. Offiziell ist der Hohlweg für große Lastwagen gesperrt. Quelle: Frank Bürstenbinder
Lehnin

Großes Kino im Wohnzimmer. Vom Fenster aus können Katrin und Ronny Tschirner auf die Baustellenampel vor ihrem Haus blicken. Was da bei Rot Schlange steht, sind nicht nur Pkw und Transporter bis 7,5 Tonnen. „An einem Vormittag habe ich 17 große Lastwagen gezählt“, berichtet die dreifache Mutter, die 2015 mit ihrer Familie ein neues Eigenheim im Hohlweg bezog. Die Lage an der früher ruhigen Straße sei damals kein Grund gewesen, auf ein anderes Grundstück auszuweichen, erinnert sich Hausherr Ronny Tschirner. Die Kinder hätten vor der Tür spielen können.

Nerven liegen blank

Doch seit der Hohlweg als innerörtliche Umleitung für die Baustelle auf der Landesstraße 86 dient, ist alles anders. Mit den Autoschlangen könnten die Tschirners ja noch leben. Doch die illegalen Durchfahrten von 40-Tonnern reißen nicht ab. Worüber sich Anwohner Klaus Schulz schon vor Tagen beklagte, kann die junge Familie nur bestätigen. Der Lastwagenverkehr auf der schmalen Fahrbahn vor der Haustür strapaziert die Geduld der betroffenen Lehniner. Lärm, ausgefahrene Seitenstreifen und Schäden an den Häusern lassen die Nerven blank liegen.

Ein Lastwagen befährt den Hohlweg. Quelle: privat

„Jedes Mal, wenn ein Lkw vorbeifährt, vibriert das ganze Haus“, berichtet Ronny Tschirner. Er zeigt auf die Risse im Treppenhaus, im Flur und im Bad, die die Hauseigentümer auf den illegalen Lkw-Verkehr zurückführen. Dabei ist der Hohlweg für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gut sichtbar gesperrt. Ausgenommen Linienbusse. Doch viele Fahrer wollen sich die kilometerlange Umleitung über die Autobahn und die B 102 sparen. Der provisorisch asphaltierte Hohlweg ist für die Belastung nicht ausgelegt.

Hilfe nicht in Sicht

Was die Tschirners wütend macht: Hilfe ist nicht in Sicht. Sie müssen noch Monate mit der Situation leben. Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner sieht seitens der Kommune keinen Handlungsbedarf: „Wir sind für den fließenden Straßenverkehr nicht zuständig. Hier muss die Polizei tätig werden.“ Doch auch an die Polizei hat sich die Familie vergeblich gewandt. „Keine Kapazitäten“, heißt es bei der Behörde, die eigentlich die Einhaltung der Verkehrsregeln überwachen müsste. Der Lkw-Verkehr im Hohlweg bleibt ein Ärgernis.

Von Frank Bürstenbinder

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