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Potsdam-Mittelmark Infotag an Lehniner Kliniken
Lokales Potsdam-Mittelmark Infotag an Lehniner Kliniken
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19:04 10.10.2018
Tag der offenen Tür in der evangelischen Klinik in Lehnin. Die Gelegenheit zum Blutdruck messen nutzte gleich Regina Glöde bei den Schwestern Angela Weitzmann und Steffi Lange (v. re.). Quelle: Rüdiger Böhme
Lehnin

Die Evangelischen Kliniken Lehnin wandeln sich immer mehr zu einem Krankenhaus für Altersmedizin. Diese Entwicklung hat Michael Sachse, Chefarzt der dortigen Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Rande des Klinik-Infotages am Mittwoch beschrieben. „Es hat eine Verschiebung gegeben.“ Hintergrund sei auch der Einzugsbereich, der Berlin und das Land Brandenburg umfasse. Der Anteil der Betten für Altersmedizin sei deutlich gewachsen zulasten des Anteils für Innere Medizin, sagte Sachse beim Tag der offenen Tür in den Lehniner Kliniken.

Dutzende Besucher haben sich am Mittwochnachmittag in den Lehniner Kliniken über deren medizinisches Angebot informiert.

Als Herausforderung bezeichnete der Chefarzt auch die gestiegenen Anmeldezahlen für die Rehahbiliation bei gleichzeitigem Personalmangel. Elf Ärzte arbeiten derzeit in den Lehniner Kliniken. Drei Stellen sind unbesetzt. Vier offene Stellen gibt es bei den Pflegekräften. 57 Männer und Frauen arbeiten in diesem Bereich. Die Folge sei, dass einige Zimmer zeitweilig geschlossen werden müssten.

Derzeit gibt es Pläne, die Intensivstation 2020 auszubauen von vier auf sechs bis acht Betten. 100.000 Euro seien allein für die Planungen bereitgestellt. „Es gibt aber große Probleme mit dem Brandschutz“, sagte Sachse. Er schloss nicht aus, dass deswegen die Pläne nicht umgesetzt werden könnten. „Es gibt große Probleme, obwohl die Mittel zur Verfügung gestellt sind, aber die Brandschutzprobleme scheinen nicht lösbar zu sein.“

Ein Krankenhaus im Wandel

Anfangs seien die Kliniken auch Grundversorgungskrankenhaus der Region für allgemeine Innere Medizin gewesen. „Die gibt es kaum noch“, so der Chefarzt. Bedingt sei das auch durch den demographischen Wandel. Sachse sprach von einem schwindenden Anteil dieser Bettenzahl. Nur noch ein paar Patientenzimmer seien für Fälle der inneren Medizin, als Beispiel nannte Michael Sachse „den jungen Mann, der an Lungenentzündung leidet und dem es eine Woche schlecht geht. Der junge Mann kann weiter kommen, aber die Masse ist 70 plus“. Geändert habe sich somit auch die durchschnittliche Verweildauer. Liegt diese in der Inneren bei sechs Tagen, „bleiben die älteren Herrschaften schon mal zwei bis drei Wochen, aber rehabilitativ, einschließlich Physio- und Ergotherapie, Logotherapie und Psychologie, Seelsorge, Diät und Sozialdienst für den Entlassungsplan. Also mit dem kompletten Versorgungspaket, das für Altersmedizin sinnvoll ist.“

Im Landeskrankenhausplan sind die Lehniner Kliniken neben den 70 Betten für Geriatrische Reha auch mit 55 Betten für Innere und Pallitaivmedizin eingetragen, „wie eh und je“, sagt Sachse. Aus den vormals 28 Betten für Innere Medizin sind noch zehn verblieben, 20 Betten sind für Altersmedizin und 15 Betten für Palliativmedizin. „Denkbar wären noch zehn weitere Betten in der Palliativmedizin, aber wir versuchen, Mehrbettzimmer zu vermeiden“, sagt Sachse. Das sei aus Gründen des Infektionsschutzes, der Würde für die schwerkranken Menschen und den Wünschen der Angehörigen so nötig. „Wir sind dann auch mal voll und melden uns beim Rettungsdienst ab, obwohl wir auf dem Papier noch Menschen aufnehmen könnten.“

Vorträge und Infostände großen Zulauf

70 Besucher kamen am Mittwoch zum Info-Tag in die Klinik. Sachse zeigte sich zufrieden. Er hielt ebenso wie Chefarzt Jens Peter Bork Vorträge über Chronische Erkrankungen der Atemwege und Herzschwäche. Zudem gab es Führungen durch das Haus und ein Kinderprogramm und Infostände, etwa über Aromatherapie, Desinfektion und lebensrettende Hilfe durch Defilibratoren. Die Lehniner Kliniken versorgen jährlich rund 1000 Patienten in der Reha und 2000 Menschen in der Inneren. 500 Patienten erhalten eine Notfallversorgung.

Die Evangelischen kliniken Luise-Henrietten-Stift Lehnin haben eine Klinik für Innere Medizin und Palliativmedizin und eine Akutgeriatrie. Im September hat die Klinik ein Qualitätssiegel für die Patientenversorgung erhalten. Es gibt 70 Betten für die Geriatrische Rehabilitation und zehn weitere für die Tagesklinik. Träger der Kliniken ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin.

Von Marion von Imhoff

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